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Börsentelegramm

Verluste beim Weizen, Preisrutsch bei Ölsaaten

von , am
08.07.2015

Am gestrigen Dienstag schlossen die Getreide- und Ölsaatenpreise am US-Terminmarkt mit deutlichen Verlusten.

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel
 
Am gestrigen Dienstag schlossen die Getreide- und Ölsaatenpreise am US-Terminmarkt mit deutlichen Verlusten. Auch am europäischen Terminmarkt ging es unter dem Druck der fallenden US-Preise kräftig nach unten. In den USA beendete der Chicago-Weizen den Handel mit einem Abschlag von 1,7 %, der Mais rutschte um 0,8 % ins Minus und Sojabohnen verloren rund 3,0 % und rutschten wieder die Marke von 1000 Cent je Buschel.
 
Diese scharfe Korrektur zog die Rapspreise in Europa um 1,6 % nach unten und der vordere August-Termin konnte sich am Dienstag nur noch knapp über 380 Euro behaupten. Der europäische Weizen konnte nach einem kräftigen Abschlag von 2 % zunächst noch knapp die 200 Euro-Marke behaupten, während der Mais sogar 2,4 % verlor und damit wieder deutlich unter die 190 Euro-Marke rutschte.
 
Crop-Monitoring, Ernte und USDA-Report
In den USA hat das besser als vom Markt erwartete Ergebnis des Crop-Ratings für Sojabohnen und Mais die Korrektur ausgelöst. Beim Weizen kommt der Druck aus der laufenden US-Ernte hinzu. Am kommenden Freitag Abend (10.07) wird zudem der neue USDA-Report den Märkten neue Daten liefern und deutlich machen, wie sich die Produktionsaussichten nach den Wetterextremem für die USA, für Kanada und für Europa verändert haben und wie die globalen Versorgungs- und Handelsbilanzen vom USDA eingeschätzt werden.
 
In Europa gingen jedenfalls die letzten Analystenprognosen und auch die offiziellen Schätzungen für die Weizen- und Rapsernte immer weiter nach unten. In Russland und der Ukraine wurden die Produktionserwartungen hingegen bei Weizen auch bei Gerste (Russland) nach oben korrigiert.
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USA: Weizenpreise geben kräftig nach
Am gestrigen Dienstag (07.07) haben die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago deutlich nachgegeben. Der auslaufende und kaum noch gehandelte Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) rutschte um 1,5 % auf 579,4 Ct je Buschel (193,8 Euro/t) nach unten. Die neue Ernte (September) notierte sogar 1,7 % niedriger bei 585,2 Cent je Buschel (195,7 Euro/t).
 
Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter blieben die Preise (Juli) am Dienstag unverändert um bei 576,2 Cent je Buschel (192,7 Euro). Die neue Ernte (September) notierte 1,1 % niedriger bei 586,2 Cent je Buschel (196,0 Euro/t).
 
Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise für die neue Ernte (September) in Chicago im vorbörslichen Handel erneut 1,2 % im Minus bei 578 Cent je Buschel (193,3 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter geben die Preise (September) am Mittwoch Vormittag ebenfalls um 1,1 % auf 580 Cent je Buschel (193,9 Euro) nach.
 
USA: Maispreise schwächer, Soja unter Druck
Am gestrigen Dienstag (07.07) sind die Maispreise am Terminmarkt in den USA für den September-Kontrakt (alte Ernte) um 0,8 % auf 423,2 Cent je Buschel (151,7 Euro/t) zurückgegangen. Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,5 % niedriger bei 433 Cent je Buschel (151,9 Euro/t). Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,8 % im Minus bei 420 Cent je Buschel (147,3 Euro/t). 
 
Die Sojabohne hat den gestrigen Handelstag für den Augusttermin mit einem Abschlag von 3,0 % mit 992 Cent je Buschel (331,7 Euro/t) beendet und damit auch unter der 1000 Cent-Marke . Die neue Soja-Ernte (November) notierte 2,9 % niedriger bei 985,6 Cent je Buschel (329,6 Euro/t). Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (August) 0,3 % im Minus bei 989 Cent je Buschel (330,7 Euro).
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Weizenpreise behaupten 200 Euro
Am Dienstag (07.07) haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt deutlich nachgegeben, sich zunächst jedoch noch knapp über der Marke von 200 Euro behauptet. Der Septembertermin (neue Ernte) notiert am Dienstag bei 200,25 Euro/t und damit 4,0 Euro bzw. 2,0 % niedriger als am Vortag (204,25 Euro).
 
Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Montag mit 201,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (205,50 Euro) hatten die Preise damit um 2,0 % oder 4,0 Euro nachgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr (187 Euro) sind die Preise am europäischen Terminmarkt derzeit um 13,25 Euro höher.
 
Maispreise geben deutlich nach
Am Dienstag haben die Maispreise am europäischen Terminmarkt deutlich nachgegeben. Der vordere Augustkontrakt beendete den Handel am Montag mit 187,0 und damit 4,50 Euro bzw. 2,4 % niedriger als am Vortag (191,50 Euro) und gleichzeitig unter der 190-Euro-Marke.
 
Die neue Ernte (November) kostete am Dienstag 189,0 Euro und damit 4,50 Euro weniger als am Vortag (193,50 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (174,25 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 12,75 Euro höher.
 
Rapspreise fallen weiter
Die Rapspreise haben am Dienstag am europäischen Terminmarkt unter dem Druck der nachgebenden Soja- besonders kräftig nachgegeben. Der vordere Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Dienstag mit 381,25 Euro gehandelt und damit zu 6,25 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (387,50) sowie noch knapp über der Marke von 380 Euro. In den letzten 5 Handelstagen haben die Rapspreise damit 17,50 Euro oder 4,6 % verloren.
 
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Der Novemberkontrakt wurde am Dienstag mit 385,25 Euro gehandelt und damit 6,25 Euro niedriger als am Vortag (391,50). Im Vergleich zum Vorjahr (339,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit jedoch noch 42,0 Euro bzw. gut 12 % höher.
 
Dr. Olaf Zinke
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