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Börsentelegramm

Rallye bei Weizen, Mais und Ölsaaten steigen auch

von , am
07.10.2015

Am Dienstag sind die Weizenpreise in den USA und in Europa kräftig gestiegen.

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© Torbz/fotolia.de
 
Am Dienstag sind die Weizenpreise in den USA und in Europa kräftig gestiegen. Der vordere Weizen verfehlte in Europa nur knapp die Marke von 180 Euro und erreichte den höchsten Stand seit Mitte August. Einen sehr kräftigen Sprung nach oben machten auch die Weizenpreise in den USA. In den USA erreichte der Chicago-Weizen die Marke von 526 Cent je Buschel (171 Euro/t) und der vordere Hard Red Winter stieg auf 516 Cent je Buschel (168 Euro).
 
Ebenfalls kräftig gestiegen sind am Dienstag auch die Maispreise in Europa und in den USA. Der vordere Mais stieg in Europa bis auf 166 Euro und in den USA verfehlte der vordere Maiskontrakt nur noch knapp die Marke von 400 Cent je Buschel (139 Euro). Moderat gestiegen sind am Dienstag zudem die Preise für Sojabohnen. Davon konnten auch die Rapspreise profitieren und legten bis auf knapp 376 Euro zu.
 
Mittwoch: Weizen, Mais und Ölsaaten beginnen fester
Am heutigen Mittwoch beginnt der Chicago-Weizen den vorbörslichen Handel erneut etwas fester und dürfte auch die Weizenpreise in Europ mit nach oben ziehen. Die Preise für US-Mais bewegen sich am Mittwoch zum Handelsbeginn leicht nach oben und dürften damit auch die Maispreise in Europa weiter stützten. Die Sojabohne beginnt den Handel am Mittwoch ebenfalls mit leicht steigenden Preisen. Vor diesem Hintergrund könnten am Mittwoch auch die Rapspreise in Europa leicht zulegen.
 
Der Euro hat am Dienstag gegenüber den USD 0,8 % auf 1,1284 USD zugelegt. Das Rohöl WTI machte am Dienstag einen Sprung von 4,9 % nach oben auf 48,50 USD je Barrel.
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Ausrichten der Märkte am neuen USDA-Report
Die Ursachen für die aktuelle Preisbewegung liegen vor allem an der Ausrichtung der Märkte an den im USDA-Report am Freitag erwarteten Veränderungen. Dabei geht es unter anderem um die aktualisierten Einschätzungen des USDA zur laufenden Mais- und Soja-Ernte in den USA . Hinzu kommen die Anbaudaten und Ernteprognosen für die Mais- und Sojaernte im Frühjahr 2016 in Südamerika sowie die möglichen Auswirkungen der zunehmenden Trockenheit (El Nino) auf die Weizenernte in Australien. Auch die Folgen der in der vorigen Woche überraschend deutlich nach unten korrigierten Weizenernte in den USA werden eingepreist.
 
EU: Weizen erreicht 180 Euro-Marke
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Dienstag mit 179,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (176,25 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 1,7 % bzw. 3,0 Euro zugelegt. Und sind auf den höchsten Stand seit Mitte August gestiegen. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Dienstag mit 188,0 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag (185,0 Euro) haben die Märzpreise damit um 3,0 Euro zugelegt. Das Preisniveau der Vorwoche (173,75 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 5,50 Euro übertroffen. Das sehr niedrige Kursniveau vom vorigen Jahr (155,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 23,75 Euro bzw. 15,2 %.
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EU: Mais klettert auf 166 Euro
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Dienstag ebenfalls kräftig gestiegen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 166,0 Euro/t und damit 2,25 Euro bzw. 1,4% höher als am Vortag (163,75 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 174,0 Euro und damit 2,50 Euro höher als am Vortag (171,50 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (162,50 Euro) wurde vom November-Mais um 3,50 Euro übertroffen. Die Maispreise vom Vorjahr (134,50 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 31,50 Euro bzw. 23,4 % übertroffen.
 
EU: Raps steigt auf 376 Euro
Die Rapspreise haben am Dienstag am europäischen Terminmarkt ebenfalls weiter zugelegt. Der Novemberkontrakt wurde mit 375,75 Euro gehandelt und damit zu 2,50 Euro höheren Preisen als am Vortag (373,25 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 372,75 Euro und damit 1,50 Euro höher als am Vortag (371,25). Das Preisniveau der Vorwoche (367,25 Euro) wurde vom November-Raps um 8,50 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (320,50 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 55,25 Euro bzw. 17,3 % höher.
 
USA: Weizenpreise steigen auf 526 Cent (171 Euro)
Am Dienstag (06.10) sind die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago erneut kräftig gestiegen. Der Dezember-Termin beendete den Handel 2,1 % höher bei 526,2 Cent je Buschel (171,4 Euro/t). Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte 2,2 % höher bei 532,8 Cent je Buschel (173,6 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (503,6 Cent je Buschel) übertraf der Dezember-Weizen um 4,5 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (481 Cent je Buschel) übertreffen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 9,3%.
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USA: Maispreise erreichen 400 Cent Marke (139 Euro)
Die Maispreise sind am Dienstag am Terminmarkt in Chicago ebenfalls gestiegen. Der Dezemberkontrakt (neue Ernte) notierte 1,2 % höher bei 398,2 Cent je Buschel (139 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 1,2 % höher bei 408,4 Cent je Buschel (142,3 Euro/t). Gleichzeitig wird der Dezember-Mais 2,4 % höher als in der Vorwoche (389 Cent) gehandelt. Das Preisniveau vom Vorjahr (339 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 17,5 % übertroffen.
 
USA: Sojapreise steigen moderat
Die Preise für Sojabohnen sind Dienstag am Terminmarkt in Chicago ebenfalls moderat gestiegen. Der vordere Novemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,4 % höher bei 888 Cent je Buschel (289,3 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel 0,4 % höher bei 892 Cent je Buschel (290,6 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (884,2 Cent je Buschel) wurde vom November-Kontrakt leicht übertroffen. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (918 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 3,2 % verfehlt.
 
Dr. Olaf Zinke
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