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Börsentelegramm

Terminmärkte verarbeiten neue USDA-Daten

von , am
14.09.2015

Am europäischen Terminmarkt sind die Preise für Raps und Weizen nach der Veröffentlichung des neuen USDA-Reports zurückgegangen.

Nach dem USDA-Report starteten die euopäischen Weizenpreise mit 179 Euro je Tonne in die neue Woche. © Leonhardo Franko/fotolia

 
Am europäischen Terminmarkt sind die Preise für Raps und Weizen nach der Veröffentlichung des neuen USDA-Reports zurückgegangen, während die Preise für Mais gestiegen sind. In den USA hatten die Weizenpreise zunächst ebenfalls nachgegeben, drehten am Ende des Tages jedoch deutlich ins Plus. Bei Sojabohnen rutschten die Preise unmittelbar nach Veröffentlichung der neuen USDA-Daten zunächst deutlich ins Minus, schafften es bis Ende des Tages jedoch wieder auf das Vortagsniveau. Sehr kräftige Gewinne verzeichnete indessen der Mais.
 
Am heutigen Montag Vormittag (14.09) wird der Weizen in Chicago erneut zu höheren Preisen gehandelt und die Preise für Mais liegen ebenfalls im Plus. Die Sojabohne startet ebenfalls im grünen Bereich in die neue Woche. Dieser positive Start in den vorbörslichen Handel dürfte heute Vormittag in Europa zunächst einmal ebenfalls für  einen positiven Handelsbeginn bei Mais, Weizen und Raps sorgen.
 
Neue Daten bewegen die Märkte
Auf den ersten Blick sind die neuen USDA-Daten bei Weizen und Soja eigentlich bärisch zu bewerten. Beim Mais ist die Ernte in den USA zwar etwas kleiner und die Versorgung in Europa relativ eng, nicht jedoch das Angebot am Weltmarkt und aus Südamerika. Allerdings könnten die Preise aus technischer rund fundamentaler Sicht einen Boden erreicht haben und deshalb nicht weiter zurückgehen. Die globale Weizenernte hat das USDA am Freitag ebenso auf einen neuen Rekordstand nach oben gesetzt wie die weltweiten Weizen-Bestände. Kräftig nach unten korrigiert hat das USDA (wegen der kleineren Ernten in Europa und den USA) die globale Maisernte und die globalen Bestände. Bei Sojabohnen wurde die globale Ernte 2015/16 ganz leicht nach unten gesetzt, die US-Ernte jedoch entgegen der Analystenerwartungen nach oben korrigiert. Die Soja-Bestände wachsen etwas weniger kräftig als zuvor erwartet.
 
Der Euro hat am Freitag gegenüber den USD um 0,5 % auf 1,1353 USD zugelegt. Das Rohöl WTI wurde am Freitag mit 44,63 USD je Barrel gehandelt und damit 2,8% niedriger als am Vortag. Am Montag liegen die WTI-Preise 0,6 % im Minus bei 44,36 USD.
 
EU: Weizen  jetzt etwa so teurer wie 2014
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 167,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (169,25 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 0,9 % bzw. 1,50 Euro nachgegeben. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Freitag mit 175,75 Euro/t gehandelt. Im Vergleich zum Vortag (175,75 Euro) haben die Märzpreise damit um 1,75 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche (166,50 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 1,25 Euro übertroffen. Das Kursniveau vom vorigen Jahr (166,75 Euro) übertreffen die Weizenpreise für den Dezembertermin am Freitag um 1,00 Euro bzw. 0,6 %.
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EU: Maispreise erholen sich
Die Maispreise sind am Freitag am europäischen Terminmarkt gestiegen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 165,0 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % höher als am Vortag (164,0 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 170,75 Euro und damit 0,50 Euro höher als am Vortag (170,25 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (161,50 Euro) wurde vom November-Mais am Freitag um 4,0 Euro übertroffen. Die Maispreise vom Vorjahr (150,25 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 14,75 Euro bzw. 9,8 % übertroffen.
 
EU: Rapspreise höher als letzte Woche
Die Rapspreise haben am Freitag am europäischen Terminmarkt nachgegeben. Der Novemberkontrakt wurde mit 363,25 Euro gehandelt und damit zu 2,0 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (365,25 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 362,0 Euro und damit 1,75 Euro niedriger als am Vortag (363,75). Das Preisniveau der Vorwoche (357,50 Euro) wurde vom November-Raps am Freitag um 5,75 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (322,75 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 40,50 Euro bzw. 12,5 % höher.
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USA: Weizenpreise ziehen kräftig an
Am Freitag (11.09) sind die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago gestiegen. Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,5 % höher bei 485,0 Cent je Buschel (157 Euro/t). Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte ebenfalls 1,5 % höher bei 493,4 Cent je Buschel (159,7 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (467,6 Cent je Buschel) übertrifft der Dezember-Weizen um 3,7 % Euro. Das Preisniveau vom Vorjahr (531 Cent je Buschel) verfehlen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 8,7 %.
 
Am Montag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,6 % im Plus bei 487,6 Cent je Buschel (157,8 Euro/t).
 
USA: Maispreise steigen sehr kräftig
Am Freitag (11.09) sind die Maispreise am Terminmarkt in Chicago kräftig gestiegen. Die neue Ernte (Dezember) notierte 3,4 % höher bei 387 Cent je Buschel (134,2 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 3,3 % höher bei 398,2 Cent je Buschel (138,3 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (467,6 Cent je Buschel) übertrifft der Dezember-Mais um 10,7 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (337 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 14,8 % übertroffen.
 
Am Montag Vormittag (MEZ) starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,7 % im Plus bei 389,2 Cent je Buschel (135,1 Euro/t) in den Handel.
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USA: Sojabohnen weiter seitwärts
Die Preise für Sojabohnen haben sich am Freitag (11.09) am Terminmarkt in Chicago seitwärts bewegt. Die neue Ernte (Novemberkontrakt) notierte unverändert bei 874,2 Cent je Buschel (283 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls unverändert bei 877,4 Cent je Buschel (284 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (877,2 Cent je Buschel) verfehlt der November-Soja um 0,4 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (1078 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 19,0 % verfehlt.
 
Am Montag Vormittag (MEZ liegen die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) 0,7% im Plus bei 880,6 Cent je Buschel (285 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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