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Börsentelegramm

Verluste für Weizen und Mais

von , am
21.03.2014

Nachdem der gestrige Handelstag in Paris recht freundlich begann drehte die Stimmung mit den schwächer werden amerikanischen Kursen.

Nach dem USDA-Report starteten die euopäischen Weizenpreise mit 179 Euro je Tonne in die neue Woche. © Leonhardo Franko/fotolia
 
 
Nachdem der gestrige Handelstag in Paris recht freundlich begann drehte die Stimmung mit den schwächer werden amerikanischen Kursen. Die Händler beschlossen erst einmal Kasse zu machen, und am Ende lagen die großen drei an der Matif im Minus. In den USA ging es kräftiger zur Sache. Die US-Börse in Chicago litt unter einem stärkeren Dollar, denn die Exporte könnten darunter leiden, so die Argumentation der Börsianer. Zusätzlich wurden die Äußerungen von Janet Yellen, die die lockere Geldpolitik auf Sicht weiter zurückführen möchte nicht besonders positiv aufgenommen. Die Krim Krise dürfte preislich eingearbeitet sein und eine ausbleibende weitere Eskalation wird eher als bärischer Faktor wahrgenommen, denn die Exportfähigkeit der Schwarzmeerregion scheint bisher nicht wirklich eingeschränkt zu sein. Der Euro bewegt sich stabil auf einem wieder niedrigerem Niveau bei 1,37 US $. Heute Morgen stehen die Vorzeichen an dem CBoT für Weizen, Mais und Soja erst einmal auf Rot.
 
Weizen verliert
Zunächst handelte der Weizen in Paris im positiven Bereich. Als aber im Laufe des Nachmittags die US Börse die Verluste im Weizen ausbaute zögerten auch hier die Händler nicht lange, nahmen die Gewinne mit, und am Ende settelte der Maiweizen um 2 € niedriger bei 211,25 €/t. Der November hielt sich mit Minus 1,25 € auf 204,50 €/t etwas besser. In Amerika dürften die milderen Temperaturen und die Aussicht auf Regen in den Plains für Anfang April maßgeblich auf die Stimmung der Händler gedrückt haben. Die wöchentlichen Exportdaten wurden mit 597.000 t gemeldet, was im oberen Bereich lag, aber den preislichen Niedergang nicht verhindern konnte. Der Maiweizen verlor hier 1,7 % auf 703,75 US ct/bu. Der qualitativ bessere Kansasweizen handelte im Laufe des Tages im kräftigen Plus, musste sich aber am Ende auch den Bullen geschlagen geben, und verlor fast 1 % auf 778 US ct/bu.
 
Mais mit Exportsorgen
Der US Mais litt auch unter den schwachen Weizenkursen. Die wöchentlichen Exportdaten waren mit 748.000 t ordentlich, aber die Sorgen um die zukünftigen Exporte behielten die Oberhand. Die Chinesen sehen die Einfuhren aus den USA nicht zuletzt wegen der Gen-Problematik auf einem niedrigerem Niveau, nur noch 3 Mio. statt der von den Amerikanern erwarteten 5 Mio t , und so musste der US Mais Verluste von 1,8 % auf 478 US ct/bu hinnehmen. Auf Paris färbte das nur geringfügig ab. Hier ging es für den Maitermin um 75 Cent auf 185,75 €/t bergab.
 
Soja schließt im grünen Bereich
Der Tag in Chicago startete für die Bohne zunächst mit einem ordentlich Plus, aber am Ende des Tages schrumpfte dieses wieder auf magere 0,2 % zusammen. Die Maibohne sattelte bei 1433,75 US ct/bu. Die US- Bestände neigen sich dem Ende, aber die Exporte laufen im Rahmen der Erwartungen weiter, und haben in der Summe die Annahmen des USDA- Büros mittlerweile deutlich übertroffen. Bisherige Gerüchte über ursprünglich für die Chinesen geplante Schiffsladungen, die jetzt die USA mit brasilianischem Soja beliefern, sollen für 5 Schiffe bestätigt worden sein, und es wurde über weitere Ladungen spekuliert was letztendlich die Preise drückte. Unterstützung erhielt die Bohne abermals von den guten wöchentlichen Schrotexporten, die mit 292.000 t angegeben wurden und 52 % über der Vorwoche und 32 % über dem Vierwochen Durchschnitt lagen.
 
Raps gibt nach
Der Raps handelte zwischenzeitlich bis zu 3 € im Plus musste sich am Ende aber auch den schwächeren Pflanzenölkursen geschlagen und beendete den Tag im Minus. Die alte Ernte musste 2,50 € abgeben und settelte bei 402,75 €/t und die neue Ernte büßte sogar 4,50 € ein, was über den Vortagesgewinnen lag, und der Settelment Preis lautete 363,75 €/t. In Winnipeg waren die Verluste noch größer. Hier stand der alterntige Canola am Tagesende um 2,71 % niedriger bei 455,20 CaD.
 
Dieter Jendrziak
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