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Börsentelegramm

Positiv gestimmte Agrarmärkte

von , am
22.08.2014

Am gestrigen Handelstag ging es für fast alle Agrarrohstoffe aufwärts.

© Mühlhausen/landpixel
Am gestrigen Handelstag ging es für fast alle Agrarrohstoffe aufwärts. Die europäische Börse in Paris hing dabei weitestgehend im Schlepptau der Amerikaner die für ihren Weizen eine Bodenbildung und für die altererntige Sojabohne Steigerungspotenzial sahen. Neuigkeiten kamen gestern von Statistik Canada, deren Zahlen durchaus leicht bullischen Charakter besaßen. Allerdings bedeutet das für die Kanadier eher die Rückkehr zur Normalität, denn die letzte Rekordernte war außergewöhnlich hoch und aufgrund dessen sind noch ausreichend Vorräte für den Export vorhanden. Aus England wird von einem guten Erntefortschritt, hohen Erträgen bei durchweg guten Qualitäten berichtet. Heute Morgen signalisiert die elektronische Börse einen durchweg positiven Start.
 
Weizen legt zu
Aufgrund der extremen Regenfälle im Frühjahr erwartet Statistik Canada nur noch 27,7 Mio. t Weizen in der kommenden kanadische Ernte und liegt damit nicht ganz unerheblich unter den von den Analysten allgemein erwarteten 28,5 Mio. Im letzten Rekordjahr waren 37,5 Mio.t vom Feld geholt worden. Gemeinsam mit guten Exporterwartungen für die Zukunft reichte das den Händlern in Chicago um den Weizen wieder preislich auf Nordkurs zu schicken. Der Septemberkontrakt legt 7,25 US ct zu und settelt bei 546,25 US ct/bu. Der Dezemberkontrakt schafft immerhin noch 5,50 US ct und beendet den Tag bei 555,50 US ct/bu. In Paris konnte man sich nur bedingt der guten Stimmung anschließen. Hier standen die Rekordmeldungen aus Rußland und der Ukraine mit ihren guten Erträgen sowie den umfangreichen Exporten im Vordergrund. Der Novembertermin gewinnt minimale 25 Cent auf 171,50 €/t
 
Alterntige Sojabohne gefragt
Die extrem knappe Versorgung am Kassamarkt ist weiter der Hauptpreistreiber am Sojamarkt. Die alterntige Septemberbohne bleibt in ihrem Aufwärtstrend und steigt um 16,50 US ct auf 1136,25 US ct/bu. Sojaschrot kann für den gleichen Termin ein Plus von 11,20 US $ oder 2,8 % auf 413,80 US $/t verbuchen. Die neuerntige Dezemberbohne bekommt kaum etwas von der bullischen Stimmung ab. Ihr gelang nur ein minimales Plus von 0,25 US ct auf 1038,25 US ct/bu. Zur positiven Stimmung trugen auch die mit 1,4 Mio. t gemeldeten Exporte der vergangenen Woche bei.Die Bestände haben weiter hervorragende Bedingungen, so das da kurzfristig für Bohnen aus der neuen Ernte nicht mit großen Überraschungen zu rechnen ist, auch wenn es mittlerweile einige Zweifler der optimistischen USDA-Zahlen gibt.
 
Mais leicht im Plus
Auch der Maismarkt zeigt Stabilisierungstendenzen. Bei der Erntebereisung in den USA gab es keine besonderen Überraschungen, aber die Bären hielten ihr Werk vorerst für beendet, denn auch beim Mais gibt es eine zunehmende Zahl von Zweiflern ob der erwarteten Rekorderträg. Der Septemberkontrakt schafft 2,75 US ct auf 362,25 US ct/bu, und der Dezembermais ganze 1,50 US ct auf 369 US ct/bu. In Paris legt der Novemberkontrakt 50 Cent auf 153,25 €/t zu.
 
Fester Rapsmarkt
Der Rapsmarkt an der Matif war gestern fest gestimmt. Der Novemberkontrakt legt 2,75 € auf 323,50 €/t zu. Canola in Winnipeg muss hingegen Verlust von fast 1,1 % auf 419,60 CaD hinnehmen. Obwohl die Händler nicht mit so einem starken Rückgang der erwarteten Erntemenge gerechnet. Statistik Canada senkte hier die Prognosen aufgrund der geringeren Anbaufläche und der ungünstigen Bedingungen hauptsächlich in Saskatchewan um fast 23 % auf 13,9 Mio. t
 
Dieter Jendrziak
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