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Börsentelegramm

Regen drückt den Weizenkurs weiter

von , am
15.04.2015

Die ergiebigen Regenfälle in weiten Teilen der USA haben gestern erneut für Preisdruck beim Weizen gesorgt. Der Maiweizen an der Chicagoer Börse fällt wieder unter die 5-Dollar-Marke.

© Beuermann/landpixel
Mais kann preislich von den feuchten Witterung profitieren, da die Aussaat sich verzögert. Soja kann sich deutlich von seinem gestern erreichten Sechs-Monats-Tief erholen und der Raps beendet den Tag nach den kräftigen Anstiegen der Vortage ohne große Veränderung. Heute Morgen signalisiert die elektronische Nachtbörse in Chicago lediglich für Mais einen roten Start in den Tag.
 
Weizen weiter unter Druck
 
Weitere Regenfälle in den Winterweizengebieten der USA und die Aussicht auf mehr Regen drückten die Stimmung am Weizenmarkt in Chicago. Auch wenn noch nicht ganz klar ist, inwieweit die Regenfälle ausreichend sind, um das Ertragspotenzial auszuschöpfen, geht die Mehrzahl der Händler von einer deutliche Erholung der gestressten Pflanzen aus. Die Bonituren waren in der Klasse gut bis sehr zuletzt um 2 Prozent auf 42 Prozent reduziert worden. Der Wert liegt immer noch deutlich über dem Vorjahreswert von 34 Prozent.
Als weiterer negativer Punkt für die Preisentwicklung wurde die zügige Sommerweizenaussaat genannt. Bereits 17 Prozent sollen seit dem Wochenende im Boden sein, während der langjährige Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt lediglich bei 11 Prozent liegt. Zu guter Letzt bekamen die Bullen noch Futter aus Argentinien. Hier geht man davon aus das das Exportvolumen noch um 1 bis 2 Mio t. angehoben werden kann. Der Maiweizen an der Chicagoer Börse verliert 1,2 Prozent und settelt bei 4,97 USD/bu. In Paris kann man sich erneut nicht von den negativen Vorgaben lösen, auch wenn die Verluste moderater ausfallen. Der Maikontrakt gibt um 0,5 Prozent oder 1 Euro auf 186,75 Euro/t nach. Der neuerntige Septemberweizen settelt um 75 Ct niedriger bei 188,25 Euro/t.
 
Mais kann zulegen
 
Der Mais konnte sich gestern vom Negativtrend lösen und preislich zulegen. Des einen Freud, ist des anderen Leid, denn der Regen behindert die Maisaussaat im mittleren Westen. Offiziellen Daten zufolge sind jetzt erst 2 Prozent im Boden, nachdem der langjährige Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt bei 5 Prozent liegt. Auch für die laufende Woche werden keine großen Fortschritte in Aussicht gestellt, denn die Wetterberichte melden weitere Niederschläge. Als kleine zusätzliche Stütze wurde der wieder schwächere Dollar gesehen, denn die Maisexporte könnten davon profitieren. Der Maimais an der Chicagoer Börse legt 0,8 Prozent auf 3,735 USD/bu zu. An der Matif in Paris schließt man sich der Etwicklung an. Der Kursanstieg für den Maikontrakt beträgt 0,5 Prozent oder 75 Ct auf 165 Euro/t.
 
Soja legt weiter zu
 
Der Sojakomplex kann den zweiten Tag in Folge zulegen. Die Maibohne bewegt sich um 1,1 Prozent auf 9,6025 USD/bu gen Norden, und das Schrot legt 1,3 Prozent auf 313,6 USD/t zu. Als Grund wird in erster Linie die erwartete stärkere Nachfrage aus China genannt. Hier sind aufgrund einer hohen Verarbeitung die Inlandskurse zuletzt kräftig gestiegen, was die Hoffnungen der Händler auf eine Belebung der Nachfrage am Weltmarkt nährt. Als weiteres bullisches Argument wurden ergiebige Regenfälle in Argentinien und Brasilien genannt. Der Regen kommt hier zu einem ungünstigen Zeitpunkt und behindert die Erntearbeiten. Die Wetterberichte melden keine kurzfristige Besserung.
 
Raps schließt uneinheitlich
 
Der Raps erlebt gestern erneut einen aktiven Tag, aber bei den Kursen ist vorerst die Luft raus. Der Euro hat wieder leicht zugelegt, und die gestiegen Kurse konnten Ware mobilisieren. Die Kurse pendelten um den Nullpunkt, und so endeten sie auch. Der Maikontrakt steht am Ende des Tages um 25 Ct höher bei 374,75 Euro/t und der August gibt 25 Ct auf 361,50 Euro/t nach. Canola in Winnipeg kann sich gut behaupten und legt 0,5 Prozent auf 456,2 CaD zu. Palmöl in Malaysia zeigt sich ebenfalls gut gelaunt und der Frontmonat gewinnt 1,1 Prozent auf 2148 MYR/t hinzu.
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