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Börsentelegramm

Terminmärkte starten am Mittwoch schwächer

von , am
16.09.2015

Die Weizenpreise standen am Dienstag in Europa und den USA unter Druck. Auch der Mais hat auf beiden Seiten des Atlantiks nachgegeben.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Die Weizenpreise standen am Dienstag in Europa und den USA unter Druck. Auch der Mais hat auf beiden Seiten des Atlantiks nachgegeben. Dafür beendeten die Sojabohne in den USA und der Raps in Europa den gestrigen Handelstag im Plus. Am heutigen Mittwoch Vormittag (16.09) startet der Weizen in Chicago mit schwächeren Kursen in den Handel. Auch die Preise für Maispreise liegen am Mittwoch leicht im Minus. Die Sojapreise geben ebenfalls leicht nach. Diese Vorgaben sorgten in Europa zum Handelsbeginn am Mittwoch ebenfalls für nachgebende Weizenpreise und auch für schwächere Kurse bei Mais und Raps.
 
Maisernte in den USA begonnen
Einen Grund für den erneut aufkommenden Preisdruck beim Weizen sehen Analysten, neben der sehr komfortablen globalen Versorgung, vor allem in dem scharfen (preislichen) Wettbewerb an den Exportmärkten. Beim Mais hatten sich die Konditionen für die Mais-Bestände in den USA im aktuellen Crop-Montierung (wider Erwarten) nicht verändert, was unmittelbar zu Preisdruck führte. Im Süden der USA hat zudem die Maisernte begonnen und es fließt neuerntiger Mais auf den Markt. In Texas ist bereits die Hälfte der Ernte einbracht, in North Carolina sind es 57 %, im weiter nördlich gelegenen Missouri 14 % und in Kansas sind 11 % des Mais geerntet. Dagegen haben sich die Konditionen der Sojabestände überraschend deutlich um 2 Prozentpunkte verschlechtert, was die Preise bei Soja und anderen Ölsaaten am Dienstag stützte.
 
Der Euro hat am Dienstag gegenüber den USD um 0,4 % auf 1,129 USD nachgegeben. Das Rohöl WTI wurde am Montag mit 44,59 USD je Barrel gehandelt und damit 1,4% höher als am Vortag.
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EU: Weizenpreise können 170 Euro nicht halten
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Dienstag mit 169,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (170,75 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 0,7 % bzw. 1,25 Euro nachgegeben und sind zudem wieder unter die Marke von 170 Euro gerutscht. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Dienstag mit 176 Euro/t gehandelt. Im Vergleich zum Vortag (177 Euro) haben die Märzpreise damit um 1 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche (170,0 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 0,50 Euro verfehlt. Das Kursniveau vom vorigen Jahr (166,75 Euro) übertreffen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 2,75 Euro.
 
Am Mittwoch Vormitttag wird der Weizen am europäischen Terminmarkt erneut zu nachgebenden Preisen gehandelt. Der Dezember-Weizen geht um 0,50 Euro zurück und notiert bei 169,0 Euro. Der März-Weizen gibt um 0,25 Euro auf 175,75 Euro nach.
 
EU: Maispreise drehen wieder ins Minus
Die Maispreise sind am Dienstag am europäischen Terminmarkt ebenfalls zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 167,25 Euro/t und damit 0,50Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (167,75 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 171,75 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (172,25 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (165,0 Euro) wurde vom November-Mais um 2,25 Euro übertroffen. Die Maispreise vom Vorjahr (150,25 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 17,00 Euro bzw. 11,3 % übertroffen.
 
Am Mittwoch Vormittag wird der Mais am europäischen Terminmarkt zu nachgebenden Preisen gehandelt. Der November-Mais fällt um 1,0 Euro zu und notiert bei 166,25 Euro. Der Januarkontrakt notiert 0,25 Euro niedriger bei 171,50 Euro/t.
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EU: Rapspreise folgen Sojabohnen
Die Rapspreise haben sich Dienstag am europäischen Terminmarkt weiter erholt. Der Novemberkontrakt wurde mit 367,50 Euro gehandelt und damit zu 1,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (366,25 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 366,25 Euro und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (365,25). Das Preisniveau der Vorwoche (363,75 Euro) wurde vom November-Raps um 3,75 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (322,75 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 44,75 Euro bzw. 13,9 % höher.
 
Am Mittwoch Vormittag rutscht der Raps am europäischen Terminmarkt ins Minus. Der November-Raps geht um 0,75 Euro zurück und notiert bei 366,75 Euro. Der Februar-Kontrakt notiert 0,25 Euro niedriger bei 366,0 Euro.
 
USA: Weizenpreise erneut unter Druck
Am Dienstag (15.09) sind die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago wieder deutlich zurückgegangen. Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,3 % niedriger bei 494,6 Cent je Buschel (161 Euro/t). Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte 1,5 % niedriger bei 502,4 Cent je Buschel (163,5 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (472,2 Cent je Buschel) übertrifft der Dezember-Weizen um 4,7 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (531 Cent je Buschel) verfehlen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 6,9 %.
 
Am Mittwoch Vormittag beginnen die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago den Handel 0,5 % im Minus bei 492,4 Cent je Buschel (160,2 Euro/t).
 
USA: Maispreise wieder schwächer
Am Dienstag (14.09) sind die Maispreise am Terminmarkt in Chicago zurückgegangen. Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,8 % niedriger bei 390,4 Cent je Buschel (136,2 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 0,7 % niedriger bei 401,6 Cent je Buschel (140,1 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (369 Cent je Buschel) übertrifft der Dezember-Mais immer noch um 5,8 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (337 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 15,8 % übertroffen.
 
Am Mittwoch Vormittag (MEZ) starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,1 % schwächer bei 390 Cent je Buschel (136 Euro/t) in den Handel.
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USA: Sojapreise weiterhin fest
Die Preise für Sojabohnen sind am Dienstag (15.09) am Terminmarkt in Chicago gestiegen. Die neue Ernte (Novemberkontrakt) notierte 0,5 % höher bei 889 Cent je Buschel (289,3 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls 0,5 % höher bei 892,2 Cent je Buschel (290,4 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (872,2 Cent je Buschel) übertrifft der November-Soja um 1,9 %. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (1078 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 17,5 % verfehlt.
 
Am Mittwoch Vormittag (MEZ liegen die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) 0,5% im Plus bei 892 Cent je Buschel (290,4 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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