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Börsentelegramm

Ruhiger Handel vor dem USDA Report

von , am
11.09.2015

Im Vorfeld des heute Abend erscheinenden USDA- Reports ( WASDE ) verhielten sich die Händler gestern überwiegend ruhig.

© agrar-press
 
Im Vorfeld des heute Abend erscheinenden USDA- Reports ( WASDE ) mit neue Daten zur globalen Angebots und Nachfrageentwicklung sowie der aktuellen Bestandsdaten verhielten sich die Händler gestern überwiegend ruhig. In Paris konnten sich lediglich der Raps leicht befestigen, während in Chicago durchweg Gewinne zu verbuchen waren. Sollten die Erwartungen der Börsianer ( siehe Marktkompass ) nicht erfüllt werden sind auch kräftigere Ausschläge möglich. Heute Abend ab 18 Uhr wissen wir mehr. Heute Morgen deutet die elektronische Nachtbörse mit einem uneinheitlichen Bild auf eher verunsicherte Händler.
 
US Weizen mit Kursgewinnen
Die Nachrichtenlage war dünn, und so prägten gestern erneut die hohen Erntemengen den Handel in Paris, wobei insbesondere die schwache Exportnachfrage bei gleichzeitig niedrigen Preisen keinen Bullen motivieren konnte. In der letzten Woche wurden für die EU lediglich 354.000 t angemeldet, und die Summe in diesem Wirtschaftsjahr liegt mit 3,69 Mio. ca. 1 Mio. unter dem Vorjahreswert. An der Matif hatte der Septemberkontrakt seinen letzten Handelstag, den er mit einem leichten Plus von 75 Cent bei 148,75 Euro / t beendete. Der nun vordere Dezember settelte mit einem Minus von 25 Cent bei 169,25 Euro / t. In Chicago war die Stimmung deutlich besser. Hier legte der Dezemberkontrakt 5,75 US Cent oder 1,2 % auf 4,78 US $ zu.
 
US Mais setzt seinen Erholungskurs fort
Der US Mais profitierte gestern in erster Linie vom festen Ethanolmarkt. Die Bestände sind bei steigender Produktion gesunken, und regten so die Phantasie der Händler an. Der Dezembermais legte 5,25 US Cent oder 1,4 % zu und settelte bei 3,74 US $ / bu. Damit hat er seit von seinem jüngsten Tief am 3 September diesen Jahres mit einem Plus von 7,6 % deutlich distanziert. In Paris kann der Mais nicht von den positiven Vorgaben profitieren. Er beendet den Tag mit einem Verlust von einem Euro bei 164 Euro / t.
 
Sojabohne schließt kaum verändert
Die Witterungsbedingungen für die Bohne sind weiter gut. Einen frühen Frosteinbruch erwarten die Meteorologen derzeit nicht, und so hängt die weiter Preisentwicklung maßgeblich an den heute Abend bekanntgegebenen Einschätzung des USDA. Sorgen um die Nachfrageentwicklung aus China sind ebenfalls ein weiteres Thema, was zuletzt durch erneut schwache Wirtschaftsdaten neue Nahrung bekam. Die Novemberbohne kann einem minimalen Gewinn von 1,75 US Cent oder 0,2 % auf 8,74 US $ / bu realisieren. Sojaschrot gibt weiter nach, während das Sojaöl vom festen Palmöl und stabileren Rohölkursen profitiert und weiter zulegt.
 
Raps legt zu
Der Raps profitiert in erster Linie vom festen Palmöl. In Kuala Lumpur stehen die Zeichen mit einem Plus von über 2 % für die ersten drei Laufzeiten weiter auf Erholung. Der Novemberraps an der Pariser Matif legt 1,50 Euro oder 0,4 % auf 365 Euro / t zu. In Winnipeg stehen die Zeichen für Canola ebenfalls weiter auf Erholungskurs. Der Novemberkontrakt steigt aufgrund guter Nachfrage und zuletzt wieder ungünstigerer Witterung die die Ernte behindert ebenfalls um 0,4 % und geht mit 466,90 Ca $ / t aus dem Handel.
 
Dieter Jendrziak
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