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Börsentelegramm

Spannung vor dem USDA-Report

von , am
10.01.2014

Im Vorfeld des heute Abend erscheinenden USDA Reports beherrschen weiter die Bären die Börsen.

© imageteam/fotolia.de

 
Im Vorfeld des heute Abend erscheinenden USDA Reports beherrschen weiter die Bären die Börsen. In wie weit die bärischen Erwartungen jetzt bereits in den Preisen steckt bleibt abzuwarten. Sehr schwache US Exportdaten für alle landwirtschaftlichen Rohstoffe bestimmten gestern das Handeln. Weizen schmierte teilweise regelrecht ab, und der Mais ist ebenfalls weiter im Rückwärtsgang. Lediglich der Ölsaatenkomplex stemmte sich gegen den Trend und schließt im Plus. Rohöl verliert ebenso wie der Euro leicht an Wert.
 
Weizen im Abwärtssog
Zeitweise näherte sich die Verlustquote in Paris der 2% Marke, aber am Ende des Tages hielten Händler die Verluste für übertrieben, und so settelte der Märzweizen 2,75€ niedriger bei 196,50€/t, was immerhin noch einen Verlust von 1,4% bedeutete. Damit hat der Märzkontrakt seit Weihnachten fast 10€/t verloren, und wieder das Preisniveau von Anfang Oktober 2013 erreicht. Der auslaufende Januarkontrakt büsste aus technischen Gründen sogar 4,75€/t ein. An der Liffe in London musste der dort gehandelte Futterweizen sogar 2,4% abgeben, und das trotz der aufgrund heftiger Niederschläge eher widrigen Überwinterungsbedingungen.
 
Der US -Weizen in Chicago verlor 0,8% auf 584,25 US ct/bu, und markiert damit wieder mal ein neues Kontrakttief, und den niedrigsten Stand seit Dez. 2011. Als Begründung müssen die sehr schwachen Exporte der USA herhalten. Die wöchentlichen Anmeldungen lagen über 50% unter dem sonst üblichen Wert. Im übrigen gilt der Weizen als charttechnisch angeschlagen, und nach den reißen wichtiger Unterstützungslinien sehen die Techniker hier noch weiteres Abwärtspotential. Auch die mit 100 Mio. t erwartete Rekordernte in Indien, mit dann neuer Exportkonkurrenz belastet den Weizenmarkt.
 
Maisernte wird noch größer erwartet
Der Märzmais in Paris gibt gestern 1,75 € auf 171 €/t ab. An der CBoT sind die Verluste mit 5 US ct auf 412 US ct ähnlich, und sind wohl der erwarteten Aufwärtskorrektur der US Ernte im kommenden USDA Report geschuldet. Charttechnisch gilt der Mais ebenfalls als angeschlagen, und die verbesserten Aufwuchsbedingungen in Südamerika sorgen ebenfalls nicht für eine Trendumkehr. Die mit 155.000 t sehr schwachen Wochenexporte taten ein übriges.
 
Soja hält dagegen
Die Bohne hat sich nach den Vortagesverlusten etwas erholt, und schließt 0,4% im Plus bei 1273,75 US ct/bu. Die Chinesen bestellten110.000t für die nächste Saison, und trugen damit zum positiven Ergebnis bei. Die mit 156.000 t sehr schwachen wöchentlichen Exporte für die laufende Saison lagen deutlich unter den Erwartungen, und drückten die Stimmung, obwohl ein Teil des Rückganges mit dem Neujahrsfest begründet werden konnte. In Südamerika hat es zwar teilweise ergiebig geregnet, aber die nächsten Wochen sollen wieder von Trockenheit geprägt sein, und so ist die erwartete Rekordernte noch nicht gesichert. Sojaschrot legt ebenfalls leicht zu.
 
Raps folgt der Bohne
Raps folgt der Sojabohne und schließt mit einem Gewinn von 1,50€ leicht im Plus bei 358 €/t. In Kanada kann sich Canola nicht halten und verliert 1 Ca $ auf 429, 10 Ca $
 
Dieter Jendrziak
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