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Börsentelegramm

US-Weizen etwas erholt, Mais schwächer, Ölsaaten fester

von , am
21.04.2015

Etwas höhere Weizenpreise in den USA und fast unveränderte Weizenkurse in Europa waren das Ergebnis des gestrigen Handelstages (Montag) an den Terminmärkten.

© agrar-press
 
Etwas höhere Weizenpreise in den USA und fast unveränderte Weizenkurse in Europa waren das Ergebnis des gestrigen Handelstages (Montag) an den Terminmärkten. Gleichzeitig gaben die Maispreise am Montag auf beiden Seiten des Atlantiks nach. Die Terminmarktpreise für Soja in den USA und für Raps in Europa beendeten den Handel am ersten Tag der Woche im Plus. Auch die Preise Sojaschrot und Sojaöl stiegen erneut an. Am Dienstag beginnt der vorbörsliche Handel an den Terminmärkten in Übersee wieder mit nachgebenden Kursen bei Weizen. Für Mais und den Sojakomplex liegen die Preise ebenfalls im Minus. In Europa beginnt der Handel für den Weizen leicht im Plus. Raps und Mais bewegen sich zum Handelsbeginn seitwärts.
 
USA: Viel Sommerweizen gesät, Frankreich mit Top-Konditionen
Aus den USA meldete man Montag Abend dass die Maisaussaat jetzt zu 9 % erfolgt ist, im Vergleich zu 13 % im langjährigen Mittel und 2 % in der Vorwoche. Der Zustand des Winterweizens hat sich in den USA trotz Regens nicht verbessert. Das USDA stuft 42 % der Bestände als gut oder sehr gut ein und damit ebenso so viel wie in der Vorwoche, jedoch 8 Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr (34 %). Die Aussaat von Sommerweizen ist in den USA zu 36 % abgeschlossen, im Vergleich zu 17 % in der Vorwoche und 19 % im langjährigen Mittel. Aus Frankreich meldete France Agrimer Ende letzter Woche, dass sich 92 % der Winterweizenbestände in guter oder sehr guter Verfassung befinden, im Vergleich zu 75 % im letzten Jahr. Kanadas Landwirtschaftsministerium erwartet diese Woche eine Weizenfläche (Erntefläche) für die Ernte 2015 von 9,7 Mio. ha im Vergleich zu 9,7 Mio. ha zu letzten Schätzung und 9,5 Mio. ha im letzten Jahr. Die Weizenernte (insgesamt) 2015 erwarteten die Kanadier jetzt bei 29,5 Mio. t, nach 29,6 Mio. t bei der letzten Schätzung und einer Ernte von 29,3 Mio. t im letzten Jahr.
 
USA: Weizenpreise leicht erholt
Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel 0,6 % im Minus bei 495,6 Ct je Buschel (169,6 Euro). Für den in Kansas gehandelte proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter geben die Preise am Dienstag Vormittag um 0,4 % auf 510,2 Ct je Buschel (174,6 Euro) nach. Am gestrigen Montag (20.04) hatten die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago noch etwas zugelegt. Der Maikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Aufschlag von 0,9 % bei 498,6 Ct je Buschel (170,6 Euro/t) aus dem Handel. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter, legten die Preise am gestrigen Montag um 0,6 % auf 512,4 US/t (175,3 Euro) zu.
 
USA: Maispreise schwächer, Sojapreise weiter gestiegen
Am Dienstag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,7 % im Minus bei 375,2 Ct je Buschel (138,56 Euro). Am gestrigen Montag hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA bereits um 0,5 % auf 378,0 Ct je Buschel (138,6 Euro/t) nachgegeben. Die Sojabohne (Maikontrakt) hat am Montag hingegen um 0,9 % auf 977,4 Ct je Buschel (334,4 Euro/t) zugelegt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,2 % im Minus bei 975,4 Ct (334 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Monatg in Chicago um 1,1 % auf 318,5 USD/st (327 Euro/t) gestiegen und bewegen sich am Dienstag Vormittag jedoch 0,6 % im Minus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Montag um 0,6 % auf 31,59 Ct/lb (648 Euro/t) zugelegt und liegen am Montag Vormittag 0,7 % im Plus.
 
Euro gibt wieder nach
Der Euro hat sich am Montag gegenüber dem Dollar 0,5 % an Wert verloren und notierte bei 1,0744 USD und liegt am Dienstag Vormittag bei 1,0695 USD je Euro und damit erneut 0,5 % im Minus. Der Rohölpreis (WTI) ist am Montag gestiegen und liegt am Dienstag Vormittag leicht im Minus. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse am Montag um 1,0 % auf 57,88 USD je Barrel zu. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Dienstag Vormittag (MEZ) 0,5 % im Minus bei 57,61 USD je Barrel. Gleichzeitig hat sich der Preis für das Nordseeöl Brent am Montag mit 63,45 USD je Barrel nicht verändert. Im elektronischen Handel am Dientag liegen die Brent-Preise 0,6 % im Minus bei 63,08 USD je Barrel.
 
Weizenpreise behaupten sich
Am Dienstag Vormittag legen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt um etwa 0,50 Euro auf 183,25 Euro/t zu. Die neue Ernte (September) kostete am Dienstag Vormittag 184,25 Euro und damit eben so viel wie am Vortag (184,25 Euro). Am gestrigen Montag hatten die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt sich kaum verändert. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging am Montag mit 182,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (182,75 Euro) hatten sich die Preise damit nicht verändert. Die neue Ernte (September) kostete am Montag 184,25 Euro und damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (184,0 Euro). Gleichzeitig waren die Preise für die neue Weizenernte (September) 1,50 Euro höher als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (203 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 20,25 Euro niedriger.
 
Maispreise rutschen ins Minus
Am Dienstag Vormittag notiert der Mais (Juni) am europäischen Terminmarkt 0,50 Euro niedriger bei 162,0 Euro. Gleichzeitig kostet die neue Ernte 171,00 Euro und damit 0,25 Euro weniger. Am gestrigen Montag haben die Maispreise am europäischen Terminmarkt nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 162,50 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,15 % niedriger als am Vortag (162,75 Euro). Der Augusttermin notierte bei 169,25 Euro und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag (169,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 171,25 Euro und damit ebenfalls 0,25 Euro weniger als am Vortag (171,50 Euro) sowie 8,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 33,0 Euro niedriger.
 
Rapspreise weiter sehr fest
Am Dienstag Vormittag bewegen sich die Rapspreise am europäischen Terminmarkt seitwärts bei 375,75 Euro und die neue Ernte kostet 0,25 Euro weniger und damit 362,00 Euro. Am gestrigen Montag waren die Rapspreise am europäischen Terminmarkt gestiegen. Der Maitermin beendete den Handel bei 375,75 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 0,5 % höher als am Vortag (374,0 Euro). Die neue Ernte (August) kostete am Montag 362,25 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag (361,25 Euro). Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 13,50 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (367,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 8,0 Euro höher.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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