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Börsentelegramm

Weizen weiter im Aufwind, Mais, Soja und Raps schwächer

von , am
13.03.2015

Der Weizen konnte gestern auf beiden Seiten des Atlantiks zulegen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Der Weizen konnte gestern auf beiden Seiten des Atlantik´s zulegen. In Paris freute man sich erneut über sehr gute Exportdaten, und auch die Amerikaner waren mit ihren Werten zufrieden. Mais und Soja hingegen litten unter schwachen Exportanmeldungen und unter der durch die Vogelgrippe möglicherweise ausgelösten geringen Futternachfrage. In Chicago beenden heute die Märzkontrakte der Agrarcommodities ihre Laufzeit. Heute Morgen deutet die elektronische Nachtbörse in Chicago lediglich für den Weizen einen positiven Start in den Tag an.
 
Weizen im Aufwärtstrend
Die EU kann erneut stramme Exportwerte vermelden. Mit 1,59 Mio. t lag der Wert nur knapp unter dem vor 5 Wochen erreichten Rekordwert von 1,67 Mio. t. In der Summe sind damit in diesem Wirtschaftsjahr 22,9 Mio. t, nach 21,3 Mio. t im gleichen Zeitraum des Rekordvorjahres verkauft worden. Der Maiweizen an der Matif profitiert auch von den positiven Vorgaben aus Chicago und legt 2 Euro oder 1,1 % zu und settelt bei 190 Euro / t . Der neuerntige September tat es ihm gleich und beendet den Tag bei 289 Euro / t .
 
Auf der anderen Seite des Atlantik´s freute man sich auch über die für den Export gemeldeten 445.200 t, denn man hatte weniger erwartet.Aber der wieder leicht schwächere Dollar lockt dann doch Käufer, zumal die US Preise ein sehr niedriges Niveau erreicht hatten. Zusätzlich bekamen die Bullen durch neue Trockenheitsmeldungen frische Nahrung. In den südliche Plains, wo hauptsächlich Winterweizen angebaut wird fehlt in weiten Gebieten immer noch Wasser. So wurde beispielsweise für Oklahoma die betroffene Fläche auf mittlerweile 70,5 % beziffert. Auch in Kansas steigen die Werte im wöchentlichen Monitoring, und für die nächsten 10 Tage ist kein nennenswerte Niederschlag in Aussicht. Am CBoT steigt der Maiweizen um 1,7 % auf 5,0725 US $ / bu.
 
Mais leicht schwächer
Der US Mais litt unter schwächeren Exportdaten. Die Börsianer hatten eine Größenordnung von 600.000 t erwartet, es wurden aber nur 418.000 t angemeldet. Das entsprach rund der Hälfte der Vorwoche, und lag ca. 52 % unter dem 4 Wochenschnitt. Zusätzlich belastet weiter die Vogelgrippe die Stimmung der Händler, denn ein ausbreiten der hochpathogenen Krankheit könnte den Futterverbrauch deutlich reduzieren. Der Maikontrakt fällt um 0,6 % auf 3,8850 US $ / bu, und hat damit seine Vortagesgewinne fast wieder wett gemacht. In Paris kommt ob der schwachen Vorgaben auch keine Kauflaune auf. Nach den strammen Vortagesgewinnen verhielt man sich ruhig. Der Mai schloss mit einem minimalen Minus von 25 Cent bei 165 Euro / t.
 
Soja gibt leicht nach
Auch die Bohne litt wie der gesamte Komplex unter schwachen Exportdaten. Lediglich 167.900 t wurden angemeldet, was deutlich unter den erwarteten 300.000 t lag, und 66 % unter dem Vorwochenwert sowie 70 % unter dem 4- Wochendurchschnitt. Zusätzlich belastet auch hier die Vogelgrippe, denn auch Soja ist ein wesentlicher Bestandteil des Futters für das Geflügel. Die Maibohne gibt 0,2 % auf 9,9050 US $ / bu nach. Schrot und Öl verlieren ebenfalls leicht.
 
Raps korrigiert
Der Raps hatte gestern Korrekturbedarf. Die Händler entschlossen sich aufgrund fehlender bullischer Argumente erst mal Kasse zu machen. Für den Mai ging es um 2,75 Euro oder 0,74 % auf 368,25 Euro / t nach unter, und der neuerntige August verlor 3,50 Euro oder 1 % auf 359,50 Euro / t. Canola in Winnipeg war gestern ebenfalls von Gewinnmitnahmen geprägt. Nach einem 4- tägigen kräftigen Anstieg ging es gestern um 1,24 % oder 5,8 Ca $ auf 463,70 Ca $ bergab.
 
Dieter Jendrziak
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