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Börsentelegramm

Terminmärkte beginnen die Woche schwächer

von , am
16.03.2015

Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel an den Terminmärkten in Übersee mit leicht rückläufigen Preisen für den Weizen und auch für Mais und Soja mit etwas schwächeren Kursen.

© agrar-press
 
Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel an den Terminmärkten in Übersee mit leicht rückläufigen Preisen für den Weizen und auch für Mais und Soja mit etwas schwächeren Kursen. Das dürfte zum Handelsbeginn am Montag auch an den europäischen Märkten ebenfalls einen etwas schwächeren Wochenstart zur Folge haben. Bereits am vorigen Freitag hatte der Handel in Chicago mit sehr deutlichen Preisabschlägen für Mais, aber auch für Soja, Sojaschrot und Weizen geendet. In Europa hatten die Rapspreise den Handel am Freitag für den vorderen Termin leicht im Plus und für die neue Ernte im Minus beendet. Die europäischen Weizenpreise blieben zum Wochenausklang hingegen fast unverändert und hatten im Wochenverlauf kräftig zugelegt. Die europäischen Weizenpreise konnten sich zum Wochenausklang vor allem wegen der erneut phänomenalen Exportdaten behaupten. Der Mais rutschte nach einer Woche mit steigenden Preisen am Freitag hingegen ins Minus. Maßgeblich für die aktuelle Preisentwicklung sind neben der weiteren Entwicklung der Exporte, in zunehmenden Umfang die aktualisierten Anbau- und Ernteschätzungen für die Ernte 2015 in Europa, in den  USA in den Schwarzmeerländern sowie die Daten aus der laufenden Ernte in Südamerika.
 
USA: Schwacher Wochenausklang für Weizen, Mais und Soja
Am vorigen Freitag (13.03) haben die Weizenpreise (Maikontrakt) am Terminmarkt in Chicago (nach einer Woche mit steigenden Preisen) wieder um 1,0 % auf 502,0 Ct je Buschel (176,0 Euro/t) nachgegeben. Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise in Chicago dennoch rund 4 % gestiegen. Für den in Kansas gehandelten Weizen Hard Red Winter gaben die Preise am Freitag um 1,3 % auf 539,2 US/t (189,2 Euro) nach. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel 0,5 % im Minus bei 499,4 Ct je Buschel (175 Euro). Gleichzeitig ist der Mais in den USA für den Maitermin am Freitag um 2,1 % auf 380,4 Ct je Buschel (145,9 Euro/t) zurückgegangen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen 0,3 % im Minus bei 379,2 Ct je Buschel (145,8 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) verlor am Freitag 1,7 % auf 974 Ct je Buschel (341,5 Euro/t). Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,1 % im Minus bei 972,6 Ct (341,3 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Freitag in Chicago um 1,4 % auf 327 USD/st (344 Euro/t) zurückgegangen und bewegten sich am Montag Vormittag 0,1 % im Plus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Freitag um 1,2 % auf 30,49 Ct/lb (649,5 Euro/t) nachgegeben und liegen am Montag Vormittag 0,3 % im Minus.
 
Ölpreis stürzt ab, Euro fast auf Dollarparität
Der Rohölpreis (WTI) ist am Freitag (13.03) erneut drastisch gefallen und liegt am Montag Vormittag erneut im Minus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Apriltermin am Freitag um 4,7 % auf 44,85 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 0,7 % im Minus bei 44,55 USD je Barrel. Gleichzeitig gab der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 4,2 % auf 54,67 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 0,8 % im Minus bei 54,24 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben sich in den USA am Freitag leicht um 0,3 % nachgegeben. Am Montag Vormittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel allerdings 0,3 % im Plus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Freitag am US-Terminmarkt kräftig um 3,5 % gefallen und liegen am Montag Vormittag 0,4 % im Minus. Der Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar 1,2 % an Wert verloren und notierte nur noch bei 1,0484 USD und liegt am Montag Vormittag bei 1,0547 USD je Euro und damit 0,6 % im Plus.
 
Weizenpreise im Wochenverlauf gestiegen
Die Weizenpreise haben sich am Freitag (13.03) am europäischen Terminmarkt kaum verändert. Im Wochenverlauf hatten die Preise jedoch 3 % bzw. 5,50 Euro zugelegt. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen (Mai) ging am Freitag mit 190,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (190,00 Euro) sind die Preise damit 0,13 % oder 0,25 Euro gestiegen. Die neue Ernte (September) kostete 188,50 Euro und damit 0,50 Euro weniger als am Vortag (189,0 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) 1,75 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (199,25 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 9,0 Euro niedriger. Am Montag könnte der Weizen (März) am europäischen Terminmarkt zunächst schwächeren Vorgaben aus Chicago folgen und leicht nachgeben bzw. sich knapp behaupten.
 
Maispreise auf höherem Niveau konsolidiert
Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (13.03) etwas nachgegeben. Im Wochenverlauf hatten die Preise jedoch 3,3 % bzw. 5,25 Euro zugelegt. Der Junikontrakt beendete den Handel am Freitag mit 164,25 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,5 % niedriger als am Vortag (165,0 Euro) jedoch deutlich über der Marke von 160 Euro. Der Augusttermin notierte bei 167,50 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (168,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 172,75 Euro und damit 0,50 Euro weniger als am Vortag (173,25 Euro) sowie 8,25 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 31,25 Euro niedriger. Am Montag Vormittag könnte der Mais (März) am europäischen Terminmarkt den etwas schwächeren Vorgaben aus den USA folgen oder sich knapp behaupten.
 
Rapspreise liegen jetzt über Vorjahr
Die Rapsreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Freitag (13.03) behauptet. Im Wochenverlauf hatten die Rapspreise jedoch 1,8 % bzw. 6,50 Euro zugelegt Der Maitermin beendete den Handel am Freitag bei 369,0 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,2 % % höher als am Vortag (368,25 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 358,50 Euro und damit 1,0 Euro weniger als am Vortag (359,50 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Preisabschlag von 2,0 Euro bei 360,0 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 10,50 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (362,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,25 Euro höher. Am Montag Vormittag könnte der Raps (Mai) am europäischen Terminmarkt den etwas schwächeren Vorgaben bei Sojbohnen aus Chicago folgen oder sich knapp behaupten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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