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Börsentelegramm

Ölsaaten im Plus und Weizen behauptet, Rohöl im freien Fall

von , am
07.01.2015

Gewinner des Tages waren eindeutig die Sojabohnen, was auch in Europa zu einem weiteren kräftigen Preisanstieg bei Raps sorgte.

© agrar-press
 
Der zweite Handelstag (Dienstag) der ersten Januarwoche brachte zumindest bei den wichtigsten Agrarprodukten in den USA deutlich weniger Preisveränderungen als der Wochenbeginn. Gewinner des Tages waren eindeutig die Sojabohnen, was auch in Europa zu einem weiteren kräftigen Preisanstieg bei Raps führte. Weizen und Mais hielten indessen sowohl in Europa als auch in den USA im Wesentlichen das Vortagsniveau. Im Laufe der Woche dürften die Analysten indessen mit ihren Schätzungen zum neuen USDA-Report am kommenden Montag rausrücken. Deshalb könnte es an den Märkten in den nächsten Tagen zu spürbaren Anpassungsreaktionen an den Börsen kommen, denn der Januar-Report des USDA bringt üblicherweise noch einmal eine ganze Reihe von neuen Daten und Veränderungen, die den Markt noch eine ganze Weile beschäftigen könnten.
 
Am Dienstag (06.01) legten die Terminmarktpreise für den Chicago-Weizen um 0,5 % auf 591,6 Ct je Buschel zu. Gleichzeitig hat der US-Mais für den Märztermin am Dienstag (06.01) um 0,3 % auf 405 Ct je Buschel nachgegeben und hält sich damit weiterhin über der technisch und psychologisch wichtigen 400 Ct-Marke. Die Sojabohne hat sich am 06. Januar hingegeben nochmals um 1,0 % auf 1055,6 Ct je Buschel verteuert. Am heutigen Mittwoch (07. Januar) starten die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel in Chicago für Weizen und den Mais erneut ganz leicht im Minus und liegen auch für Soja im elektronischen vorbörslichen Handel im roten Bereich.
 
Ölpreise und Euro im freien Fall
Der Rohölpreis (WTI) ist am Dienstag im (06.01) noch weiter gefallen und hat sich damit weiter von der 50 USD-Marke entfernt. Am US-Terminmarkt gaben die Kurse für den Februartermin am Dienstag (06.01) um weitere 4,2 % auf nur noch 47,6 USD je Barrel nach und fielen damit auf den tiefsten Stand seit 2009. Im elektronischen vorbörslichen Handel geben die Preise am Mittwoch Vormittag nochmals 2,3 % auf 46,85 USD je Barrel nach. Gleichzeitig fiel der Preis für das Nordseeöl Brent am 06. Januar um 3,8 % auf 51,1 USD und im elektronischen vorbörslichen Handel am Mittwoch rutschen die Preise sogar unter die Marke von 50 USD.
 
Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben infolge des aktuellen Kälteeinbruchs in den USA am Dienstag (06.01) um 1,9 % zugelegt und liegen auch am Mittwoch Vormittag (07.01) leicht im Plus. Der Euro hat gegenüber dem Dollar nochmals an Wert verloren und gab am 06. Januar um 0,2 % nach und notiert nur noch 1,192 USD und damit auf dem tiefsten Stand seit Februar 2006. Am Mittwoch Vormittag (07.01) bewegt sich der Eurokurs weiter nach unten und liegt nur noch bei 1,187 USD/Euro.
 
Weizenpreise behaupten sich
Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt haben sich am Dienstag (06.01) ihr Niveau behauptet. Am Dienstag (06.01.) ging der Märzkontrakt für den Weizen europäischen Terminmarkt mit 202,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag blieben Preise damit unverändert. Für die hinteren Termine war die Entwicklung ähnlich. Der Maikontrakt notierte am 06. Januar ebenfalls bei 202,75 und unverändert und die nächste Ernte (September) kostete 198,50 Euro und damit 0,25 Euro weniger als am Vortag. Am heutigen Mittwoch (07. Januar) starten die Weizenpreise in Chicago mit einem Minus 0,1 % und damit ohne eine deutliche Vorgabe für den europäischen Markt.
 
Maispreise etwas höher
Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise am Dienstag (06.01) weiter gestiegen. Am Dienstag (06.01) kostete der Mais für den Märzkontrakt am Terminmarkt in Paris 168,25 Euro/t und damit 1,50 Euro bzw. 0,9 % mehr als am Vortag (166,75 Euro). Der Junitermin notierte am Dienstag (06.01) bei 172,0 Euro und damit 1,50 Euro teurer als am Vortag (170,50) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 176 Euro und damit 1,50 Euro teurer als am Vortag (174,50 Euro). Die nächste Ernte (November) kostete 179,0 Euro und damit 1,25 Euro mehr als am Vortag (177,75 Euro). Am heutigen Mittwoch (06. Januar) starten die Preise in Chicago für Mais mit einem ganz leichten Minus von 0,1 % und ohne deutliche Vorgaben für den europäischen Markt.
 
Rapspreise weiter gestiegen
Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt am Dienstag (06.01) im Sog der Sojapreise weiter gestiegen. Am Dienstag (06.01.) beendete der Februartermin den Handel bei 358,50 Euro/t und damit 3,25 Euro bzw. 0,9 % höher als am Vortag (355,25 Euro). Der Maikontrakt wurde am Dienstag (06.01) mit 355,25 Euro notiert und damit 3,25 Euro teurer als am Vortag (352,0 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 348,75 Euro und damit 2,75 Euro mehr als am Vortag (348,75 Euro). Am heutigen Mittwoch (07. Januar) starten die Sojapreise in Chicago mit einem Minus von 0,1 % und damit fast unverändert und ohne Vorgaben für den europäischen Markt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter markt
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