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Börsentelegramm

Terminmärkte starten vor USDA-Report schwächer

von , am
10.03.2015

Am Dienstag startet der vorbörsliche Handel in Chicago in Erwartung der neuen USDA-Daten bei Weizen , Mais und Soja schwächer.

© tom - Fotolia.com
 
Am Dienstag startet der vorbörsliche Handel in Chicago in Erwartung der neuen USDA-Daten bei Weizen, Mais und Soja schwächer und dürfte zunächst einmal auch die Preise in Europa mit nach unten ziehen. Der erste Handelstag der neuen Woche (Montag) endete hingegen an den Terminmärkten sowohl für Getreide als auch für Ölsaaten mit höheren Preisen. Offenbar halfen die im Vorfeld des USDA-Reports von Analysten getroffenen Einschätzungen und Prognosen den Märkten etwas nach oben. In Europa hat die EU-Kommission zum Wochenbeginn den Märkten allerdings eine Reihe neuer Daten zur Entwicklung von Anbau und Produktion geliefert. Hier dürften die ersten Produktionsprognosen der Kommission für Weizen und Gerste eher bärisch wirken und für Raps und Mais eher bullisch. Auch bei Schweinen und Rindfleisch sowie am Milchmarkt geht die EU-Kommission in ihrer aktuellen Prognose für 2015 von einem Wachstum der europäischen Produktion und damit auch des Angebots aus. Heute Abend und am Mittwoch dürften für Getreide- und Ölsaatenmärkte jedoch erst einmal die Daten aus dem neuen USDA-Report im Mittelpunkt stehen.
 
USA: Weizen, Soja und Mais im Plus, Dienstag wieder schwächer
Am Montag (09.03) sind die Weizenpreise für den Maikontrakt am Terminmarkt in Chicago um 1,6 % auf 490,0 Ct je Buschel (165,6 Euro/t) gestiegen. Für den in Kansas gehandelten Weizen Hard Red Winter legten die Preise um 1,6 % auf 530,4 US/t (179,3 Euro) zu. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel 0,6 % im Minus bei 487 Ct je Buschel (164,6 Euro). Gleichzeitig ist der Mais in Chicago für den Maitermin am Montag um 0,7 % auf 388,6 Ct je Buschel (140,8 Euro/t) gestiegen. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel fast unverändert bei 388,4 Ct je Buschel (140,7 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) legte am am Montag um 0,8 % auf 993,2 Ct je Buschel (336 Euro/t) zu. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,6 % im Minus bei 987,0 Ct (333 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Montag in Chicago um 2,0 % auf 334,1 USD/st (339 Euro/t) gestiegen, und bewegten sich am Dienstag Vormittag 0,3 % im Minus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Freitag um 0,9 % auf 31,0 Ct/lb (629 Euro/t) nachgegeben und liegen am Dienstag erneut 0,9 % im Minus.
 
Nordseeöl-Öl deutlich billiger, Euro fällt immer weiter
Der Rohölpreis (WTI) ist am Montag (09.03) etwas gestiegen und liegt am Dienstag Vormittag wieder im Minus. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für den Apriltermin am Montag um 0,8 % auf 50,0 USD je Barrel zu. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Dienstag Vormittag (MEZ) 0,7% im Minus bei 49,66 USD je Barrel. Gleichzeitig gab der Preis für das Nordseeöl Brent am Montag um 2,0 % auf 58,53 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel am Dienstag liegen die Brent-Preise erneut 0,9 % im Minus bei 57,99 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Montag um 5,7 % gefallen. Am Dienstag Vormittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel 0,5 % im Plus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Montag am US-Terminmarkt um 3,4 % gefallen und liegen am Dienstag Vormittag 0,8 % im Plus. Der Euro hat sich am Montag gegenüber dem Dollar behauptet und notierte bei 1,0873 USD, liegt jedoch am Dienstag Vormittag bei 1,0773 USD je Euro und damit 0,9 % im Minus.
 
Weizenpreise sind am Montag gestiegen
Die Weizenpreise konnten am europäischen Terminmarkt am Montag (09.03) etwas zulegen. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 187,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (184,75 Euro) sind die Preise damit 1,4 % oder 2,50 Euro höher. Die neue Ernte (September) kostete 185,50 Euro und damit 1,50 Euro mehr als am Vortag (184,0 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) 1,75 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (197 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 9,75 Euro niedriger. Am Dienstag dürfte der Weizen am europäischen Terminmarkt zunächst den etwas schwächeren Vorgaben aus Chicago nach unten folgen.
 
Maispreise am Terminmarkt zuletzt sehr fest
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Montag (09.03) den fünften Tag in Folge gestiegen. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 160,75 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 1,1 % höher als am Vortag (159,0 Euro). Der Augusttermin notierte bei 165,75 Euro und damit 1,75 Euro höher als am Vortag (164,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 171,0 Euro und damit 2,25 Euro mehr als am Vortag (168,75 Euro) sowie 10,25 Euro mehr als der Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (192 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 31,25 Euro niedriger. Am Dienstag Vormittag dürfte der Mais (März) am europäischen Terminmarkt den schwächeren Vorgaben aus den USA folgen und leicht nachgeben.
 
Rapspreise erholen sich wieder
Die Rapsreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag (09.03) kräftig zugelegt. Der Maitermin beendete den Handel bei 365,75 Euro/t und damit 3,25 Euro bzw. 0,9 % % höher als am Vortag (362,50 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 358,25 Euro und damit 3,25 0 Euro mehr als am Vortag (355,0 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Aufschlag von 3,25 Euro bei 357,0 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 7,50 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (372,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,50 Euro niedriger. Am Dienstag Vormittag dürfte der Raps (Mai) am europäischen Terminmarkt den schwächeren Vorgaben aus Chicago nach unten folgen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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