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Börsentelegramm

Sojabohnen: Flop des Tages

von , am
24.07.2015

Die Kurse an den Terminmärkten in Paris und Chicago konnten sich auch gestern nicht im positiven Bereich halten. Der vorbörsliche Handel ist heute nur leicht negativ.

© shutterstock/wongwean
Canola notiert neutral. Der Euro steht zum Dollar bei 1,098, das heißt leicht höher als gestern. Die Rohölpreise brachen gestern durch eine weitere wichtige Unterstützung, sind jedoch heute leicht im Plus. Ein Rückgang bei Rohöl um weitere 3 bis 4 US-Dollar pro Barrel ist nicht ausgeschlossen.
 
Russland wird weniger Getreide exportieren
Mais in Paris schloss mit 183,50 Euro/t (-0,50), Raps (November) bei 388,50 Euro/t (-2,25) und Weizen (September) bei 186,50 Euro/t (unverändert).
Gestern wurde aus Russland ein prognostizierter Getreideexport in der laufenden Saison in Höhe von 28 Mio. t gemeldet. Im Vorjahr waren es noch nahezu 32 Mio. t. Interessant ist, dass diese Reduktion nicht mit einer kleineren Ernte 2015 begründet wurde, sondern mit niedrigeren Endlagerbeständen. Hier ist einiger Raum für Interpretationen übrig.
In Kanada werden erste Ernteerträge vermeldet, die extrem stark schwanken (2 bis 5 t/ha).
 
Am Mittwoch Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den vorbörslichen Handel ausgeglichen bei 521,0 Ct/Bushel (175,40 Euro/t), Hard Red Winter bei 516,6 Ct/Bushel (173 Euro/t). Mais ist leicht im Minus, der Septemberkontrakt an der CME notiert bei 401-4, das sind 144 Euro/t.
Sojabohnen sind nach dem gestrigen Kursrutsch neutral und verzeichnen heute vorerst nur ein leichtes Minus in der Übernachtbörse und notieren mit 1,06 US-Dollar pro Bushel.
 
International
Wenig neue Nachrichten gab es gestern aus dem internationalen Handel. Japan, China und Taiwan kauften insgesamt etwa 200.000 t Weizen aus den USA. Ebenso kaufte China 180.000 t Sojabohnen der neuen Ernte. Das gibt Hoffnung für die Getreidebullen, die kumulierten Exporte laufen aber deutlich hinterher. Insgesamt herrscht im ganzen Commodity-Sektor eine Ausverkaufsstimmung (Öl, Gold, Agrar, etc.). Wenn aber hier die letzten Verkäufer vom Markt sind, kann sehr schnell wieder der Grundstein für eine neue Aufwärtsbewegung gelegt werden.
 
Aussichten
Der Weizenkontrakt hat die feste Unterstützung bei 188 Euro/t erreicht. Wir denken, dass hier ein Umkehrpunkt erreicht ist. Allgemein wird nach den rasanten Kursrückgängen dieser Woche eine Korrektur erwartet.
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