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Börsentelegramm

Weizen behauptet, Mais und Ölsaaten schwächer

von , am
21.01.2015

Der gestrige Handelstag brachte in den USA bei Weizen und Mais leichte Gewinne und bei Soja und Sojaschrot neue Verluste. Auch in Europa gaben die Rapspreise nach und der Weizen konnte ganz leicht zulegen.

© landpixel
 
Der gestrige Handelstag brachte in den USA bei Weizen und Mais leichte Gewinne und bei Soja und Sojaschrot neue Verluste. Auch in Europa gaben die Rapspreise nach und der Weizen konnte ganz leicht zulegen. Dagegen rutschte der Mais am europäischen Terminmarkt in die Verlustzone. Unter starkem Druck standen am Dienstag erneut die Preise für Rohöl und Erdgas, während sich die Kurse für Ethanol (nachfragebedingt) in den USA leicht erholen konnten und damit die Maispreise stützten.
 
Der Druck auf den Ölsaatenkomplex könnte sich nach Einschätzung von Analysten weiter verstärken, denn die Daten zum Zustand der Sojapflanzen aus Brasilien und Argentinien sind gut und lassen (trotz Trockenheit in Nordost-Brasilien) hohe Erträge und in beiden Ländern Rekordernten erwarten. Am heutigen Mittwoch (20.01) beginnt der vorbörsliche elektronische Handel am Terminmarkt in Chicago durchweg mit festeren Notierungen bei Weizen, Mais, Soja und Sojaschrot. Da dürfte auch die Preise am am europäischen Terminmarkt stützten. Der Euro hat indessen weiter nachgegeben.
 
Elektronischer Handel in Chicago beginnt im Plus
Am Dienstag (20.01) legten die Terminmarktpreise für den Weizen (März) in Chicago um 0,8 % auf 537 Ct je Buschel zu. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel erneut 1,0 % im Plus bei 542,2 Ct je Buschel und deuten eine weitere Preiserholung an. Gleichzeitig ist der Mais in den USA für den Märztermin am Dienstag um 0,8 % auf 390,2 Ct je Buschel gestiegen. Am Mittwoch Vormittag liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel 0,2 % im Plus. Die Sojabohne hat am Dienstag 1,0 % auf 982 Ct je Buschel verloren. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) bewegten sich die Sojapreise jedoch wieder 0,4 % im Plus. Sojaschrot rutschte blieb am Dienstag in Chicago mit 326,5 USD/st unverändert, während sich die Preise für Sojaöl am Dienstag um 0,7 % ermäßigten.
 
Energiepreise unter Druck, Ethanol etwas erholt
Der Rohölpreis (WTI) ist am Dienstag (20.01) weiter gefallen. Am US-Terminmarkt gingen die Kurse für den Februartermin um 5,4 % auf 46,5 USD je Barrel nach unten. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Mittwoch Vormittag um 0,9 % im Plus bei 46,90 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Dienstag um 4,4 % auf 47,99 USD je Barrel nachgegeben. Im elektronischen vorbörslichen Handel am Mittwoch liegen die Preise bei 48,40 USD und damit 0,9 % im Plus. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Dienstag um 9,5 % (!!) abgestürzt. Am Mittwoch im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Gaspreise jedoch 5,5 % im Plus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Dienstag am US-Terminmarkt um 2,6 % gestiegen und stützen damit den Maismarkt. Der Euro hat gegenüber dem Dollar am Dienstag 0,3 % nachgegeben und notierte bei 1,155 USD. Am Mittwoch bewegt sich der Eurokurs im vorbörslichen Handel 0,15 % nach oben und liegt nur noch bei 1,157 USD/Euro.
 
Weizenpreise behaupten sich
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Dienstag (20.01) ganz leicht zugelegt bzw. sich behauptet. Der Märzkontrakt für den Weizen ging mit 196,5 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (196,0 Euro) sind die Preise damit um 0,3 % oder 0,5 Euro gestiegen. Der Maikontrakt notierte bei 196,50 Euro und damit 0,25 Euro höher als am Vortag (196,25 Euro) und die nächste Ernte (September) kostete 191,0 Euro und damit eben so viel wie am Vortag (191,0 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (184,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 11,75 Euro höher. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel rund 1 % im Plus. Das dürfte zum Handelsbeginn auch für den europäischen Markt etwas festere Kurse bedeuten.
 
Maispreise weiter unter Druck
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise Dienstag (20.01) nachgegeben. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris 156,75 Euro/t und damit 1,50 Euro bzw. 0,95 % weniger als am Vortag (158,25 Euro). Der Junitermin notierte am Dienstag bei 162,0 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (163,0 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 165,0 Euro und damit 1,75 Euro billiger als am Vortag (166,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 170,25 Euro und damit 1,25 Euro weniger als am Vortag (171,50 Euro) sowie 13,50 Euro mehr als der März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (176,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 19,75 Euro niedriger. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel für Mais heute etwas fester. Das dürfte zum Handelsbeginn auch für den europäischen Markt stabile bis Kurse bedeuten.
 
Rapspreise geben nach
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben sich Dienstag (20.01) nachgegeben. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 354,75 Euro/t und damit 3,25 Euro bzw. 0,9 % niedriger als am Vortag (358,00 Euro). Der Maikontrakt wurde mit 354,0 Euro notiert und damit 3,50 Euro niedriger als am Vortag (357,50 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 351,50 Euro und damit 3,50 Euro weniger als am Vortag (355,0 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (351,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit noch 3,75 Euro höher. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel für Sojabohnen heute im Plus. Das dürfte zum Handelsbeginn auch für den europäischen Rapsmarkte stabile oder festere Kurse bedeuten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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