Login
Börsentelegramm

Preiserholung am Mittwoch, Korrektur am Donnerstag?

von , am
24.09.2015

Am gestrigen Mittwoch haben die Weizenpreise an den Terminmärkten in Europa und den USA einen sehr kräftigen Sprung nach oben gemacht.

Börse.jpg
© Torbz/fotolia.de
 
Am gestrigen Mittwoch haben die Weizenpreise an den Terminmärkten in Europa und den USA einen sehr kräftigen Sprung nach oben gemacht. Auslöser waren vor allem die wachsenden Befürchtungen über trockenheitsbedingte Verluste bei den Aussaatflächen von Winterweizen in Russland und der Ukraine. Auch die Maispreise sind am Mittwoch auf beiden Seiten des Atlantiks gestiegen. Hier spielte unter anderem der Rückgang der Maisfläche in Südamerika als Folge der derzeit erwarteten Expansion des Sojaanbaus eine Rolle. Gleichzeitig schloss die Sojabohne den Handel ganz leicht im Plus und der Raps legte in Europa etwas stärker zu.
 
Am Donnerstag startet der Chicago-Weizen mit leichten Preisabschlägen in den Handel und in Europa geben die Weizenpreise ebenfalls nach. Die Preise für US-Mais liegen am Donnerstag zunächst ebenfalls im Minus und in Europa bewegen sich die Maispreise seitwärts. Die Sojapreise beginnen den Handel am Donnerstag mit leicht steigenden Preisen, während der Raps ganz leicht nachgibt und die Canolapreise in Kanada mit den Sojabohnen zulegen.
 
Der Euro kann am Mittwoch gegenüber den USD 0,7 % zulegen und stiegt auf 1,1222 USD. Das Rohöl WTI wurde am Mittwoch mit 44,48 USD je Barrel gehandelt und damit sehr deutlich um 4,1 % niedriger als am Vortag (46,36 USD).
 
EU: Weizenpreise am Mittwoch bei 175 Euro
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 174,75 Euro/t aus dem Handel und damit nur knapp unter der Marke von 175 Euro. Im Vergleich zum Vortag (171,50 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 1,9 % bzw. 3,25 Euro zugelegt.
 
Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Mittwoch mit 183,0 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag (179,50 Euro) haben die Märzpreise damit um 3,50 Euro zugelegt. Das Preisniveau der Vorwoche (168,25 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 6,50 Euro übertroffen. Das Kursniveau vom vorigen Jahr (159,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 15,25 Euro bzw. 9,6 %.
 
{BILD:644068:png} 
Am heutigen Donnerstag Nachmittag (14:30) wird der vordere Weizenkontrakt am europäischen Terminmarkt zu nachgebenden Preisen gehandelt. Der Dezember-Weizen liegt 1,0 Euro im Minus und notiert bei 173,75 Euro. Der März-Weizen gibt um 0,50 Euro nach und liegt bei 182,50 Euro.
 
EU: Maispreise am Mittwoch etwas höher
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch ebenfalls gestiegen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel am Mittwoch bei 162,50 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % höher als am Vortag (161,25 Euro).
 
Der Januarkontrakt notierte bei 171,75 Euro und damit 1,25 Euro höher als am Vortag (170,50 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (164,75 Euro) wurde vom November-Mais um 2,25 Euro verfehlt. Die Maispreise vom Vorjahr (142,75 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 19,75 Euro bzw. 8,5 % übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag wird der vordere Maiskontrakt am europäischen Terminmarkt zu unveränderten Preisen gehandelt. Der November-Mais notiert wie am Vortag bei 162,50 Euro. Der Januarkontrakt notiert hingegen 0,50 Euro niedriger als am Vortag bei 171,25 Euro/t.
 
{BILD:644070:png} 
EU: Rapspreise pendeln hin und her
Die Rapspreise haben am Mittwoch am europäischen Terminmarkt zugelegt. Der Novemberkontrakt wurde mit 365,0 Euro gehandelt und damit zu 1,50 Euro höheren Preisen als am Vortag (363,50 Euro).
 
Der Februarkontrakt notierte bei 363,75 Euro und damit 2,0 Euro höher als am Vortag (361,75). Das Preisniveau der Vorwoche (366,75 Euro) wurde vom November-Raps um 1,75 Euro verfehlt. Im Vergleich zum Vorjahr (322,75 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 42,25 Euro bzw. 13,0 % höher.
 
Am Donnerstag rutschen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt zunächst wieder leicht ins Minus. Der November-Raps geht um 0,50 Euro zurück und notiert bei 364,50 Euro. Der Februar-Kontrakt notiert 0,75 Euro niedriger bei 363,0 Euro
 
USA: Weizenpreise machen Sprung nach oben
Am Mittwoch (23.09) haben die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago kräftig zugelegt. Der Dezember-Termin beendete den Handel 2,4 % höher bei 507,4 Cent je Buschel (166,17 Euro/t) und damit deutlich über der 500-Cent-Marke. Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte ebenfalls 2,4 % höher bei 515 Cent je Buschel (168,9 Euro/t).
 
Das Preisniveau der Vorwoche (488,2 Cent je Buschel) übertraf der Dezember-Weizen am Mittwoch um 3,9 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (516 Cent ) verfehlen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago jedoch um etwa 1,7 %.
 
Am Donnerstag Nachmittag beginnen die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago den Handel 0,6 % im Minus bei 504,2 Cent je Buschel (165,3 Euro/t).
 
{BILD:644071:png} 
USA: Maispreise erholen sich nur leicht
Die Maispreise sind am Dienstag am Terminmarkt in Chicago ebenfalls moderat gestiegen. Der Dezemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,7 % höher bei 383,2 Cent je Buschel (134,5 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 1,0 % niedriger bei 392,2 Cent je Buschel (138,7 Euro/t).
 
Das Preisniveau der Vorwoche (386 Cent) verfehlt der Dezember-Mais um 0,7 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (326 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 17,5 % übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,7 % schwächer bei 380,6 Cent je Buschel (133,5 Euro/t) in den Handel.
 
USA: Sojapreise kaum verändert
Die Preise für Sojabohnen haben am Dienstag am Terminmarkt in Chicago ganz leicht zugelegt bzw. sich behauptet. Der vordere Novemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,2 % höher bei 863,6 Cent je Buschel (283,1 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel 0,2 % höher bei 868,2 Cent je Buschel (284,7 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (887,2 Cent je Buschel) verfehlt der November-Kontrakt um 2,7 %. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (976 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 13,5 % verfehlt.
 
Am Donnerstag Nachmittag liegen die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) zunächst unverändert bei 863,6 Cent je Buschel (283,1 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
Auch interessant