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Börsentelegramm

Terminmärkte: Spannung vor USDA Report

von , am
09.10.2015

Heute Abend ( 18 Uhr MEZ ) erscheint ein neuer USDA Report mit umfangreichen Daten zu den globalen Ernten, den Beständen sowie dem erwarteten Verbrauch ( WASDE).

© Eisenhans/Fotolia
 
Heute Abend ( 18 Uhr MEZ ) erscheint ein neuer USDA Report mit umfangreichen Daten zu den globalen Ernten, den Beständen sowie dem erwarteten Verbrauch ( WASDE). Der Oktoberreport hat es traditionell in Sich, und so wird auch die kommenden Einschätzung die weitere Entwicklung der Börsenkurse maßgeblich beeinflussen. Am gestrigen Handelstag agierten die Börsianer daher insgesamt vorsichtig, aber in den USA wurden mit fortschreitender Stunde zunehmend Gewinne realisiert, so das hier zum Handelsende deutlichere Verluste auf der Anzeigetafel standen. Eine neue Ernteschätzung der FAO mit nochmals höheren Zahlen wurde gestern nur am Rande registriert. Heute Morgen signalisiert die Nachtbörse in Chicago einen durchweg positiven Start in den Tag an.
 
EU Weizen lässt sich nicht beirren
Der Matifweizen ließ sich gestern nicht von den roten Zahlen aus Chicago anstecken. Der Dezemberkontrakt zeigt innere Stärke und beendete den Tag mit einem Plus von 75 Cent oder 0,4 % bei 179 Euro / t. Aber dem Weizen fehlen weiter die entscheidenden Impulse. Zwar konnte die wöchentliche Exportanmeldung der EU in der letzten Woche mit 602.000 t den negativen Abstand zur Vorjahresleistung etwas verringern, aber der Durchbruch ist das noch nicht.
 
In den USA wurde die wöchentlichen Exportzahlen mit 288.200 t im Rahmen der Erwartung bekanntgegeben, und hatte somit kaum Einfuß auf die Preisfindung. Eine neue Ausschreibung aus Saudi Arabien über 715.000 t Hartweizen war da schon interessanter. Aber die Unsicherheit über die kommende Schätzung des USDA ließ die Börsianer vorerst Gewinne mitnehmen. Der Dezemberweizen am CBoT gibt 5,25 US $ oder 1 % nach und settelt bei 5,1150 US $ bu.
 
Mais notiert uneinheitlich
Der US Mais litt gestern unter schwachen Exportzahlen und Erntedruck. Die Anmeldungen für die letzte Woche lagen mit 519.700 t unter den Erwartungen und nährte die Sorgen um eine insgesamt schwächere Nachfrage aus China, denn die Chinesen haben ihre Subventionsstrategie geändert um die inländische Produzenten zu stärken. Bärisch wirkte auch die hervorgehende Wetterprognose für die laufende US Ernte, die ein zügiges Vorankommen der Mähdrescher verspricht.
 
Der Dezembermais am CBoT gibt um 4,50 US Cent oder 1,2 % auf 3,9125 US $ / bu nach. Der Märzkontrakt hält sich weiter oberhalb der 4 Dollarmarke In Paris schließt der Mais uneinheitlich. Der Dezember beendet den Tag mit einem minimalen Minus von25 Cent bei 165,50 Euro / t während der Januar den gleichen Betrag zulegt und mit 173,75 Euro / t aus dem Handel geht.
 
Soja gibt nach
Die Sojabohne litt gestern ebenfalls unter Gewinnmitnahmen. Das gute Wetter bedeutet einen zügigen Erntefortschritt, und von einem frühzeitigen Frosteinbruch ist derzeit auch keine Rede. Die Exportzahl der letzten Woche lagen mit 1,285 Mio. t zwar über den Erwartungen, aber die Gesamtbilanz liegt im Jahresvergleich weiter deutlich zurück.
 
Die Novemberbohne korrigiert um 9,75 US Cent oder 1,1 % und settelt bei 8,8125 US $ / bu. Das Sojaschrot muss ebenso wie das Sojaöl nach einer durchweg positiven Woche ebenfalls einen Rücksetzer hinnehmen. Für Palmöl in Malaysia ging es gestern ebenfalls weiter abwärts. Nach der kräftigen Rally im September nahmen die Börsianer gestern erneut Gewinne in der Größenordnung von 2 % mit.
 
Raps hält sich
Der Raps an der Matif litt gestern unter den negativen Vorgaben seiner Kollegen, hielt sich mit einem Verlust von 25 Cent auf 376,25 Euro / t aber wacker. Canola in Winnipeg hatte dafür nicht die Kraft. Er musste fast 1 % abgeben
 
Dieter Jendrziak
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