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Börsentelegramm

Terminmärkte können Gewinne nicht halten

von , am
29.09.2015

Am gestrigen Montag konnten weder der Weizen, noch der Mais oder die Ölsaaten die am Beginn des Handelstages vorhandenen Gewinne halten

© tom - Fotolia.com
 
Am gestrigen Montag konnten weder der Weizen, noch der Mais oder die Ölsaaten die am Beginn des Handelstages vorhandenen Gewinne halten. Sowohl in Europa als auch in den USA sind die Weizenpreise leicht zurückgegangen. In Europa rutschte der vordere Weizen knapp unter die Marke von 176 Euro. In den USA verteidigte der Chicago-Weizen die Marke von 505 Cent je Buschel (165 Euro/t). Einen kräftigen Preisrückgang verzeichnete am Montag die Sojabohne. Der Preisrückgang bei Soja zog auch den Raps in Europa mit nach unten, so dass der die Preise bis auf knapp 367,5 Euro nachgaben. Deutlich nach unten ging es in Europa für den vorderen Maiskontrakt. Auch hier zogen die nachgebenden US-Kurse den Markt mit nach unten.
 
Am heutigen Dienstag startet der Chicago-Weizen erneut etwas schwächer in den Handel und in Europa beginnen die Weizenpreise ebenfalls schwächer. Die Preise für US-Mais bewegen sich am heutigen Dienstag zum Handelsbeginn seitwärts und in Europa liegen die Maispreise leicht im Minus. Die Sojapreise beginnen den Handel am Dienstag unverändert bis leicht schwächer und auch der Raps bewegt sich zunächst seitwärts.
 
Der Euro hat am Montag gegenüber den USD 0,4 % auf 1,1244 USD zugelegt. Das Rohöl WTI wurde am Montag mit 44,43 USD je Barrel gehandelt und damit um 2,8 % niedriger als am Vortag.
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USA: Sojabohnen zu 21 % geerntet, Mais zu 18 %
Aus den USA meldet man am späten Montag Abend, dass die Maisernte zu am 27. September zu 18 % eingebracht war, nach 10 % in der Vorwoche 11 % im vorigen Jahr. Von den verbleibenden Beständen befinden sich 68 % in guter oder sehr Verfassung und damit ebenso viele wie in der vorigen Woche und 6 Prozentpunkte weniger als im vorigen Jahr ( 74 %).
 
Die US-Sojaernte ist indessen zügig angelaufen und war bis 27. September bereits zu 21 % eingebacht, nach 7 % Erntefortschritt in der Vorwoche und nur 9 % im vorigen Jahr. Von den verbleibenden Soja-Beständen befinden sich 62 % in guter oder sehr Verfassung und damit 1 Prozentpunkt weniger als in der vorigen Woche (63 %) und 10 Prozentpunkte weniger als im vorigen Jahr ( 72 %). Die Aussaat von Winterweizen war in den USA zu 31 % abgeschlossen nach 19 % in der Vorwoche und 40 % im vorigen Jahr.
 
EU: Weizenpreise mit leichten Verlusten
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Montag mit 175,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (176,50 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 0,4 % bzw. 0,75 Euro nachgegeben. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Montag mit 183,25 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag (184,0 Euro) haben die Märzpreise damit um 0,75 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche (170,25 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 5,50 Euro übertroffen. Das sehr niedrige Kursniveau vom vorigen Jahr (151,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 24,25 Euro bzw. 16,5 %.
 
Am heutigen Dienstag Vormittag (11:30) wird der Weizen am europäischen Terminmarkt zu weiter nachgebenden Preisen gehandelt. Der Dezember-Weizen liegt 1,50 Euro im Minus und notiert bei 174,25 Euro. Der März-Weizen gibt ebenfalls um 1,50 Euro nach und liegt bei 181,75 Euro.
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EU: Maispreise können sich nicht halten
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Montag zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 163,50 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 1,1 % niedriger als am Vortag (165,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 172,0 Euro und damit 1,50 Euro niedriger als am Vortag (173,50 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (162,0 Euro) wurde vom November-Mais um 1,50 Euro übertroffen. Die Maispreise vom Vorjahr (138,75 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 24,75 Euro bzw. 17,8 % übertroffen.
 
EU: Rapspreise folgen Soja nach unten
Die Rapspreise haben am Montag am europäischen Terminmarkt nachgegeben. Der Novemberkontrakt wurde mit 367,50 Euro gehandelt und damit zu 2,25 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (369,75 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 366,75 Euro und damit 1,75 Euro niedriger als am Vortag (368,50). Das Preisniveau der Vorwoche (364,25 Euro) wurde vom November-Raps um 3,25 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (313,25 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 54,25 Euro bzw. 17,3 % höher.
 
Am heutigen Dienstag Vormittag (11:30) beginnen die Rapspreise den Handel am europäischen Terminmarkt mit einer Seitwärtsbewegung. Der November-Raps notiert unverändert bei 367,50 Euro. Der Februar-Kontrakt notiert 0,25 Euro niedriger bei 366,75 Euro
 
USA: Weizenpreise halten 500-Cent-Marke
Am Montag (28.09) haben die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago nachgegeben. Der Dezember-Termin beendete den Handel 0,4 % niedriger bei 505,4 Cent je Buschel (165,2 Euro/t) und damit weiterhin über der 500-Cent-Marke. Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte 0,4 % niedriger bei 512,6 Cent je Buschel (167,6 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (495,6 Cent je Buschel) übertraf der Dezember-Weizen um 2,0 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (492 Cent je Buschel) übertraffen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 2,7 %.
 
Am Dienstag Vormittag beginnen die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago den Handel erneut 0,5 % im Minus bei 503,0 Cent je Buschel (164,4 Euro/t).
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USA: Maispreise wieder unter Druck
Die Maispreise sind am Montag am Terminmarkt in Chicago ebenfalls zurückgegangen. Der Dezemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,6 % niedriger bei 386,6 Cent je Buschel (135,4 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls 0,6 % niedriger bei 397,8 Cent je Buschel (139,3 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (384,2 Cent) übertrifft der Dezember-Mais um 0,6 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (323 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom Dezemberkontrakt um 19,7 % übertroffen.
 
Am Dienstag Vormittag starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,1 % im Minus bei 386,2 Cent je Buschel (135,3 Euro/t) in den Handel.
 
USA: Sojapreise korrigieren nach unten
Die Preise für Sojabohnen haben am Montag am Terminmarkt in Chicago einen Teil ihrer Vortagsgewinne wieder abgegeben. Der vordere Novemberkontrakt (neue Ernte) notierte 1,4 % niedriger bei 876,6 Cent je Buschel (286,6 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls 1,4 % niedriger bei 880,6 Cent je Buschel (287,9 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (873,7 Cent je Buschel) übertrifft der November-Kontrakt um 0,3 %. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (929 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 5,6 % verfehlt.
 
Am Dienstag Vormittag notieren die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) fast unverändert bei bei 876,2 Cent je Buschel (286,4 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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