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Börsentelegramm

Soja gewinnt -Weizen verliert

von , am
23.05.2014

Am gestrigen Handelstag folgten Weizen und Soja ihren bisherigen Trend´s.

© Mühlhausen/landpixel
 
Am gestrigen Handelstag folgten Weizen und Soja ihren bisherigen Trend´s. Weizen gab erneut nach und Soja schickt sich an die jüngsten Höchststände wieder zu erklimmen. Der Euro und auch Rohöl geben leicht nach. Heute Morgen deuten die Weizen und Sojamärkte in den USA einen positiven Handelsstart an.
 
Weizen verliert weiter
Der Matifweizen litt sowohl unter den guten Aussichten für die neue Ernte in Europa, wie auch unter den negativen Vorgaben aus Übersee. Die neue Ernte fiel in Paris um 1,50 € und settelte bei 197,25 €/t. Die Exporte aus der EU haben sich zum Ende der Saison deutlich abgeschwächt. Die wöchentlichen Anmeldungen wurden mit 249.000 t gemeldet. Damit steht die Gesamtexportmenge bei beeindruckenden 25,9 Mio. t. In den USA setzten die Aussicht auf weitere, teils ergiebige Regenfälle in den Winterweizenanbaugebieten im Süden des Landes den Kurs weiter unter Druck. Die alte Ernte verlor 0,8 % auf 659,25 US ct/bu. Der Dezemberkurs kam mit minus 0,6% auf 688,25 US ct/bu etwas besser weg. Damit hat der US Weizen an 11 von 12 Handelstagen im roten Bereich geschlossen. Optimisten sehen in den jüngsten Niederschläge für den Winterweizen in den USA noch eine positive Wirkung, und so fiel dann auch der Kansas gehandelte Hard Red Winter kräftiger und settelte um 1,2 % niedriger bei 751,75 US ct/bu. Russland ( incl. Krim) hat mit 100 Mio t eine hohe Erwartung an die neue Ernte gemeldet, obwohl aus wichtigen Regionen von zunehmender Trockenheit berichtet wird.
 
US-Mais legt zu
Der Maiskurs an der Matif dümpelt weiter vor sich hin. Der Julimais schloss mit 50 Cent im positiven Bereich, während der Dezembermais 1,75 € auf 180,25 €/t abgeben musste. In Chicago konnte der Mais zur Abwechslung im grünen Bereich schließen. Die Exporte waren mit 507.900 t keineswegs spektakulär, lagen aber 48 % über der letzten Woche. Der Julimais schafft daraufhin ein Plus von 0,5 % auf 476,75 US ct/bu und der Dezember 0,3 % auf 473,50 US ct/bu. Die mittlerweile guten Aussaatbedingungen im Norden nehmen den Bullen im Moment aber jedes weitere Futter.
 
Soja steigt kräftig
Soja setzt seine Anstieg fort. Die wöchentlichen Exporte waren mit 164.000 t nicht gerade beeindruckend, aber die sehr enge Bilanz beflügelt die Börsianer. Die Gesamtexporte der USA liegen bereits jetzt 1,3 Mio t oder 5 % über den Erwartungen des USDA für das im August zu Ende gehende Wirtschaftsjahr. Die aus Südamerika eintreffenden Importe sind offenbar nicht ausreichend um die Bilanz nachhaltig zu entspannen. Hinzu kommt die Meldung über einen kräftigen Anstieg der Sojaimporte China´s, wo die zuletzt schwächelnde Nachfrage deutlich angstiegen sein soll. ( siehe hierzu Meldung im Marktkompass). Die Julibohne steigt um 0,9 % auf 1518,75 US ct/bu, und der Dezemberkontrakt legt sogar 1,3 % auf 1270,50 zu. Die Sojaschrotnachfrage zeigt sich ebenfalls robust. Die Preise zogen hier um ca. 0,5 % an.
 
Raps folgt Soja
Der Raps kann von den positiven Vorgaben profitieren. Der August legt 3,50 € auf 361,75 € zu und befindet sich damit wieder deutlich auf Erholungskurs. Canola in Winnipeg folgt nicht dem positiven Trend und der neuerntige Novemberkontrakt gibt 0,43 % auf 488,80 CaD nach.
 
Dieter Jendrziak
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