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Börsentelegramm

Raps erholt sich, Weizen fällt weiter

von , am
02.02.2015

Auch am vergangenen Freitag hat sich der allgemeine Abwärtstrend an den Agrarbörsen fortgesetzt. Einzig der Raps kann mit einem ansehnlichen Preisanstieg einen Kontrapunkt setzen. An der Weltleitbörse in Chicago fehlt hingegen jeglicher Impuls. Der starke Dollar verhindert eine dem Angebot entsprechende Nachfrage, und so ziehen sich die Investoren zunehmend aus den Märkten zurück. Die Kurse sind auf dem besten Weg, das niedrige Preisniveau vom vergangenen Herbst wieder zu erreichen. Rohöl legt kräftig zu. Sowohl WTI wie auch Brent Crude setzten sich mit einem Plus von etwa 7,5 Prozent deutlich von ihrem niedrigen Preisniveau ab. Heute Morgen deuten sich hier aber bereits wieder Gewinnmitnahmen an.

© landpixel
Weizen mit Verlusten
An der Matif in Paris geht es für den Weizen nochmals bergab. Der vordere Märzkontrakt gibt 2,25 Euro auf 185,50 Euro/t Weizen nach. Zwischenzeitlich wurde Weizen noch bis zu 1 Euro niedriger gehandelt. Die neue Ernte schließt unverändert bei 187,25 Euro/t. Obwohl die Exporte weiter florieren, fehlen die Impulse. Von der anderen Seite des Atlantik kommt ebenfalls keine Unterstützung, denn auch hier geht es weiter abwärts. Kräftiger Regen über den südlichen Winterweizenanbaugebieten konnte keine positive Stimmung aufkommen lassen. Der Märzkontrakt kann sich gerade noch über der psychologisch wichtigen 5-USD-Marke halten. Zeitweise war der Kurs darunter gefallen. Am Ende des Tages hat er 1 Prozent auf 5,0275 USD verloren. Damit hat er seit seinem letzten Hoch kurz vor Weihnachten 2014 über 23 Prozent an Wert verloren.
 
EU-Mais schließt uneinheitlich
Der Matif-Mais konnte sich am vergangenen Freitag nicht auf eine Richtung einigen. Der Märzkontrakt settelte mit einem Plus von 75 Cent bei 153,75 Euro/t, während der Novemberkontrakt weiter fällt und bei 166 Euro/t um 75 Cent niedriger schließt. An der CBoT setzt sich der Abwärtstrend ebenfalls fort. Der März gibt 0,4 Prozent auf 3,70 USD je Bushel (bu) nach.
 
Soja weiter im Minus
Auch die Bohne muss weiter Federn lassen. Der Märzkontrakt fällt um 1,75 Prozent auf 9,61 USD/bu. Den folgenden Laufzeiten geht es ähnlich. Hier belastet weiter die erwartete Rekordernte in Südamerika, auch wenn es noch nicht zu den dringend benötigten ergiebigen Regenfällen in den trockenen Gebieten im Norden und Osten gekommen ist. Das Sojaschrot präsentiert sich erneut als schwächstes Glied in der Kette. Am Ende des Tages settelt der Märzkontrakt bei 370 USD/t mit Verlusten von 2,4 Prozent. Sojaöl kann ebenso wie Palmöl wieder zulegen.
 
Raps im Plus
Der Raps in Paris konnte sich auch am Freitag deutlich von seinen Kollegen absetzen. Nach dem technischen Druck auf den auslaufenden Frontmonat der vergangenen Tage konnte dieser mit einem kräftigen Plus von 8,75 Euro bei 350,25 Euro/t Raps aus dem Handel gehen. Der Kursverlauf war äußerst volatil. Zwischenzeitlich hatte sogar ein Plus von 16,50 Euro/t auf der Kurstafel gestanden. Der nun vordere Mai-Kontrakt legte immerhin 3,50 Euro oder 1 Prozent auf 349,50 Euro/t zu. Auch der folgende August-Termin zeigte sich in guter Stimmung. Hier waren 2,75 Euro auf 345,75 Euro/t drin.
 
Der Druck der letzten Tage vor Auslaufen des Februar-Kontraktes war hauptsächlich vom reichlich versorgten Kassamarkt ausgegangen. Mittlerweile hat sich aber wohl die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Preisrückgänge überzogen waren. Canola in Winnipeg präsentiert sich ebenfalls gut gelaunt. Hier legt der Märzkontrakt 1 Prozent auf 453,40 CAD zu.
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