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Börsentelegramm

Preisdruck hält an

von , am
04.06.2014

© landpixel
Auch am gestrigen Dienstag gab es nichts zu holen auf den Agrarmärkten. Ausgehend von der Börse in Chicago setzt sich der Preisdruck fort. Die Sommerweizenaussaat in Kanada und den USA kommt sehr gut voran und die jungen Maispflanzen sind überwiegend in sehr guten Zustand. Da fehlen den Bullen jegliche Argumente.
 
Heute Morgen deutet sich durch die elektronische Nachtbörse in den USA ein lange nicht gesehener positiver Handelsstart für alle wichtigen Agrarrohstoffe an.

Weizen wartet noch auf Bodenbildung

In Paris konnte der Novemberkontrakt auch die 190 er Marke nicht halten. Er verliert 75 Cent, settelt bei 189,75 €/t und markiert damit ein neues 8 Monatstief. Der meist gute Zustand der europäischen Saaten gibt den Bullen derzeit keinerlei Argumente.
 
Der überwiegende Teil des Preisdrucks geht allerdings von der amerikanischen Börse in Chicago aus. Hier fällt der Juliweizen zum 18 mal in 19 Sitzungen und beendet den Tag 1,3 % niedriger bei 612,50 US ct/bu. Der Dezemberweizen verliert in gleicher Größenordnung und settelt bei 645,25 US ct/bu. Die Gründe dafür sind schnell gefunden, denn für die globale Versorgung lassen sich auf Sicht keinerlei Versorgungsengpässe ausmachen. Die Sommerweizen Aussaat in Kanada sowie in den nördlichen Plains kommt überwiegen sehr gut voran, und auch die jungen Maispflanzen präsentieren sich in einem hervorragenden Zustand.
 
Das Chinesische Landwirtschaftsministerium vermeldet für die anlaufende Weizenernte Rekorderwartungen, und die sich in Russland anbahnende Trockenheit soll durch Regenfälle zum Wochenende und in der kommenden Woche abgemildert werden.

Mais in Top Zustand

Auch der US Mais muss erneut kräftig Federn lassen. Die Aussaat ist nahezu beendet und die jungen Pflanzen wurden zu 76 % in die Klasse „good or excellent“ eingestuft. Ein Wert der zuletzt vor 20 Jahren erreicht wurde, und die Rekorderwartungen stützt. Da bleibt fast nur noch die kritische Bestäubungsphase, die den Farmern und den Statistikern noch ein Strich durch die Rechnung machen könnte. Kurzfristig sind die angeküdigten Wetteraussichten mit leichten Regenfällen ideal.
 
Der Julikontrakt musste dann auch 1,6 % auf 458,25 US ct/bu abgeben. Der neuerntige Dezembermais kam etwas besser weg und beendete den Tag um 0,9 % niedriger bei 454,25 US ct/bu. In Paris schloss der Junimais mit einer Nullnummer bei 171,25 €/t, während die Folgemonate leicht nachgaben.

Soja verliert weiter

Auch auf den Ölsaatenmärkten hält der Preisdruck an. Der Julikontrakt an dem CBoT verliert 1,6 % auf 1481,25 US ct/bu. Die neuerntige Novemberbohne notiert mit 1221,75 US ct/bu zwar deutlich niedriger musste aber nur einen Verlust von 0,6 % vermelden. Die Bären behalten weiter die Oberhand, denn die Aussaat der Bohne ist zu 78 % beendet und es gibt keinerlei Problem für die Ölsaaten.

Raps zieht mit

Auch für den Raps gab es keinerlei bullische Argumente, und so verlor der Augustkontrakt 3 € auf 345 €/t. Die Folgemonate schlossen sich an, wenn auch mit etwas kleineren Verlusten. In Canada kann lediglich der Frontmonat Juli ein leichtes Plus von 0,15 % auf 453,90 CaD vermelden. Die Folgemonate geben ca. ein halbes Prozent nach.





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