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Börsentelegramm

Preisrutsch für Weizen, Mais und Raps geht weiter

von , am
20.08.2015

Am europäischen Terminmarkt sind die Preise für Weizen, Raps und Mais am Mittwoch zum Teil kräftig zurückgegangen.

© imageteam/fotolia.de
 
Am europäischen Terminmarkt sind die Preise für Weizen, Raps und Mais am Mittwoch zum Teil kräftig zurückgegangen. Auch am Donnerstag Nachmittag (Stand: 14:30) setzt sich die Preiskorrektur am europäischen Terminmarkt zunächst mit unvermindertem Tempo fort. Die Weizenpreise fallen am Donnerstag Nachmittga zeitweise sogar unter die Marke von 167 Euro und die Rapspreise können sich gerade noch über 360 Euro halten.
 
Am Terminmarkt in den USA hatten sich die Weizen- und Maispreise am Mittwoch hingegen behauptet. Die Sojapreise hatten jedoch erneut deutlich nachgegeben. Am  Donnerstag Nachmittag (MEZ)  bewegen sich die Weizenpreise in den USA ganz leicht im Plus und auch der Mais kann sich zunächst behaupten. Die Sojabohne beginnt den Handel hingegen erneut im Minus und die Canolapreise starten seitwärts in den Handel.
 
Der Euro hat am Mittwoch um 1,1 % auf 1,1134 USD zugelegt und das Rohöl WTI wurde mit nur noch 41,27 USD je Barrel 4,3 % billiger gehandelt als am Vortag.
 
Europäische Weizenpreise fallen unter 170  Euro
Am europäischen Terminmarkt sind die Weizenpreise am Mittwoch (19.08) weiter gefallen und liegen am Donnerstags Nachmittag erneut sehr deutlich im Minus. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel am Mittwoch bei 170,5 Euro/t und damit 3,25 Euro bzw. 1,9 % niedriger als am Vortag (173,75 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 178,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (178,75 Euro) sind die Dezemberpreise damit um 0,4 % bzw. 0,75 Euro gefallen.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Weizen von Anfang Juli (205 Euro) sind die Weizenpreise mittlerweile rund 34,5 Euro bzw. rund 17 % niedriger. Gleichzeitig lagen die Preise 5,75 Euro unter dem letzten Tiefstand von voriger Woche (176,25 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (185,50 Euro) wird am europäischen Terminmarkt um 15,0 Euro verfehlt.
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:30) stehen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt weiter unter Druck. Der Septemberkontrakt gibt zu diesem Zeitpunkt um 2,2 % bzw. 3,75 Euro nach und notiert nur noch 166,75 Euro.
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Europäische Maispreise geben weiter nach
Am Mittwoch (19.08) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt weiter zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 175,25 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % niedriger als am Vortag (176,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 177,75 Euro und damit 1,25 Euro bzw. 0,7 % niedriger als am Vortag (179,0 Euro).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze von Anfang Juli (196 Euro) sind die derzeitigen Maispreise rund 20,75 Euro bzw. 11,0 % niedriger. Die letzten Tiefpreise von Anfang August (173 Euro) werden nur noch um 2,25 Euro bzw. 1,3 % übertroffen. Das Preisniveau vom Vorjahr (168,0 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit noch um 7,25 Euro bzw. 4,3 % übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:30) geben die Maispreise am europäischen Terminmarkt weiter nach. Der Novemberkontrakt geht um weitere  0,6 % bzw. 1,0 Euro zurück und notiert nur noch 174,75 Euro.
 
Rapspreise brechen drastisch ein
Die Rapspreise sind am Mittwoch am europäischen Terminmarkt sehr kräftig gefallen. Der Novemberkontrakt wurde mit 362,75 Euro gehandelt und damit zu 6,0 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (368,75 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 363,75 Euro und damit 5,75 Euro niedriger als am Vortag (369,0).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Raps von Anfang Juli (402,5 Euro) sind die derzeitigen Rapspreise damit 39,75 Euro bzw. 10,0 % niedriger. Der letzte Tiefstand der Preise von voriger Woche (374,25 Euro) wird um 12,0 Euro unterschritten. Gleichzeig sind die aktuellen Preise am europäischen Terminmarkt um 34,25 Euro bzw. 10,4 % höher als die Preise im Vorjahr (328,25 Euro).
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:30) liegen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt erneut im Minus. Der Novemberkontrakt geht um 0,6 % bzw. 2,0 Euro zurück und notiert nur noch 360,75 Euro.
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USA: Weizenpreise behaupten sich
Am Mittwoch (19.08) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago ganz leicht gestiegen. Der Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) legte um 0,4 % zu und beendete den Handel bei 496,2 Cent je Buschel (163,7 Euro/t) und damit weiterhin unterhalb der technisch und psychologisch kritischen 500-Cent-Marke. Der Dezember-Termin beendete den Handel 0,3 % höher bei 500,0 Cent je Buschel (165 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Weizen von Anfang Juli (616 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Weizenpreise rund 19,5 % niedriger. Die letzten Tiefpreise von voriger Woche (492 Cent) werden noch um 0,8 % übertroffen. Das Preisniveau vom Vorjahr (606 Cent) wird am US-Terminmarkt um 18,0 % verfehlt. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago 0,6 % im Plus bei 499 Cent je Buschel (164,7 Euro/t).
 
USA: Maispreise bewegen sich seitwärts
Am Mittwoch (19.08) haben die Maispreise am Terminmarkt in Chicago ganz leicht zugelegt. Für den Septembertermin beendeten die Maispreise den Handel 0,3 % höher bei 367,2 Cent je Buschel (129,9 Euro/t). Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,3 % höher bei 378,4 Cent je Buschel (133,8 Euro/t.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Mais von Anfang Juli (441 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Preise etwa 17 % niedriger. Gegenüber den letzten Tiefpreisen von voriger Woche (357 Cent) sind die Maispreise noch 2,8 % höher. Das Preisniveau vom Vorjahr (406,2 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt um knapp 10 % verfehlt. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) beginnen die Maispreise (Septemberkontrakt) in Chicago den Handel mit einem Plus von 0,5 % bei 380,4 Cent je Buschel (131,6 Euro/t).
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USA: Neue Sojaernte fällt unter 900-Cent
Am Mittwoch (19.08) haben die Preise für Sojabohnen (Septemberkontrakt) am Terminmarkt in Chicago nochmals deutlich um 1,1 % auf 903,4 Cent je Buschel (298,2 Euro/t) gefallen. Die neue Ernte (November) notierte 1,2 % schwächer bei 893,4 Cent je Buschel (294,9 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze bei Sojabohnen von Anfang Juli (1033 Cent je Buschel) sind die Sojapreise 13 % niedriger. Gleichzeitig sind die Sojapreise um 1,7 % unter den Tiefstand von voriger Woche (918,4 Cent) gefallen. Das Preisniveau vom Vorjahr (1065 Cent) wird am US-Terminmarkt um etwa 15,3 % verfehlt. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (September) 0,1 % im Minus bei 903 Cent je Buschel (298 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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