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Börsentelegramm

Preisrallye bei Ölsaaten, höhere Weizen- und Maispreise

von , am
03.11.2014

© landpixel
 
Die Weizenpreise in Europa sind in der letzten Woche kräftig gestiegen und haben die Marke von 170 Euro nach oben überwunden. Auch in den USA und bei den anderen großen Exporteuren haben die Weizenpreise kräftig zugelegt. Der Hauptgrund für den Anstieg der europäischen Weizenpreise dürfte der anhaltend starke europäische Export sein. Trotz der fortgesetzten Qualitätsdiskussionen liegt die europäische Ausfuhrmenge sehr deutlich über den Rekordexporten aus dem Vorjahr. Die Prämien für Qualitätsweizen bleiben sehr hoch uns zogen zuletzt auch die übrigen Preise mit nach oben.
 
Weizenpreise am Terminmarkt deutlich über 170 Euro
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt im Verlauf der letzten Woche weiter gestiegen und kletterten am Mittwoch bis auf 174 Euro/t. Dieses Niveau konnten die Weizenpreise in der zweiten Wochenhälfte nicht ganz halten und gaben leicht nach. Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise dennoch kräftig gestiegen. Am letzten Freitag im Oktober (31.10) kostete der Weizen (Novemberkontrakt) am europäischen Terminmarkt noch 172,25 Euro/t und damit rund 6 Euro mehr als am Freitag (24.10) vor einer Woche (165,75 Euro). Im Vergleich zu den Preisen vor einem Jahr (04. November 2013) kostete der Weizen am europäischen Terminmarkt allerdings 23 Euro bzw. 12 Prozent weniger (195 Euro).
 
US-Weizen legt ebenfalls deutlich zu
In den USA haben die Weizenpreise in der letzten Woche ebenfalls kräftig zugelegt, sind am Freitag (31.10.) allerdings leicht zurückgegangen. Der Dezembertermin des Chicago-Weizens (SRW) beendete den Handel am Freitag (31.10) bei 156,5 Euro/t (532,4 Ct/bu) und damit in US-Währung 3 % teurer wie in der Vorwoche (517,6 Ct). Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Chicago (SRW) am Freitag umgerechnet 160,4 Euro/t (545,6 Ct/bu ) und damit 6 Euro mehr als eine Woche zuvor (153,6 Euro). Gleichzeitig kostete der in Chicago gehandelte Weizen (SRW) rund 24 % bzw. umgerechnet etwa 49 Euro weniger am 04. November 2013 (206 Euro/t).
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Maispreise in Europa für die hinteren Termine teurer
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise für den vorderen Termin knapp behauptet und für die hinteren Termin zugelegt. Dabei waren die Notierungen am Donnerstag bis auf knapp 146 Euro gestiegen, konnten dieses Niveau jedoch nicht halten. Am Freitag (31.10) kostete der Mais für den Novemberkontrakt am Terminmarkt in Paris noch 143,75 Euro/t und damit knapp 1,0 Euro weniger als am Freitag der Vorwoche (Vw: 144,50 Euro). Der Januartermin notierte indessen bei 151,50 Euro (Vw: 148,0 Euro) und damit sogar 3 Euro teurer wie vor einer Woche und der Märzkontrakt beendet den Handel bei bei 154,0 Euro (Vw: 150,5 Euro/t) und damit 3,5 Euro höher als in der Vorwoche .
 
US-Maispreise letzte Woche kräftig gestiegen
In den USA sind die Maispreise in der letzten Woche gestiegen. Der US-Mais für den Dezembertermin ging am Freitag (31.10) in Chicago mit umgerechnet 118,7 Euro/t (376,6 Ct/bu) aus dem Handel und damit rund 9,0 Euro teurer als am Freitag der Vorwoche, in US-Dollar legten die Kurse um knapp 7 % zu (353 Ct/bu). Der Märzkontrakt wurde mit 122,6 Euro (389,2 Ct/bu) gehandelt und der Maitermin mit etwa 125,3 Euro (398 Ct/bu). Zum Wochenbeginn (03.11) lagen die Maispreise in den USA im elektronischen vorbörslichen Handel rund 0,7 % im Minus.
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Rapspreise am Terminmarkt kräftig gestiegen
Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt in der letzten Woche sehr kräftig gestiegen. Vor allem die hinteren Termine legten kräftig um mehr als 10 Euro zu. Am letzten Freitag (31.10.) beendete der auslaufende Novemberkontrakt den Handel bei 330 Euro. Das war 7 Euro mehr als am Freitag (24.10) der Vorwoche (323 Euro/t). Der Februartermin notierte am Freitag (31.10) bei knapp 344 Euro/t und damit etwa 11 Euro teurer wie in der Vorwoche (Vw: 333 Euro/t) und der Mai wurde mit 348,75 Euro notiert. Am Montag (03.11) Mittag lagen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt für den Februar um 13:00 Uhr 344,75 Euro und damit nochmals knapp 1,0 Euro höher als am Freitag.
 
Preis-Rallye am Sojamarkt
Die Sojapreise haben in der letzten Woche am US-Terminmarkt kräftig um rund 7 % zugelegt. Der Preisabstand zwischen Kassamarkt (301 Euro/t) und Terminmarkt beträgt knapp 7 Euro. Der Novembertermin kostete am Freitag (31.10.) 307,6 Euro (1046,6 Ct/bu) und damit rund 24 Euro mehr als am Freitag vor einer Woche mit 283,4 Euro/t (977,4 Ct/bu). Der Januarkontrakt ging am vergangenen Freitag (31.10) mit knapp 308,3 Euro/t (1049,6 Ct/bu) aus dem Handel und der März mit 309,6 Euro (1053,2 Ct/bu). Am heutigen Montag (03.11) starten die US-Sojapreise schwächer in den Handel.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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