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Börsentelegramm

Starke Ölsaaten

von , am
07.03.2014

Die Unsicherheit bezüglich der Krimkrise waren insbesondere im Weizenmarkt deutlich zu spüren.

© landpixel
 
Der gestrigen Börsentag startete verhalten. Lediglich die Ölsaaten begannen freundlich. Die Unsicherheit bezüglich der Krimkrise waren insbesondere im Weizenmarkt deutlich zu spüren. Am Ende des Tages gab es drei Gewinner. Das waren Raps, Soja und der US- Mais. In erster Linie waren es die guten Exportdaten sowie die weiterhin kräftig gestiegenen Pflanzenölmärkte die den Anstieg verursachten. Langsam aber stetig häufen sich die Meldungen über ein in diesem Jahr auftretenden EL Nino. Das Wetterphänomen sorgt bekanntlich für eine erhebliche Verschiebung der üblichen Niederschlagsverteilung und bringt damit zusätzlich Spannung in die Märkte. Insbesondere in Süd Ost Asien sowie im Osten Australiens ist bereits von Trockenheit die Rede. Heute Morgen stehen alle Vorzeichen der elektronischen Nachtbörse in Chicago auf grün.
 
Weizen besinnt sich im Laufe des Tages
Die US-Exporte lagen mit 556.100 t für die alte Ernte um über 50% höher als die der Vorwoche und immerhin noch 10 % über dem 4-Wochenschnitt. Das lag am oberen Ende der Markterwartungen und daraufhin besannen sich die US-Händler und an dem CBoT drehten die Kurse in den grünen Bereich. Am Ende reichte es noch für ein 0,5% Anstieg auf 646 US ct/bu für den Maikontrakt. Unterstützung bekam der US-Weizen auch von einer sich anbahnenden neuen Trockenperiode in den südlichen Plains. Der hier angebaute Hard Red Winterweizen ist ohnehin nicht besonders gut mit Feuchtigkeit versorgt und könnte weiter leiden. In Paris drehte der Weizen erst mit den freundlicheren US-Börse in den positiven Bereich, und der Maikontrakt schaffte ein Plus von 50 Cent auf 206,25 €/t. Die neue Ernte schließt mit leichten Verlusten bei 196 €/t
 
Stramme Maisexporte in den USA
Mit erscheinen der Exportdaten in den USA kam Kauflaune auf. Die Exporte der alten Ernte wurden mit 1,52 Mio.t bekanntgegeben, und lagen damit 81 % über der Vorwoche und 35% über dem 4-Wochen Durchschnitt. Das lag deutlich über den Erwartungen. Zusätzlich wurden noch 165.000t für die nächste Saison gemeldet. Am Tagesende settelte der Maitermin des US Maises um 1,8% höher bei 491 US ct/bu. In Paris schließt der Mais durchwachsen. Der Augustkontrakt kann 50 Cent auf 187,25 €/t zulegen , während die anderen Termin leicht im Minus setteln.
 
Soja setzt seinen Anstieg fort
Die Bohne begann den Tag bereits freundlich, und konnte ihre Gewinne im Laufe des Tages immer weiter ausbauen. Am Ende stand der Maikontrakt um 1,2% höher bei 1438 US ct/bu. Vor 5 Wochen notierte er noch bei 1261 US ct/bu. Das bedeutet einen Anstieg um immerhin 14 %. Hauptgrund für den festen Bohnenmarkt ist zum einen der Ausverkauf der US Bestände. Im am Montag erscheinenden Wasde-Report müssen wohl die Bestands-, sowie die Exportzahlen korrigiert werden. Die Stornos der Chinesen verlieren durch den engen US Markt immer mehr an Bedeutung. Die Südamerikanische Ernte wird vorerst nicht die erwartete Entspannung bringen und so sahen die Händler weiteren preislichen Nachholbedarf. Zusätzlich präsentieren sich die Pflanzenölmärkte namentlich Palmöl und Sojaöl ausgesprochen fest. In Kuala Lumpur stieg das Palmöl um 1,2% auf ein 17 Monatshoch. In Chicago legt das Sojaöl 2,5% zu. Zu guter Letzt lagen auch noch die Exportdaten mit 773.000 t alte, sowie 257.000 t neue Ernte am oberen Ende der Erwartungen.
 
Raps weiter im Aufwind
Die Rapssaat in Paris profitiert ebenfalls von den festen Pflanzenölmärkten. Er setzt seinen steilen Anstieg fort. Die alte Ernte notiert um 7,25 €/t höher bei 414 €/t. Für die neue Ernte geht es um 4,75€ auf 382 €/t aufwärts. Canola in Winnipeg ist ebenfalls weiter in Richtung Norden unterwegs und steigt um 1,22 % auf 457,20 CaD.
 
Dieter Jendrziak
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