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Börsentelegramm

Stabile Agrarmärkte

von , am
14.02.2014

Die Agrarmärkte waren am gestrigen Handelstag weitestgehend positiv gestimmt.

© oekolandbau.de
 
Die Agrarmärkte waren am gestrigen Handelstag weitestgehend positiv gestimmt. Die Sojabohne übernahm wieder mal die Führung. Seit ihrem jüngsten Tief Ende Januar hat sie wieder 6 % zugelegt. Der Weizen befindet sich ebenfalls weiter auf Erholungskurs. Lediglich der Mais schwächelt etwas. Der Euro legt weiter zu, während Rohöl leicht im Minus steht. Heute Morgen deutet sich an der CboT für Weizen und Soja ein positiver Handelsstart an, während Mais aktuell mit roten Vorzeichen handelt.
 
Weizen im Aufwärtstrend
Seit Ende Januar befindet sich der Weizen bis auf kurze Rücksetzer in einem steten Aufwärtstrend. Am gestrigen Handelstag ging es für den Märzkontrakt in Paris um 75 Cent auf 196,50€/t nach oben. Auch wenn die Exporte der EU unter dem stärkeren Euro leiden, und mit 315.000 t den niedrigsten Wert in diesem Jahr erreichten, hielt der Trend. Nicht zuletzt aufgrund der guten Vorgaben aus Chicago. Hier konnte der Weizen sogar 1,4% auf 595,50 US ct/bu zulegen, und nimmt damit wieder Kurs auf die 600 er Marke. Die US Exporte lagen mit 597.000 t deutlich über dem 4 Wochenschnitt, und stützten die feste Grundstimmung.
 
Soja steigt kräftig
Die Sojaverkäufe waren nicht weltbewegend. Trotzdem stieg die Sojabohne Kräftig. Nach den am Vortag bekannt gewordenen Stornierungen von 272.000 t gab es keine neuen Annullierungen. Im Gegenteil. Die Gefahr neuerlicher Annullierungen wird aktuell deutlich geringer eingeschätzt. Die Bohne schließt mit plus 1,6% bei 1344,25 US Act/buk auf einem 5 Monatshoch. Sojaschrot legt trotz schwacher Verkäufe sogar um 2,1% zu und steht aktuell bei 452,80 US $/t. Ein weiterer bullischer Faktor war der stark gestiegen Palmölpreis in Kuala Lumpur (Malaysia). Nicht zuletzt aufgrund der Unsicherheiten bzgl. der südamerikanischen Sojaernte stieg das Pflanzenöl erneut, und beendete den Tag nahe seines Höchststandes von Ende November 2013. Unterdessen verspricht die Wettervorhersage Brasiliens für die Zukunft ergiebige Regenfälle, die mittlerweile die weit nach Süden fortgeschrittenen Ernte behindern könnten. Als bärischer Faktor wurde eine geänderte Verkaufsstrategie der Argentinischen Farmer gehandelt. Das Risiko einer weiteren Inflation des Peso´s wird geringer eingeschätzt, und die bald benötigte Lagerkapazität könnte nun verstärkte Verkäufe auslösen.
 
Mais ohne Impulse
Die US Maisexporte lagen in der letzten Woche mit 1,27 Mio.t alte Ernte und 71.000 t neue Ernte über den Markterwartungen. Trotzdem schaffte der Märzkontrakt an der CBoT nur ein mageres Plus von 0,1% auf 440,50 US ct/bu. Die Farmer haben ihre Verkaufsbereitschaft erhöht, aber die Logistik ist aufgrund des Winters absolut unbefriedigend. Preis stützend wirkt die gute Nachfrage der Ethanolindustrie. Bei guten Margen weisen die Produzenten sehr niedrige Lagerbestände aus. In Paris muss der Mais ein kleines Minus von 75 Cent auf 172,50 €/t hinnehmen.
 
Raps folgt Soja
Die festen Ölsaatenmärkte nehmen den Raps mit. Der alterntige Maikontrakt legt 1,5 € auf 378,25 €/t zu. Die neue Ernte schafft sogar 2,25 € und settelt bei 360,75 €/t. Ein Preisniveau das zuletzt Anfang Dezember des letzten Jahres gesehen wurde. Völlig gegen den Trend handelte man in Winnipeg. Hier verlor der Märzkontrakt 3,31% auf 394 CaD.
 
Dieter Jendrziak
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