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Börsentelegramm

Ölsaaten steigen, Mais und Weizen schwächer, Euro fällt

von , am
08.01.2015

Der dritte Handelstag (Mittwoch) der ersten Januarwoche setzte die Preise für Weizen und Mais an den internationalen Terminmärkten kräftig unter Druck, während sich die Ölsaaten gegen den Trend gut behaupten.

© tom - Fotolia.com
Der dritte Handelstag (Mittwoch) der ersten Januarwoche setzte die Preise für Weizen und Mais an den internationalen Terminmärkten kräftig unter Druck, während sich die Ölsaaten gegen den Trend gut behaupten oder zulegen konnten. Die Gründe für die Preisanpassungen war neben den aktuellen Analystenschätzungen im Vorfeld des neuen USDA-Reports am nächsten Montag auch die aktuellen Exportverkäufe der USA, die vor allem bei Weizen (151.000 t) und Mais (387.000 t) sehr mager ausfielen, während die Soja-Ausfuhren (910.600 t) unverändert hoch waren. Gewinner des Tages war deshalb erneut die Sojabohnen und in Europa der Raps. Weizen und Mais mussten indessen sowohl in Europa als auch in den USA deutliche Verluste verkraften.
 
Am Mittwoch (07.01) gaben die Terminmarktpreise für den Chicago-Weizen um 2,1 % auf 579,4 Ct je Buschel nach. Gleichzeitig hat der Mais für den Märztermin am Mittwoch (07.01) um 2,2 % auf 396,2 Ct je Buschel nachgegeben und rutschte damit unter die der technisch und psychologisch wichtige 400 Ct-Marke. Die Sojabohne hat sich am 07. Januar hingegeben mit 1056,2 Ct je Buschel auf dem bisherigen Niveau behauptet. Am heutigen Donnerstag (08. Januar) starten die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel in Chicago für Weizen leicht im Minus und für den Mais ganz leicht im Plus und auch für Soja liegen die Kurse im elektronischen vorbörslichen Handel im grünen Bereich.
 
Ölpreise etwas erholt, Euro fällt weiter
Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch im (07.01) erstmals seit langem wieder etwas gestiegen. Am US-Terminmarkt legten die Kurse für den Februartermin am Mittwoch (07.01) um 1,5 % auf 48,65 USD je Barrel zu. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am Donnerstag Mittag bei 49,03 USD je Barrel und damit 0,8 % im Plus. Gleichzeitig blieb der Preis für das Nordseeöl Brent Mittwoch mit 51,15 USD fast unverändert und im elektronischen vorbörslichen Handel am Donnerstag liegen die Preise bei 51,5 USD und damit 0,8 % im Plus.
 
Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Mittwoch (07.01) um 2,3 % nachgegeben und liegen auch am Donnerstag Mittag 1,6 % im Minus. Der Euro hat gegenüber dem Dollar weiter an Wert verloren und am Mittwoch um 0,54 % nachgegeben und notiert nur noch 1,186 USD und damit auf dem tiefsten Stand seit  2006. Am Donnerstag Mittag (08.01) bewegt sich der Eurokurs weiter nach unten und liegt nur noch bei 1,179 USD/Euro.
 
Weizenpreise halte sich über 200 Euro
Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt haben sich am Mittwoch (07.01) kräftig nachgegeben jedoch jedoch knapp über 200 Euro behauptet. Am Mittwoch ging der Märzkontrakt für den Weizen europäischen Terminmarkt mit 200,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag waren die Preise damit 1,2 % oder 2,50 Euro niedriger. Für die hinteren Termine war der Rückgang etwas geringer.
 
Der Maikontrakt notierte am Mittwoch bei 201,75 Euro und damit 1,0 Euro preiswerter als am Vortag (202,75) und die nächste Ernte (September) kostete 196,75 weniger und damit 1,75 Euro weniger als am Vortag (198,50). Am heutigen Donnerstag starten die Weizenpreise in Chicago mit einem Minus 0,6 % und liegen am europäischen Terminmarkt (März) bei 200 Euro und damit 0,25 Euro im Minus.
 
Maispreise kommen unter Druck
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise am Mittwoch (07.01) infolge der fallenden US-Maispreise kräftig nachgegeben. Am Mittwoch kostete der Mais für den Märzkontrakt am Terminmarkt in Paris 164,50 Euro/t und damit 3,75 Euro bzw. 2,2 % weniger als am Vortag (168,25 Euro). Der Junitermin notierte am Mittwoch bei 168,25 Euro und damit 3,75 Euro billiger als am Vortag (172,0) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 173,50 Euro und damit 2,5 Euro billiger als am Vortag (176,0 Euro).
 
Die nächste Ernte (November) kostete 175,0 Euro und damit 4,0 Euro weniger als am Vortag (179,0 Euro). Am heutigen Donnerstag starten die Preise in Chicago für Mais mit einem ganz leichten Minus und liegen am europäischen Terminmarkt (März) bei 164,0 Euro und damit 0,5 Euro im Minus.
 
Rapspreise jetzt über 360 Euro
Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (07.01) mit Unterstützung der Sojapreise weiter gestiegen. Am Mittwoch beendete der Februartermin den Handel bei 360,25 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 0,5 % höher als am Vortag (358,50 Euro). Der Maikontrakt wurde am Mittwoch mit 357,0 Euro notiert und 1,75 Euro teurer als am Vortag (355,25 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 354,0 Euro und damit 2,50 Euro mehr als am Vortag (351,50 Euro). Am heutigen Donnerstag (08. Januar) starten die Sojapreise in Chicago mit einem Plus von 0,4 % und und die Rapspreise liegen am europäischen Terminmarkt (Februar) bei 362,0 Euro und damit 1,75 Euro im Plus.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt / agrarmanger
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