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Börsentelegramm

Preisdruck an der Matif geht weiter

von , am
17.04.2015

Am gestrigen Handelstag beherrschten erneut die roten Zahlen das Geschehen in Paris.

Nach dem USDA-Report starteten die euopäischen Weizenpreise mit 179 Euro je Tonne in die neue Woche. © Leonhardo Franko/fotolia
 
Am gestrigen Handelstag beherrschten erneut die roten Zahlen das Geschehen in Paris. In Chicago hingegen zeigte man sich deutlich besser gelaunt, auch wenn die Gewinne überwiegend bescheiden ausfielen, aber nach der schwachen Woche zumindest ein Hoffnungsschimmer. Heute Morgen sind die Vorzeichen am CBoT zunächst durchweg rot.
 
Matif Weizen weiter im Rückwärtsgang
Das Wetter in den südlichen Plains der USA ist weiter das Hauptthema am Weizenmarkt. Weitere ergiebige Niederschläge sollen folgen und die Bedingungen für die von Trockenheit geplagten Pflanzen verbessern. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer erneut großen Ernte. Die wöchentlichen US- Exporte wurde mit 47.900 t gemeldet, und enttäuschten auf der ganzen Linie, zumal es den schwächste Wert in diesem Wirtschaftsjahr darstellt. Da waren auch die akzeptablen Meldung über 112.500 t Export für die nächste Saison kein Trost, denn die Amerikaner sehen weiter große Schwächen in ihrer Exportfähigkeit. Die Nachfrage am Weltmarkt ist zwar da, aber aufgrund der Währungsdifferenzen haben die Europäer die besseren Karten.
 
Der US Weizen am CBot schafft es gestern nach dem dreitägigen Rückgang trotz der bärischen Bedingung den Tag im positiven Bereich zu beenden. Der Maikontrakt legt 0,8 % auf 4,9450 US $ / bu zu. In Paris hingegen behalten die Bären trotz weiter guter Exportmeldungen die Oberhand, da sie offensichtlich noch Nachholbedarf sehen, und mit dem Kursrückgang die charttechnische Unterstützung bei 185 Euro /t weggebrochen ist. Der Maikontrakt verliert 2 Euro oder 1,1 % auf 183,25 Euro /t und hat damit seine 200 Tage Linie nach unten durchbrochen, und fällt auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Die neue Ernte kommt nur geringfügig besser weg und settelt mit einem Minus von 0,9 % bei 184,50 Euro / t
 
EU-Mais mit Verlusten
Der Maismarkt richtet den Fokus weiter auf die Aussaat in den USA. Die Bedingungen sind Regen bedingt alles andere als optimal, und geben dem Markt einige Unterstützung. Die Exportleistung er vereinigten Staaten waren ebenfalls im grünen Bereich, und so beendete der Maimais den Tag mit minimalen Gewinnen bei 3,7625 US $ / bu. IN Paris hingegen sah man sich genötigt Gewinne mitzunehmen, und so settelte der Junimais mit Verlusten von 1,50 Euro oder 0,9 % bei 164 Euro / t.
 
Soja mit minimalen Gewinnen
Die Maibohne kann zum Handelsschluss zulegen und settelt mit einem minimalen Gewinn von 0,1 % bei 9,66 US $ / bu. Die wöchentlichen Exportzahlen wurden mit 312.600 t gemeldet, was erheblich über den Erwartungen lag, während die Zahlen für nächste Saison mit 226.000 t eher enttäuschten. Leicht belastend wirkte auch die schleppende Maisaussaat, denn die ungünstige Witterung könnte die Farmer dazu veranlassen ihre Anbauplanung zu ändern, da das Zeitfenster für die Sojabohnenaussaat länger ist.
 
Raps leidet unter Gewinnmitnahmen
Der Raps musste gestern wieder Gewinne abgeben. Gewinnmitnahmen aufgrund des stärkeren Euro´s dürften hier der Hauptgrund gewesen sein. Der Maikontrakt verliert 3,50 Euro oder 0,9 % und settelt bei 371,50 Euro /t. Der neuertige August kommt mit einem Minus von 0,6 % auf 359 Euro / t etwas glimpflicher davon. Canola in Kanada gerät unter kräftigen Preisdruck. Gute Aussaatbedingungen und eine vermutete große Aussaatfläche schickten die Notierungen gen Süden. Der Maikontrakt verliert fast 3 % und beendet den Tag bei 441,10 Ca $ / t.
 
Dieter Jendrziak
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