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Börsentelegramm

Neue Weizenernte fällt unter 190 Euro, Raps deutlich unter 370

von , am
26.03.2015

In Europa sind die Weizenpreise für die neue Ernte unter die Marke von 190 Euro und die alte Ernte liegt nur noch knapp darüber.

© agrar-press
 
Nachgebende Preise bei Weizen und beim Sojakomplex sowie etwas höhere Maispreise waren die Ergebnisse des gestrigen Handelstages (Mittwoch) in Chicago. In Europa sind die Weizenpreise für die neue Ernte unter die Marke von 190 Euro gefallen und die alte Ernte liegt nur noch knapp darüber. Auch der Raps hat am Mittwoch kräftig Federn lassen müssen und Mais rutschte ebenfalls leicht ins Minus. Grund für die nahgebenden Weizenpreise ist der Regen in einigen Anbaustaaten für Winterweizen in USA. Äußerdem reagierten die Märkte immer stärker auf die erwartete Anbauentwicklung (Prospective Plantings) bei Mais, Soja und bei Weizen ind en USA, die am nächsten Dienstag veröffentlicht werden. Beim Ölsaatenkomplex drückt zudem die laufende Ernte in Brasilien auf die Preise die zu 60 % eingebracht ist.
 
Am Donnerstag beginnt der vorbörsliche Handel am Terminmarkt in Chicago mit einem moderaten Plus beim Weizen und etwas schwächeren Preisen bei Mais und Soja. In Europa lagen die Weizenpreise am Donnerstag Mittag ebenfalls ganz leicht im Plus und auch die Preise für Raps und Mais starteten zum Handelsbeginn im grünen Bereich. Heute Abend (MEZ) dürften zudem die wöchentlichen Exportdaten in den USA und der Europäer die Getreide- und Ölsaatenpreise an den Terminmärkten beeinflussen.
 
USA: Weizen und Soja unter Druck, Mais fester
Am Mittwoch (25.03) sind die Weizenpreise für den Maikontrakt am Terminmarkt in Chicago um 0,9 % auf 519,0 Ct je Buschel (173,8 Euro/t) zurückgegangen und die Preise für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard-Red-Winter gaben um 0,4 % auf 563 USD/t (188,5 Euro) nach. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,3 % im Plus bei 520,4 Ct je Buschel (174,2 Euro). Die Terminmarktpreise (Maitermin) für den Mais sind in den USA am Mittwoch um 0,5 % auf 395,0 Ct je Buschel (141,8 Euro/t) gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago 0,2 % im Minus bei 394,2 Ct je Buschel (141,5 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) hat am Mittwoch um 0,3 % auf 978,6 je Buschel (330 Euro/t) nachgegeben. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,2 % im Plus bei 966,4 Ct (328 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Mittwoch in Chicago um 0,6 % auf 324,5 USD/st (296 Euro/t) gefallen und bewegten sich auch am Donnerstag Nachmittag 0,4 % im Minus. Für Sojaöl haben die Preise am Mittwoch um 0,2 % auf 31,04 Ct/lb (625 Euro/t) nachgegeben und liegen am Donnerstag Nachmittag 0,7 % im Plus.
 
Euro stiegt weiter, Rohöl legt kräftig zu
Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar um 0,2 % an Wert gewonnen und notierte bei 1,0972 USD und liegt am Mittwoch Vormittag bei 1,0986 USD je Euro und damit 0,13 % im Plus. Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch (25.03) kräftig gestiegen und liegt auch am Donnerstag Nachmittag im Plus. Am US-Terminmarkt sind die WTI-Kurse für den Maitermin am Mittwoch um 3,6 % auf 49,21 USD je Barrel gestiegen. Im elektronischen Handel liegen die WTI-Preise am heutigen Donnerstag Nachmittag (MEZ) 2,1 % im Plus bei 50,24 USD je Barrel. Gleichzeitig stieg der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 2,5 % auf 56,48 USD je Barrel. Im elektronischen Handel am Donnerstag Nachmittag liegen die Brent-Preise 1,95 % im Plus bei 57,58 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Mittwoch um 2,5 % gefallen. Am Donnerstag Nachmittag bewegen sich die Gaspreise im elektronischen Handel seitwärts. Die Preise für Ethanol sind am Mittwoch am US-Terminmarkt um 0,13 % zurückgegangen und bewegen sich am Donnerstag Nachmittag um 0,7 % nach unten.
 
Neue Weizenernte fällt unter 190 Euro
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (25.03) weiter zurückgegangen. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen notierte bei 191,25 Euro und damit 1,25 Euro bzw. 0,65 % niedriger als am Vortag (192,50 Euro) und zudem nur noch knapp über der Marke von 190 Euro. Die neue Ernte (September) kostete am Ende des gestrigen Handelstages 189 Euro und damit 1,25 weniger als am Vortag (190,25 Euro) und auch weniger als 190 Euro. Außerdem sind die Preise für die neue Weizenernte (September) derzeit 2,25 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (203,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 12,50 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Weizen (Maikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit einem leichten Preisaufschlag von 0,50 Euro bei 191,75 Euro/t gehandelt und die neue Ernte kostet 189,25 Euro und damit 0,25 Euro mehr.
 
Maispreise nur mit leichten Korrekturen
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (25.03) ebenfalls zurückgegangen. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 162,0 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,45 % höher als am Vortag (162,75 Euro). Der Augustkontrakt notierte bei 168,0 Euro und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag (168,25 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 173,0 Euro und damit eben so viel wie am Vortag (173,0 Euro) sowie 11,0 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,25 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 33,25 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Mais (Junikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit 1,0 Euro höheren Preisen bei 163,0 Euro/t gehandelt, während die neue Ernte 173,75 Euro kostet und damit 0,75 Euro mehr als am Vortag.
 
Rapspreise fallen deutlich unter 370 Euro
Die Rapsreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (11.03) deutlich unter die Marke von 370 Euro gefallen. Der Maitermin beendete den Handel bei 366,0 Euro/t und damit 4,0 Euro bzw1,1 % % niedriger als am Vortag (370,0 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 353,50 Euro und damit 1,50 Euro weniger als am Vortag (355,0 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Abschlag von 1,50 Euro bei 356,50 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 12,50 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (370,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,75 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Raps (Maikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit 1,25 Euro höheren Preisen bei 367,25 Euro/t gehandelt und die neue Ernte kostet 355,25 Euro und damit 1,75 Euro mehr.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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