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Börsentelegramm

Schwacher Start ins neue Jahr

von , am
03.01.2014

Das neue Jahr beginnt überwiegend mit roten Vorzeichen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Das neue Jahr beginnt überwiegend mit roten Vorzeichen. Die Pariser Börse begann durchweg positiv, ließ sich dann aber von den pessimistischen Amerikanern anstecken, und am Tagesende bewegten sich alle bis auf Mais im negativen Terrain. Der Sojakomplex muss mit kräftigen Verlusten klarkommen, denn die Sorge um die Nachfrage aus China belastet weiter. Rohöl gibt etwas kräftiger nach, und der Euro verzeichnet ein leichtes Minus. Heute Morgen deutet die elektronische Nachtbörse ein positiven Start an.
 
US-Weizen reißt die 6$ Marke
In Paris muss der Märzkontrakt 2 € auf 202,50€/t abgeben. Nach anfänglichen Plus ziehen ihn die Vorgaben aus Übersee mit nach unten. Hier fiel der Märzkontrakt erstmals unter die 6 US $ Marke, und markiert wieder mal ein neues Kontrakttief. Er settelte am Ende des Tages bei 597 US ct/bu, was ein Verlust von 1,4% bedeutet. Zwar kamen von der Exportseite durchaus bullische Nachrichten, aber die Ausweitung der Weizenfläche in Verbindung mit derzeit guten Bedingungen in Indien sowie die Meldung aus China, wo die Winterweizenbestände das beste Bild seit 8 Jahren abgeben sollen bereiteten den Börsianern Sorgen. Die erwarteten chinesischen Käufe auf dem Weltmarkt könnten dann etwas geringer ausfallen. Der kräftige Wintereinbruch in den USA wird aufgrund der meist schützenden Schneedecke nicht problematisch gesehen. Nur Russland und Europa wären in dem Fall eher gefährdet, denn die jungen Pflanzen sind bedingt durch die derzeit hohen Temperaturen nicht wintererprobt.
 
Sojaschrot ist der große Verlierer
Der Sojakurs stürzte gestern regelrecht ab. Die Märzbohne verliert 1,7% auf 1270 US ct/bu, und das Märzschrot muss sogar 2,6% auf 406,30 US ct/bu hergeben. Als Hauptgrund wurden hier charttechnische Ursachen genannt, denn es wurden wichtige Unterstützungslinien gerissen. Aber auch die verbesserten Anbaubedingen in Südamerika, wo es geregnet hat, sowie die Sorge um die Nachfrage aus China drückten ebenfalls die Stimmung.
 
Mais in Paris hält sich
Der Mais in Paris trotzt dem Umfeld, und der Märzkontrakt kann 50 Cent auf 174,25 €/t zulegen. In Chicago profitierte er zunächst vom Spreadhandel gegen die schwache Bohne, dreht aber im späteren Handel in den roten Bereich, und verliert 0,4% auf 420,50€/t. Damit erreicht auch der Märzmais an der CBoT ein neues Kontrakttief. Unterstützt wurden die Kurse durch die sehr guten Preise auf dem US Ethanolmarkt. Die guten Margen der Biospritproduzenten lässt eine stabile Nachfrage am Rohstoffmarkt erwarten.
 
Raps folgt der Bohne
Der Raps kann sich den negativen Vorgaben nur bedingt entziehen, kommt aber noch relativ glimpflich davon. Der Februarkontrakt verliert 1,25 € auf 365,25€/t. Der Canola in Winnipeg tut es dem Soja gleich und und settelt ca. 1,7 % tiefer bei 432,10 Ca $.
 
Dieter Jendrziak
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