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Börsentelegramm

Terminmärkte korrigieren vor USDA-Report

von , am
08.10.2015

Am Mittwoch sind die Weizenpreise in den USA und in Europa zurückgegangen.Knapp behauptet haben sich am Mittwoch die Maispreise in Europa.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Am Mittwoch sind die Weizenpreise in den USA und in Europa zurückgegangen. Der vordere Weizen rutschte in Europa bis auf 178 Euro. Der Druck kam vor allem von den nachgebenden Weizenpreisen in den USA. Dort sackte der Chicago-Weizen deutlich bis auf 517 Cent je Buschel (168 Euro/t) ab und der vordere Hard Red Winter Weizen fiel bis auf 508 Cent je Buschel (166 Euro).
 
Knapp behauptet haben sich am Mittwoch die Maispreise in Europa. Der vordere Mais notierte in Europa knapp unter 166 Euro und in den USA gaben die Maispreise leicht bis auf knapp 396 Cent je Buschel (138 Euro) nach. Ganz leicht gestiegen sind am Mittwoch erneut die Preise für Sojabohnen. Das hat auch die Rapspreise gestützt, die ganz leicht bis auf knapp 377 Euro zulegten.
 
Donnerstag: Weizen fester, Mais und Soja schwächer
Am heutigen Donnerstag beginnt der Chicago-Weizen den vorbörslichen Handel etwas fester. Auch die Weizenpreise in Europa liegen im Plus, nur knapp unter der Marke von 180 Euro. Die Preise für US-Mais bewegen sich am Donnerstag zum Handelsbeginn leicht nach unten.
 
In Europa geben die Maispreise ebenfalls ganz leicht nach. Die Sojabohne beginnt den Handel am Donnerstag etwas deutlich im Minus. Die Rapspreise starten in Europa hingegen leicht im Plus. Der Euro hat am Mittwoch gegenüber den USD 0,8 % auf 1,1284 USD zugelegt. Das Rohöl WTI machte am Dienstag einen Sprung von 4,9 % nach oben auf 48,50 USD je Barrel.
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Terminmarkt preist Analystenschätzungen ein
Die Veröffentlichung aktueller Analysten-Schätzungen führen vor dem USDA-Report weiterhin zu Anpassungs-Reaktionen an Terminmärkten, Bei der US-Maisernte geht die Konsensschätzung der Analysten von einer Korrektur der Ernte durch das USDA um etwa 1 % auf 338,8 Mio. t nach unten aus. Bei der US-Sojaernte erwarteten die Analysten eine Korrektur um 1,3 % auf 105,7 Mio. t nach unten.
 
Bei den globalen Endbeständen im Wirtschaftsjahr 2015/16 rechnen die Analysten beim Weizen mit einer leichten Korrektur von 226,6 auf 2240,7 nach unten. Bei Mais erwartet die Analysten ebenfalls eine ganz kleine Anpassung von 189,7 Mio. t auf 198,2 Mio. t und bei Sojabohnen von 85,0 Mio. t auf 84,6 Mio. t. Bei den US-Endbeständen 2015/16 erwartet der Markt beim Mais eine deutliche Anpassung um 6 % auf 37,7 Mio. t nach unten, bei Soja um 12 % auf 10,8 Mio. t nach unten und bei Weizen ebenfalls um 6 % auf 22,3 Mio. t.
 
EU: Weizen rutscht auf 178 Euro
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 178,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (179,25 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 0,6 % bzw. 1,0 Euro nachgegeben. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde mit 186,25 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag (188 Euro) haben die Märzpreise damit um 1,75 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche (174,50 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 3,75 Euro übertroffen. Das sehr niedrige Kursniveau vom vorigen Jahr (155,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 22,75 Euro bzw. 14,6 %.
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EU: Mais knapp behauptet
Die Preise für Körnermais haben sich am europäischen Terminmarkt am Mittwoch knapp behauptet. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 165,75 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % niedriger als am Vortag (166,0 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 173,50 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (174,0 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (161,25 Euro) wurde vom November-Mais um 4,50 Euro übertroffen. Die Maispreise vom Vorjahr (134,50 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 31,25 Euro bzw. 23,2 % übertroffen.
 
EU: Raps steigt auf 376 Euro
Die Preise für Raps haben am Mittwoch am europäischen Terminmarkt den dritten tag in Folge zugelegt. Der Novemberkontrakt wurde mit 376,50 Euro gehandelt und damit zu 0,75 Euro höheren Preisen als am Vortag (375,75 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 374,50 Euro und damit 1,75 Euro höher als am Vortag (372,75). Das Preisniveau der Vorwoche (367,50 Euro) wurde vom November-Raps um 10,0 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (320,50 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 56,0 Euro bzw. 17,4 % höher.
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USA: Weizenpreise korrigieren nach unten
Am Mittwoch (07.10) haben die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago nachgegeben. Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,8% niedriger bei 516,6 Cent je Buschel (168,6 Euro/t). Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte 1,7 % schwächer bei 523,6 Cent je Buschel (170,9 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (512,6 Cent je Buschel) übertraf der Dezember-Weizen um 0,8 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (481 Cent je Buschel) übertreffen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 7,4%.
 
USA: Maispreise etwas schwächer
Die Preise für Körnermais haben am Mittwoch am Terminmarkt in Chicago moderat nachgegeben. Der Dezemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,6 % niedriger bei 395,6 Cent je Buschel (138,3 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 0,6 % niedriger bei 406,2 Cent je Buschel (142 Euro/t). Gleichzeitig wird der Dezember-Mais etwa 2,1 % höher als in der Vorwoche (387,6 Cent) gehandelt. Das Preisniveau vom Vorjahr (339 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 16,6 % übertroffen.
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USA: Sojapreise steigen nochmals leicht
Die Preise für Sojabohnen sind Mittwoch am Terminmarkt in Chicago den dritten Tag in Folge gestiegen. Der vordere Novemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,3 % höher bei 891 Cent je Buschel (290,8 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel 0,3 % höher bei 895 Cent je Buschel (292,1 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (892 Cent je Buschel) wurde vom November-Kontrakt etwa ereicht. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (918 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um rund 3,0 % verfehlt.
 
Dr. Olaf Zinke
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