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Börsentelegramm

Preiskorrektur bei Weizen, Ölsaaten und Mais schwächer

von , am
26.02.2015

Zur Wochenmitte gaben die Getreide und Ölsaatenpreise auf beiden Seiten des Atlantiks nach.

© tom - Fotolia.com
 
Zur Wochenmitte gaben die Weizenpreise auf beiden Seiten des Atlantiks nach. Vor allem in den USA gingen  die Preise nach moderaten Regenfällen in den südlichen Weizenanbaugebieten (südliche Plains) zurück und rutschten in Chicago sogar unter die Marke von 500 Ct je Buschel (162 Euro). Auch am Donnerstag beginnt der Handel für den Weizen in Europa mit roten Vorzeichen und in den USA seitwärts. Etwas moderater als beim Weizen waren die Preisabschläge am Mittwoch bei Sojabohnen und Sojaschrot sowie beim Mais in den USA und in Europa. Die Rapspreise gaben am europäischen Terminmarkt mit den Sojapreisen nach und auch Canola und Futtergerste rutschten am kanadischen Terminmarkt kräftig nach unten . Höhere Preise gab es an den Terminmärkten am Mittwoch lediglich bei Sojaöl. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) lagen die Preise für Sojabohnen und Sojaschrot deutlich sowie für Mais in den USA moderat im Plus. Auch Canola kann sich in Kanada erholen. In Europa liegen die Preise für Weizen, Mais am Donnerstag Nachmittag leicht im Minus und für raps leicht im Plus.
 
USA: Druck beim Weizen, Soja und Mais schwächer
Am Mittwoch (25.02) sind die Weizenpreise (März) am Terminmarkt in Chicago um 1,6 % auf 497,6 Ct je Buschel (161 Euro/t) gefallen und  sind für Hard Red Winter-Weizen um 1,4 % auf 528,2 US/t (170,8 Euro) zurückgegangen. Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel ganz leicht Minus bei 497,2 Ct je Buschel (160,9 Euro). Gleichzeitig hat der Mais in den USA für den Märztermin am Mittwoch um 0,5 % auf 375,6 Ct je Buschel (130,2 Euro/t) nachgegeben. Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel 0,9 % im Plus bei 379,2 Ct je Buschel (131,7 Euro). Die Sojabohne hat am Mittwoch um 0,8 % auf 1007,6 Ct je Buschel (325,9 Euro/t) verloren. Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Sojapreise allerdings schon wieder 0,7 % im Plus bei 1014,4 Ct (328,3 Euro). Für Sojaschrot sind die Preise am Mittwoch in Chicago um 1,8 % auf 350,5 USD/st (340 Euro/t) gefallen, notierten am Donnerstag Mittag jedoch wieder 0,6 % im Plus. Für Sojaöl haben die Preise am Mittwoch um 0,9 % auf 31,71 Ct/lb (615 Euro/t) zugelegt und liegen am Donnerstag erneut 0,6 % im Plus.
 
Ethanol verliert weiter, Euro wenig verändert
Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch (25.02) das erste Mal seit fünf Tagen wieder kräftig gestiegen, liegt am Donnerstag Mittag jedoch wieder im Minus. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für den Märztermin am Mittwoch um 3,5 % auf 50,99 USD je Barrel zu. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Donnerstag Mittag (MEZ) 1,8 % im Minus bei 50,09 USD je Barrel. Gleichzeitig stieg der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 5,1 % auf 61,63 USD je Barrel. Im elektronischen Handel am Donnerstag liegen die Brent-Preise 0,2% im Minus bei 61,48 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Mittwoch den dritten Tag in Folge um 0,9 % nachgegeben. Am Donnerstag Mittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel erneut 1,7 % im Minus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Dienstag am US-Terminmarkt den dritten Tag in Folge um 1,9 % gefallen und liegen am Donnerstag Mittag erneut 0,6 % im Minus. Der Euro hat sich am Mittwoch gegenüber dem Dollar behauptet und notierte bei 1,1362 USD und liegt am Donnerstag Mittag bei 1,1320 USD je Euro rund 0,4 % im Minus.
 
Weizenpreise fallen unter 185 Euro
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (25.02) nachgegeben. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 184,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (185,75 Euro) haben die Preise damit 0,7 % oder 1,25 Euro nachgegeben. Der Maikontrakt notierte bei 185,25 Euro und damit 1,50 Euro niedriger als am Vortag (186,75 Euro) und die neue Ernte (September) kostete 184,0 Euro und damit 0,50 Euro weniger als am Vortag (184,50 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) derzeit 0,5 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (190,50 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,0 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Weizenpreise dann im März und im April (wegen des starken Exports) bis auf 209 Euro gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag wird der Weizen (März) am europäischen Terminmarkt mit einem leichten Abschlag von 0,25 Euro bei 184,25 Euro/t gehandelt.
 
Maispreise rutschen langsam nach unten
Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (25.02) erneut leicht nachgegeben. Der Märzkontrakt beendete den Handel mit 148,75 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (148,75 Euro) und außerdem unter der Marke von 149 Euro. Der Junitermin notierte bei 156,25 Euro und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag (157,50 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 161,50 Euro und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag (162,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 167,0 Euro und damit 0,75 Euro weniger als am Vortag (167,75 Euro) sowie 18,25 Euro mehr als der aktuelle März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (185,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 36,25 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Maispreise im März und im April bis etwa 195 Euro gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag wird der Mais (März) am europäischen Terminmarkt zu unveränderten Preisen bei 148,75 Euro/t gehandelt.
 
Rapspreise könne sich nicht über 360 Euro halten
Die Rapsreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (25.02) mit den nachgebenden Sojapreisen zurückgegangen. Der Maitermin beendete den Handel bei 359,50 Euro/t und damit 2,25 Euro bzw. 0,6 % % niedriger als am Vortag (361,75 Euro) und außerdem wieder unter der Marke von 360 Euro. Die neue Ernte (August) kostete 353,75 Euro und damit 2,25 Euro weniger als am Vortag (351,25 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Abschlag von 1,50 Euro bei 357,25 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 5,75 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (369,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 9,75 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Rapspreise im März und im April über 370 Euro gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag wird der Raps (Mai) am europäischen Terminmarkt 0,25 Euro höher mit 359,75 Euro/t gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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