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Börsentelegramm

Terminmärkte positionieren sich vor USDA-Report

von , am
10.09.2015

Am europäischen Terminmarkt haben die Preise für Weizen und Mais am Mittwoch leicht nachgegeben und der Raps hat sich behauptet.

© tom - Fotolia.com
 
Am europäischen Terminmarkt haben die Preise für Weizen und Mais am Mittwoch leicht nachgegeben und der Raps hat sich behauptet. Am Donnerstag Nachmittag (14:00) liegen die Preise für Weizen und Mais wieder etwas deutlicher im Minus, während der Raps zunächst etwas zulegen kann. In den USA haben die Weizenpreise am Mittwoch ebenfalls moderat nachgegeben, während die Kurse für Soja etwas deutlicher abrutschten und der Mais am Ende des Handelstages leicht im Plus lag. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) wird der Weizen in Chicago mit einem ganz leichten Plus gehandelt, während sich die Preise bei Mais im roten Bereich bewegen und Soja ebenfalls ins Minus rutscht. Die Canolapreise in Kanada starten am Donnerstag hingegen  im Plus.
 
Abwärtskorrekturen bei Mais und Soja?
In den USA positioniert sich der Markt vor dem neuen USDA-Report am Freitag und es werden die aktuellen Schätzungen der Analysten zu den Veränderungen der Mais und Sojaernte eingepreist. Außerdem wird das USDA die endgültigen Daten zur aktuellen US-Weizenernte bekanntgeben. Im Vorfeld des USDA-Reports gehen die Analysten in einer Konsensschätzung von einer Abwärtskorrektur der neuen US-Maisernte um etwa 5,1 Mio. t bzw. 1,5 % auf 342,5 Mio. t. Bei Sojabohnen erwarteten die Analysten eine Korrektur der Ernte durch das USDA um rund 2,0 Mio. t bzw. 0,7 % auf 104,5 Mio. t.
 
Weizenernte in Frankreich über 40 Mio. t
In Europa hatte das französische Landwirtschaftsamt France Agrimer am Mittwoch die Weizenernte noch weiter auf 40,7 Mio. t (Vj: 37,5) nach oben korrigiert. Der Eiweißgehalt soll allerdings nur bei 11,0 % liegen (Vj. 11,0 %) und die franzöischen Exporte erwartet France Agrimer bei 18,8 Mio. t nach 19,4 Mio. t im vorigen Wirtschaftsjahr. Rund 11,0 Mio. t (Vj: 11,4) französischer Weizen sollen in Drittländer gehen. Die französische Maisernte gibt France Agrimer nur mit 13,26 Mio. t (Vj: 17,95 Mio. t) an. Der französische Maisexport soll deshalb nur bei 5,4 Mio. t liegen, nach immerhin 8,0 Mio. t im vorigen Jahr. Etwa 5,0 Mio. t (Vj: 7,5 Mio. t) der neuen Ernte sollen in andere EU-Länder gehen
 
Der Euro hat am gestrigen Mittwoch gegenüber den USD ganz leicht um 0,1 % auf 1,1214 USD zugelegt und liegt am Donnerstag Nachmittag zunächst fas unverändert bei 1,1206 USD. Das Rohöl WTI wurde am Mittwoch mit 44,15 USD je Barrel gehandelt und damit 3,9% niedriger als am Vortag. Am Donnerstag Mittag liegen die WTI-Preise 0,3 % im Plus bei 44,27 USD.
 
EU: Weizen kann 170 Euro nicht halten
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 169,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (170,0 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 0,3 % bzw. 0,50 Euro nachgegeben. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Mittwoch mit 177,25 Euro/t gehandelt. Im Vergleich zum Vortag (178,0 Euro) haben die Märzpreise damit um 0,75 Euro nachgegeben. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (172,25 Euro) verfehlten die Weizenpreise für den Dezembertermin am Mittwoch um 2,75 Euro bzw. 1,6 %.
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:00) wird der Weizen am europäischen Terminmarkt erneut zu nachgebenden Preisen gehandelt. Der Dezember-Weizen geht um 0,75 Euro zurück und notiert bei 168,75 Euro. Der März-Weizen fällt sogar um 2,0 Euro auf 175,25 Euro.
 
EU: Maispreise wieder unter Druck
Die Maispreise sind am Mittwoch am europäischen Terminmarkt leicht zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 165,0 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,5 % niedriger als am Vortag (165,75 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 170,75 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (171,75 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (150,25 Euro) wird am europäischen Terminmarkt deutlich um 14,75 Euro bzw. 9,8 % übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:00) wird der Mais am europäischen Terminmarkt zu nachgebenden Preisen gehandelt. Der November-Mais fällt um 1,25 Euro zu und notiert bei 163,75 Euro. Der Januarkontrakt notiert ebenfalls 1,25 Euro niedriger bei 169,50 Euro/t.
 
EU: Rapspreise behaupten sich
Die Rapspreise haben sich am Mittwoch am europäischen Terminmarkt behauptet. Der Novemberkontrakt wurde mit 363,75 Euro gehandelt und damit zu 0,25 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (364,0 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 363,0 Euro und unverändert zum Vortag (363,0). Im Vergleich zum Vorjahr (324,0 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 39,75 Euro bzw. 12,3 % höher.
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:00) liegt der Raps am europäischen Terminmarkt leicht im Plus. Der November-Raps steigt um 1,0 Euro und notiert bei 364,75 Euro. Der Februar-Kontrakt notiert ebenfalls 1,0 Euro höher bei 364,0 Euro.
 
USA: Weizenpreise am Donnerstag seitwärts
Am Mittwoch (09.09) haben die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago etwas nachgegeben. Der Dezember-Termin beendete den Handel 0,6 % niedriger bei 472,2 Cent je Buschel (154,8 Euro/t). Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte 0,6 % niedriger bei 480,3 Cent je Buschel (154,7 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (540 Cent je Buschel) verfehlte der Dezemberweizen in Chicago um etwa 12,6 %.
 
Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) bewegen sich die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago ganz leicht im Plus bei 473,2 Cent je Buschel (155,1 Euro/t).
 
USA: Maispreise pendeln seitwärts
Am Mittwoch (09.09) haben die Maispreise am Terminmarkt in Chicago leicht zugelegt. Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,2 % höher bei 369 Cent je Buschel (129,6 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 0,1 % höher bei 380,2 Cent je Buschel (133,8 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (337 Cent je Buschel) wurde am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 9,5 % übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago leicht um 0,2 % im Minus bei 368,2 Cent je Buschel (129,2 Euro/t) in den Handel.
 
USA: Sojabohnen wieder schwächer
Die Preise für Sojabohnen sind am Mittwoch (09.09) am Terminmarkt in Chicago zurückgegangen. Die neue Ernte (Novemberkontrakt) notierte 0,8 % niedriger bei 872,2 Cent je Buschel (286 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel 0,7 % niedriger bei 876 Cent je Buschel (287,5 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (1082 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 19,4 % verfehlt.
 
Am Donnerstag Nachmittag liegen die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) 0,4% im Minus bei 869 Cent je Buschel (284,9 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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