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Börsentelegramm

Preiskorrekturen bei Weizen, Mais und Soja

von , am
19.02.2015

Mit Preisabschlägen für Weizen, Mais und Soja endet der Handel am Mittwoch in den USA. Auch in Europa stand der Weizen unter Druck.

© Mühlhausen/landpixel
 
Mit Preisabschlägen für Weizen, Mais und Soja endet der Handel am Mittwoch in den USA. Auch in Europa stand der Weizen unter Druck, während die Notierungen für Raps und Mais sich an den europäischen Terminmärkten einigermaßen behaupteten. Auslöser für den jüngsten Preisdruck beim Weizen war eine am Mittwoch (preisbedingt) abgebrochene Exportausschreibung des größten Weizen-Importeurs Ägypten für US-Weizen. Am heutigen Donnerstag startet der elektronische Handel in den USA mit etwas schwächeren Preisen beim Weizen und beim Mais und festen Kursen bei Soja. In Europa beginnt der Handel beim Weizen ebenso wie beim Mais und beim Raps am Donnerstag mit einer Seitwärtsbewegung der Preise. Neue Daten (und Impulse) für die Märkte dürfte jedoch dass aktuelle USDA-Outlookforum am Donnerstag und Freitag liefern. Dort werden Anbau, Produktions- und Exporterwartungen für die USA für die Ernte 2015 aktualisiert und zudem auch (neue) Preisprognosen abgegeben.
 
USA: Abschläge für Weizen, Mais und für Soja
Am Mittwoch (18.02) haben die Weizenpreise (März) am Terminmarkt in Chicago um 1,3 % auf 527,6 Ct je Buschel (170 Euro/t) nachgegeben. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Weizenpreise im elektronischen Handel 0,3 % im Minus bei 526 Ct je Buschel (170 Euro). Gleichzeitig hat der Mais in den USA für den Märztermin am Mittwoch um 1,5 % auf 383,6 Ct je Buschel (132 Euro/t) nachgegeben. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel 0,3 % im Minus bei 382,6 Ct je Buschel. Die Sojabohne ist am Mittwoch um 1,2 % auf 995,6 Ct je Buschel (321 Euro/t) zurückgegangen und ist damit auch wieder unter die 1000 Ct-Marke gefallen. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,3 % im Plus bei 999 Ct. Für Sojaschrot gaben die Preise am Mittwoch in Chicago um 1,1 % auf 338,6 USD/st (327 Euro/t) nach und notiert am Donnerstag Nachmittag wieder 1,1 % im Plus. Für Sojaöl haben die Preise am Mittwoch um 1,0 % auf 32,01 Ct/lb (619 Euro/t) nachgegeben und liegen auch am Donnerstag 0,8 % im Minus.
 
Ölpreise fallen wieder, Euro relativ stabil
Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch (18.02) wieder gefallen und liegt am Donnerstag noch deutlicher im Minus.. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Märztermin um 2,7 % auf 52,82 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel fallen die Preise am heutigen Donnerstag Nachmittag (MEZ) um 4,0 % auf 50,70 USD je Barrel. Gleichzeitig ist der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 3,2 % auf 60,53 USD je Barrel zurückgegangen. Im elektronischen Handel am Donnerstag liegen die Brent-Preise 2,7 % im Minus bei 58,88 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Mittwoch um 2,6 % zugelegt. Am Donnerstag Nachmittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel erneut 1,0 % im Plus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Mittwoch am US-Terminmarkt um 0,9 % gestiegen und liegen am Donnerstag Nachmittag wueder  0,8 % im Minus. Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar um 0,3 % nachgegeben und notierte bei 1,1384 USD und liegt am Donnerstag Nachmittag nahezu unverändert bei 1,1386 USD je Euro.
 
Weizenpreise etwas schwächer
Die Weizenpreise haben am Mittwoch in Europa nachgegeben, klettern aber im laufenden Handel am Donnerstag Nachmittag wieder nach oben. Der Märzkontrakt für den Weizen ging am Mittwoch (18.02) mit 185,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (188,00 Euro) haben die Preise damit 1,2 % oder 2,25 Euro verloren. Der Maikontrakt notierte bei 187,50 Euro und damit 2,0 Euro niedriger als am Vortag (189,50 Euro) und die neue Ernte (September) kostete 183,50 Euro und damit 1,50 Euro weniger als am Vortag (185,0 Euro). Gleichzeitig sind die Preise für die neue Weizenernte (September) derzeit 2,25 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (190,0 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Weizen (März) am europäischen Terminmarkt mit einem Aufschlag von 1,50 Euro bei 185,75 Euro/t gehandelt.
 
Maispreise behaupten sich weiter
Die Maispreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (18.02) für die vorderen Termin behauptet und für die hinteren Termine nachgegeben. Der Märzkontrakt beendete den Handel mit 152,75 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,2 % niedriger als am Vortag (153,0 Euro). Der Junitermin notierte bei 160,0 Euro und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag (161,25 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 163,50 Euro und damit 1,50 Euro niedriger als am Vortag (165 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 167,75 Euro und damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (167,50 Euro) sowie 15,0 Euro mehr als der aktuelle März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (182,75 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 30,0 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Mais (März) am europäischen Terminmarkt mit einem Aufschlag von 0,50 Euro bei 153,50 Euro/t gehandelt.
 
Rapspreise hält sich stabil
Die Rapsreise haben sich am Mittwoch trotz schwächerer Sojapreise behauptet. Der Maitermin beendete den Handel bei 357,25 Euro/t und damit 0,50 Euro höher als am Vortag (356,75 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 351,50 Euro und damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (351,25 Euro). Der Novembertermin wurde mit 354,25 Euro zu 0,50 Euro höheren Preisen gehandelt. Gleichzeitig kostet die neue Rapsernte (August) 5,75 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (365,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 7,75 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Raps (Mai) am europäischen Terminmarkt mit einem Aufschlag von 0,75 Euro bei 358,0 Euro/t gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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