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Börsentelegramm

USDA-Report bringen mehr Klarheit

von , am
07.04.2014

Am Montag Abend wird das USDA erstmals in diesem Jahr wieder einen detaillierten Bericht über den Zustand des Winterweizen in den einzelnen Bundesstaaten vorlegen.

© kk artworks/fotolia
 
Der Weizenmarkt kann sich derzeit nicht entscheiden welches Szenario für die weitere Preisentwicklung ausschlaggebend wird. Während die Weizenpreise in den USA und Kanada am Freitag auf den tiefsten Stand seit drei Woche rutschten, konnte sich die Kurse in Europa vor dem Hintergrund anhaltend reger Exporte einigermaßen behaupten. Im vorbörslichen elektronischen Handel legen die Weizenpreise in den USA am Montag Vormittag jedoch wieder deutlich zu. Grund für den erneuten Preisanstieg sind die Berichte über die Ausweitung der Trockenheit in weiten Teilen der südlichen US-Anbaugebiete. Offensichtlich haben die Regenfälle der letzten Tage keine grundlegende Verbesserung der Situation gebracht. Am Montag Abend wird das USDA erstmals in diesem Jahr wieder einen detaillierten Bericht über den Zustand des Winterweizen in den einzelnen Bundesstaaten vorlegen.
 
US-Weizenpreise letzte Woche deutlich abgerutscht
Am Freitag (04.04) gaben die Weizenpreise in den USA wegen der (moderaten) Niederschläge in einigen Weizenanbaugebieten und wegen der im Vergleich zu den Europäern relativ schwachen US-Exporte um 1,0 % nach. Am Montag (07.04) Vormittag lagen die Kurse im vorbörslichen Handel indessen schon wieder knapp 1,0 % im Plus.. Am Freitag beendete der Maikontrakt am Terminmarkt in Chicago (SRW) den Handel mit einem Abschlag von 1,0 % bei umgerechnet 179 Euro/t (669,6 Ct/Bu). Die neue Ernte (Dezember) kostete 187 Euro/t (698,2/bu). Damit kostete der Weizen in Chicago für den Mai etwa 6 Euro weniger als vor einer Woche und die neue Ernte hat sich um 3 Euro verbilligt. Gegenüber dem letzten Tiefstand von Ende Januar waren die Weizenpreise in Chicago am Freitag noch immer 20 % höher. Gegenüber der jüngsten Preisspitze vom 20. März haben die US-Preise jedoch wieder um etwa 7 % nachgegeben.
 
EU-Weizen nach Korrektur wieder stabiler
In der Europäischen Union haben die Weizenpreise sich Ende der letzten Woche behauptet. Am Freitag (04.04) kostete der Weizen für den Maitermin an der MATIF knapp 206,50 Euro/t und damit 0,25 Euro weniger wie am Vortag und etwa 3,50 weniger wie am Montag letzter Woche. Die neue Ernte (November) wurde am Freitag mit 197,50 Euro/t gehandelt und damit 1,25 Euro billiger als am Vortag und 5,25 Euro billiger als letzte Woche. Am Kassamarkt hatten die Weizenpreise Ende der letzten Woche leicht In den tagen zuvor jedoch deutlicher nachgegeben . Am Großmarkt in Hamburg handelte man den Brotweizen am Freitag (04. April) mit 206 Euro/t und damit 1,0 Euro billiger als am Vortag und 6,50 Euro billiger wie eine Woche zuvor. Die neue Ernte (September) wurde in Hamburg mit 201 Euro/t notiert und damit 6,50 billige als vor einer Woche und weiterhin nur 5 Euro unter den aktuellen Preisen. 
 
 EU-Mais am Kassamarkt sehr fest
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise am Freitag (07.04) leicht nachgegeben sich im Wochenverlauf aber gut behauptet. Die Kontraktpreise für den Junitermin beendeten den Handel an der MATIF in Paris mit 184,25 Euro/t und damit 1,50 Euro billiger wie am Vortag und rund 1,5 Euro billiger als vor einer Woche. Für den Novemberkontrakt (neue Ernte)gaben die Preise am Freitag um 2,50 Euro auf 189,00 Euro nach. Damit ist die neue europäische Ernte derzeit 5 Euro teurer als der aktuelle Marktpreis. Im Großhandel bewegten sich die Maispreise in Frankreich am Freitag zwischen 170 Euro und 174 Euro (0) und waren damit ähnlich teurer wie letzte Woche. Am Großmarkt in Hamburg wurde Mais am Freitag (04.04) mit 205 Euro (+7) notiert und damit 7 Euro teurer als vor einer Woche.
 
US-Maispreise seit Januar um 19 % gestiegen
Am US-Terminmarkt in Chicago waren die Maispreise am Freitag (04.04) leicht gestiegen. Der Maitermin ging am Freitag in Chicago mit einem Aufschlag von 0,5 % und umgerechnet 144 Euro/t (501,6Ct/bu) aus dem Handel und der Julitermin kostete knapp 146 Euro (507,4 Ct/bu). Die neue Ernte (Dezember) wurde mit knapp 145,50 Euro (506,6 Ct/bu) gehandelt. Damit sind die US-Mais-Preise seit Mitte Januar um 19 % gestiegen. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete der Mais am Freitag 235 USD/t (171,5 Euro/t) und der Junitermin wurde für rund 230 USD/t (168 Euro/t) angeboten.
 
Sojapreise wieder gestiegen
Am US-Terminmarkt sind die Sojapreise im Verlauf der letzten Woche gestiegen und haben sich am letzten Freitag behauptet. Der Maikontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Freitag (04.04) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 394,50 Euro/t (1473,6 Ct/bu) und der Julitermin kostete am Ende des Handelstages 389,6 Euro/t (1455 Ct/bu). Die nächste US-Ernte (November) wurde mit 323 Euro/t (1208 Ct/bu) gehandelt. Damit kosteten die Bohnen (Maikontrakt) am Freitag etwa eben so viel wie am Vortag, jedoch 12,50 Euro mehr wie vor einer Woche. Gegenüber dem letzten Tiefstand von Ende Januar waren die Sojapreise in Chicago am Freitag fast 17 % höher. Im vorbörslichen elektronischen Handel legten die Sojapreise in Chicago am Montag Vormittag moderat zu.
 
Raps in Europa und Kanada schwächer
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (04.04) nachgegeben. Der Maitermin beendete den Handel am Freitag mit knapp 408,75 Euro und der Augustkontrakt (neue Ernte) notierte bei knapp 368 Euro. Damit kostete der Mai-Kontrakt in Paris rund 2 Euro weniger als am Vortag und 3 Euro weniger als letzte Woche. Die neue Ernte war sogar 4 Euro billiger als am Vortag und 6 Euro billiger als letzte Woche. Die Rapspreise in Kanada haben am Freitag (04.04) nachgegeben. Mit umgerechnet knapp 301 Euro/t (454,20 CAD) rutschte der Maitermin in Kanada um 5 CAD nach unten. Im Vergleich zur Vorwoche hat der kanadische Raps damit jedoch um 3 CAD zugelegt. Die neue Ernte (November) kostete 321 Euro (480 CAD) und damit 2 CAD mehr als in der Vorwoche. Im vorbörslichen elektronischen Handel legten die Rapspreise in Kanada moderat zu.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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