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Börsentelegramm

US-Bestandsdaten bringen neue Marktimpulse

von , am
30.09.2015

Heute könnten die US-Bestandsdaten zum Stichtag 1. September durchaus heftige Preisreaktionen auslösen.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Am Dienstag haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt deutlich und in den USA moderat nachgegeben. In Europa beendete der vordere Weizen den Handel mit knapp 174 Euro. In den USA behauptete der Chicago-Weizen trotz leichter Schwäche die Marke von 500 Cent je Buschel (163 Euro/t). Leicht nach oben ging es am Dienstag für die Sojabohne. Die Rapspreise in Europa konnten sich knapp bei 367 Euro behaupten. Weiter nach unten ging es in Europa für die Maispreise. In den USA hatten die Maispreise hingegen leicht zugelegt.
 
Am heutigen Mittwoch beginnt der Chicago-Weizen den Handel mit moderat steigenden Preisen und in Europa starten die Weizenpreise unverändert bzw. leicht schwächer. Die Preise für US-Mais bewegen sich am heutigen Mittwoch zum Handelsbeginn ganz leicht im Plus, in Europa liegen die vorderen Maispreise leicht im Plus und die hinteren Termin im Minus. Die Sojapreise beginnen den Handel am Mittwoch ebenfalls leicht fester und auch der Raps bewegt sich zunächst ganz leicht nach oben.
 
Der Euro hat am Dienstag gegenüber den USD um 0,3 % auf 1,127 USD zugelegt. Das Rohöl WTI wurde am Dienstag mit 45,23 USD je Barrel gehandelt und damit um 1,8 % höher als am Vortag.
 
USDA-Bestandsdaten könnten Terminmärkte erschüttern
Bestimmend für die Preisentwicklung am heutigen Tag werden die beiden heute Abend (MEZ) veröffentlichten USDA-Reports zur aktuellen US-Weizenernte (Small Grains Annual Summary) und zu den US-Quartalsbeständen bei Mais, Soja und Weizen (Grain Stocks) sein. Dabei erwarteten die Analysten im Vorfeld des Small Grains Annual Summary bei der Weizenernte mit rund 58,2 Mio. t nur marginale Veränderungen zu den bisherigen Prognosen.
 
Demgegenüber könnten die Bestandsdaten zum Stichtag 1. September durchaus heftige Preisreaktionen auslösen. Die Analysten gehen in ihrer Konsensschätzung davon aus, dass die Weizenbestände mit 58,9 Mio. t rund 7,0 Mio. t größer sind als im vorigen Jahr zum gleichen Termin (51,9). Beim Mais erwartet man Bestände von 43,7 Mio. t im Vergleich zu 31,0 Mio. t und damit einen Anstieg von 12,7 Mio. t (!!) und bei Soja gehen die Analysten zum Stichtag 1. September von Sojabeständen von 5,5 Mio. t aus. nach Beständen von 2,5 Mio. t im vorigen Jahr und damit von einer Verdopplung.
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EU: Weizenpreise wieder unter Druck
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Dienstag mit 173,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (175,75 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 1,1 % bzw. 2,0 Euro nachgegeben. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Dienstag mit 182,0 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag (183,25 Euro) haben die Märzpreise damit um 1,25 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche (171,75 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 2,0 Euro übertroffen. Das sehr niedrige Kursniveau vom vorigen Jahr (151,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 22,25 Euro bzw. 14,6 %.
 
Am heutigen Mittwoch  (12:00) wird der vordere Weizen am europäischen Terminmarkt zu leicht schwächeren Preisen gehandelt. Der Dezember-Weizen liegt 0,25 Euro im Minus und notiert bei 173,50 Euro. Der nachfolge März-Weizen legt hingegen um 0,25 Euro zu und liegt bei 182,25 Euro.
 
EU: Maispreise geben erneut nach
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Dienstag zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 162,50 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % niedriger als am Vortag (163,50 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 171,0 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (172,0 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (161,25 Euro) wurde vom November-Mais um 1,25 Euro übertroffen. Die Maispreise vom Vorjahr (138,75 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 23,75 Euro bzw. 17,1 % übertroffen.
 
Am heutigen Mittwoch  (12:00) wird der vordere Maiskontrakt am europäischen Terminmarkt zu leicht festeren Preisen gehandelt. Der November-Mais notiert 0,25 Euro höher bei 162,75 Euro. Der Januarkontrakt notiert hingegen 0,50 Euro niedriger als am Vortag bei 170,50 Euro/t.
 
EU: Rapspreise bewegen sich seitwärts
Die Rapspreise haben sich am Dienstag am europäischen Terminmarkt knapp behauptet. Der Novemberkontrakt wurde mit 367,25 Euro gehandelt und damit zu 0,25 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (367,50 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 366,50 Euro und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag (366,75). Das Preisniveau der Vorwoche (363,50 Euro) wurde vom November-Raps um 3,75 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (313,25 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 54,00 Euro bzw. 17,2 % höher.
 
Am heutigen Mittwoch (12:00) beginnen die Rapspreise den Handel am europäischen Terminmarkt leicht fester. Der November-Raps notiert 0,25 Euro höher bei 367,50 Euro. Der Februar-Kontrakt notiert zunächst ebenfalls 0,25 Euro höher bei 366,75 Euro.
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USA: Weizenpreise halten die 500-Cent-Marke
Am Dienstag (29.09) haben die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago leicht nachgegeben. Der Dezember-Termin beendete den Handel 0,4 % niedriger bei 503,6 Cent je Buschel (164,2 Euro/t) und damit weiterhin über der 500-Cent-Marke. Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte 0,3% niedriger bei 511,2 Cent je Buschel (166,7 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (495,6 Cent je Buschel) übertraf der Dezember-Weizen um 1,6 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (492 Cent je Buschel) übertrafen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 2,4 %.
 
Am Mittwoch beginnen die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago den Handel erneut 0,5 % im Plus bei 506,2 Cent je Buschel (164,4 Euro/t).
 
USA: Maispreise kommen etwas höher
Die Maispreise sind am Dienstag am Terminmarkt in Chicago leicht gestiegen. Der Dezemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,6 % höher bei 389 Cent je Buschel (135,9 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 0,4 % höher bei 399,6 Cent je Buschel (139,7 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (380,4 Cent) übertrifft der Dezember-Mais um 2,2 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (323 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom Dezemberkontrakt um 20,4 % übertroffen.
 
Am Mittwoch starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,3 % im Plus bei 390,0 Cent je Buschel (136,6 Euro/t) in den Handel.
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USA: Sojapreise steigen leicht
Die Preise für Sojabohnen sind am Dienstag am Terminmarkt in Chicago moderat gestiegen. Der vordere Novemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,9 % höher bei 884,2 Cent je Buschel (288,3 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel 0,8 % höher bei 887,4Cent je Buschel (289,3 Euro/t).
 
Das Preisniveau der Vorwoche (861,6 Cent je Buschel) übertrifft der November-Kontrakt um 2,6 %. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (929 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 4,8 % verfehlt.
 
Am Mittwoch (12.00) notieren die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) 0,2 % höher bei bei 886 Cent je Buschel (288,9 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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