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Börsentelegramm

Schwache US-Vorgaben für Getreide und Ölsaaten

von , am
20.01.2015

Am heutigen Dienstag (20.01) beginnt der vorbörsliche elektronische Handel am Terminmarkt in Chicago mit leicht schwächeren Notierungen bei Weizen sowie nachgebenden Kursen bei Mais, Soja und Sojaschrot.

© agrar-press
 
Am heutigen Dienstag (20.,01) beginnt der vorbörsliche elektronische Handel am Terminmarkt in Chicago mit leicht schwächeren Notierungen bei Weizen sowie nachgebenden Kursen bei Mais, Soja und Sojaschrot. Am Montag fehlten an den Märkten für Getreide und Ölsaaten indessen die Vorgaben aus den USA. Dort war ein Feiertag und deshalb wurde am weltweit größten Terminmarkt in Chicago nicht gehandelt. Am europäischen Terminmarkt haben die Preise für Weizen und Mais am Montag jedoch etwas nachgegeben. Dagegen konnte der Raps leicht zulegen. Die internationalen Energiemärkte (Öl und Erdgas) stehen indessen erneut massiv unter Druck und dürften auch den Druck auf den Bioenergiemärkte verstärken. Der Euro hat sich bei knapp 1,16 behauptet.
 
Elektronischer Handel in Chicago beginnt im Minus
Am Dienstag Vormittag (20.01) liegen die Terminmarktpreise für den Weizen (März) in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel bei 532,2 Ct je Buschel und damit geringfügig schwächer. Gleichzeitig liegt der Mais in den USA für den Märztermin bei 383,4 Ct je Buschel und damit 0,9 % im Minus. Die Sojabohne liegt im elektronischen Handel bei 985,4 Ct je Buschel und damit 0,6 % im Minus. Die Preise für Sojaschrot liegen am Dienstag Vormittag in Chicago bei 325,1 USD/st und damit 0,3 % im Minus. Die Preise für Sojaöl geben zu diesem Zeitpunkt um 0,8 % auf 33,12 USD nach.
 
Energiepreise fallen erneut, Euro behaupte sich
Der Rohölpreis (WTI) gibt am US-Terminmarkt weiter nach. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Dienstag Vormittag 3,1 % im Minus bei 47,60 USD je Barrel. Gleichzeitig hat sich der Preis für das Nordseeöl Brent im elektronischen vorbörslichen Handel am Dienstag um 3,6 % auf 48,4 USD je Barrel ermäßigt. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) liegen in den USA im elektronischen vorbörslichen Handel sogar 4,2 % im Minus. Der Euro hat sich gegenüber dem Dollar am behauptet und liegt am Dienstag Vormittag bei 1,159 USD/Euro.
 
Weizenpreise könne sich nicht halten
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag (19.01) etwas nachgegeben. Der Märzkontrakt für den Weizen ging mit 196,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (197,50 Euro) sind die Preise damit um 0,8 % oder 1,50 Euro zurückgegangen. Der Maikontrakt notierte bei 196,25 Euro und damit 1,5 Euro niedriger als am Vortag (197,75 Euro) und die nächste Ernte (September) kostete 191,0 Euro und damit 1,75 Euro weniger als am Vortag (192,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (183,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 12,25 Euro höher. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel leicht schwächer. Das dürfte zum Handelsbeginn auch für den europäischen Markt unveränderte oder leicht schwächere Kurse bedeuten.
 
Maispreise geben wieder nach
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise Montag (19.01) etwas nachgegeben. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris 158,25 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % weniger als am Vortag (159,50 Euro). Der Junitermin notierte am Montag bei 163,00 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (163,50 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 166,75 Euro und damit 0,25 Euro billiger als am Vortag (167,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 171,50 Euro und damit 0,75 Euro weniger als am Vortag (172,25 Euro) und 13,25 Euro mehr als der März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (176,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 20,0 Euro niedriger. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel für Mais heute schwächer. Das dürfte zum Handelsbeginn auch für den europäischen Markt schwächere Kurse bedeuten.
 
Rapspreise am Montag etwas fester
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben sich Montag (19.01) leicht zugelegt. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 358,0 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,3 % höher als am Vortag (357,0 Euro). Der Maikontrakt wurde mit 357,5 Euro notiert und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (356,5 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 355,0 Euro und damit 1,25 Euro mehr als am Vortag (353,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (351,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 7,0 Euro höher. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel für Sojabohnen heute schwächer. Das dürfte zum Handelsbeginn auch für den europäischen Rapsmarkte schwächere Kurse bedeuten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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