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Börsentelegramm

Ölsaatenpreise unter Druck, Weizen und Mais etwas schwächer

von , am
13.01.2015

An der CBoT haben sich für den Weizen alle Gewinne der Vortage wieder in Luft aufgelöst. © landpixel
 
Am Montag Abend gaben die Preise für Soja, Sojaschrot und Raps deutlich nach. Grund war die Daten aus dem neuen USDA-Report. Dort wurde die Erntemenge für die letzte US-Sojaernte nochmals nach oben gesetzt und für Brasilien korrigierte das USDA die erwartete Erntemenge ebenfalls nach oben. Die Rapspreise in Europa folgten dem Soja nach unten. Dagegen korrigierte das USDA die Aussaatfläche beim Winterweizen in den USA für die Ernte 2015 überraschend kräftig um 5 % nach unten und stützte damit die Weizenpreise. Allerdings ging es für die globale Erntemenge 2015 nochmals leicht nach oben und auch die US-Endbestände wurden wegen der relativ schwachen US-Exporte nach oben korrigiert.
 
Nochmals oben setzte das USDA zudem die Erwartungen an den europäischen Weizenexport. Insgesamt überwogen am Montag die bärischen Faktoren und die Weizenpreise gaben zunächst nach. Beim Mais setzte das USDA die US-Ernte und vor allem die US-Endbestände 2014/15 deutlich stärker nach unten als der Markt erwartet hatte und stützte damit die Maispreise. Am Rohölmarkt fielen die Preise erstmals seit 2009 unter die Marke von 45 USD/Barrel. Der Euro behaupte sich bei 1,185 USD. Am Dienstag Vormittag beginnt der elektronische vorbörsliche Handel für Soja, Mais, Weizen und Raps mit Preisaufschlägen.
 
Am Montag (12.01) gaben die Terminmarktpreise für den Weizen (März) in Chicago um 1,5 % auf 555,4 Ct je Buschel nach. Am Dienstag Vormittag liegen die Preise jedoch schon wieder 1,0 % im Plus. Gleichzeitig hat der Mais für den Märztermin am Montag um 0,4 % auf 402 Ct je Buschel zugelegt und hielt sich weiter über der technisch wichtigen 400 Ct-Marke. Am Dienstag Vormittag liegen die Maispreise sogar 0,8 % im Plus. Die Sojabohne hat sich am Montag kräftig um 3,4 % auf 1016 Ct je Buschel verloren liegen am Dienstag jedoch ebenfalls schon wieder 0,7 % im Plus. Sojaschrot gab am Montag Abend in Chicago um 2,3 % auf 341,2 USD/st nach und die Preis für Sojaöl gingen am Montag um 3,2 % zurück.
 
Ölpreise fallen unter 45 USD, Euro behauptet
Der Rohölpreis (WTI) ist am Montag (12.01) weiter gefallen. Am US-Terminmarkt gaben die Kurse für den Februartermin um 4,8 % auf 46,074 USD je Barrel nach. Im elektronischen vorbörslichen Handel fallen die Preise am heutigen Dienstag Vormittag um weitere 2,9 % auf 44,7 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Montag um 5,4 % auf 47,4 USD je Barrel nachgegeben und im elektronischen vorbörslichen Handel am Dienstag liegen die Preise nur noch bei 45,7 USD und damit 3,6 % im Minus. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Montag um 5,1 % eingebrochen, können sich aber am Dienstag im elektronischen vorbörslichen Handel aber um 2,8 % erholen. Die Preise für Ethanol legten am Montag am US-Terminmarkt um 0,8 % zu, liegen am Dienstag jedoch schon wieder 1,4 % im Minus und sind damit seit Mitte November um rund 18 % gefallen. Der Euro hat gegenüber dem Dollar am Montag behauptet und notierte unverändert bei 1,185 USD. Am Dienstag Vormittag (13.01) bewegt sich der Eurokurs jedoch wieder um 0,2 % nach unten und liegt bei 1,183 USD/Euro.
 
Weizenpreise geben etwas nach
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag (12.01) nachgegeben. Der Märzkontrakt für den Weizen ging mit 194,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Freitag (195,25 Euro) sind die Preise damit um 0,6 % oder 1,25 Euro zurückgegangen. Der Maikontrakt notierte am Montag bei 194,50 Euro und damit 1,75 Euro preiswerter als am Vortag (196,25 Euro) und die nächste Ernte (September) kostete 192,50 weniger und damit 1,25 Euro weniger als am Vortag (193,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (185,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 8,25 Euro höher. Am heutigen Dienstag starten die Weizenpreise in Chicago mit einem Plus von 0,9 % und dürften damit am europäischen Terminmarkt eher für feste Preise sorgen.
 
Maispreise etwas schwächer
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise am Montag (12.01) leicht nachgegeben. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris 162,50 Euro/t und damit 0,5 Euro bzw. 0,3 % weniger als am Vortag (162,0 Euro). Der Junitermin notierte am Montag bei 166,50 Euro und damit 0,75 Euro niedriger als am Vortag (167,25) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 171,0 Euro und damit 0,5 Euro billiger als am Vortag (171,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 172,25 Euro und damit 1,25 Euro weniger als am Vortag (173,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (176,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 13,50 Euro niedriger. Am heutigen Dienstag starten die Preise in Chicago für Mais mit einem Plus von 0,8 % und dürften damit auch am europäischen Markt die Maispreise stützten.
 
Rapspreise geben kräftig nach
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag (12.01) unter dem Druck der rückläufigen Sojapreise kräftig nachgegeben. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel am Montag bei 355,75 Euro/t und damit 5,50 Euro bzw. 1,5 % niedriger als am Vortag (361,25 Euro). Der Maikontrakt wurde am Montag mit 355,0 Euro notiert und damit 4,50 Euro niedriger als am Vortag (359,50 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 351,75 Euro und damit 4,75 Euro weniger als am Vortag (356,5 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (351,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro höher. Am heutigen Dienstag starten die Sojapreise in Chicago mit einem Plus von 0,5 %, so dass auch die Rapspreise am europäischen Terminmarkt stabil oder etwas fester notieren dürften.
 
Dr. Olaf Zinke
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