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Börsentelegramm

Weizen unter Druck, Mais und Soja schwächer

von , am
09.01.2015

Mit dem Näherrücken des USDA-Reports am kommenden Montag gerieten die Preise vor allem bei Weizen, aber auch bei Mais und Soja unter Druck.

Nach dem USDA-Report starteten die euopäischen Weizenpreise mit 179 Euro je Tonne in die neue Woche. © Leonhardo Franko/fotolia
 
Mit dem Näherrücken des USDA-Reports am kommenden Montag gerieten die Preise vor allem bei Weizen, aber auch bei Mais und Soja unter Druck. Verantwortlich für die Korrektur beim Weizen in Chicago ist neben den schwachen US-Exportverkäufen der aktuellen Woche auch das erwartete Anwachsen der US-Endbestände und der starke Dollar. Für die Europäer meldeten Händler indessen den Verkauf von 700.000 t Weizen nach Algerien, zu sehr niedrigen Preisen.
 
Trotzdem folgt auch der europäische Weizen dem US-Weizen nach unten. Auch die von Analysten aktuell erwarteten Auswinterungsschäden in den USA und in Russland  können den Markt nicht stabilisieren. Beim Mais drücken die aktuellen sehr guten Ernteprognosen für Südamerika ebenso auf die Preise wie beim Soja. Zudem drückt der starke Preisverfall beim Rohöl die Margen der Ethanolhersteller und damit die Maispreise und auch bei Soja- und Rapsöl zur Herstellung von Biodiesel ist die Entwicklung ähnlich.
 
Am Donnerstag (08.01) gaben die Terminmarktpreise für den Chicago-Weizen um 2,2 % auf 567 Ct je Buschel nach. Gleichzeitig hat der Mais für den Märztermin am Donnerstag um 0,5 % auf 394,2 Ct je Buschel nachgegeben und rutschte damit noch weiter unter die technisch wichtige 400 Ct-Marke. Die Sojabohne hat am Donnerstag mit 1048,2 Ct je Buschel auf rund 0,8 % verloren. Am heutigen Freitag (09. Januar) starten die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel in Chicago für Weizen 0,8 % im Minus und auch für Mais und für Soja liegen die Kurse im elektronischen vorbörslichen Handel ganz leicht im roten Bereich.
 
Ölpreise etwas erholt, Euro fällt weiter
Der Rohölpreis (WTI) ist am Donnerstag (08.01) ganz leicht gestiegen. Am US-Terminmarkt legten die Kurse für den Februartermin um 0,3 % auf 48,8 USD je Barrel zu. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am Freitag bei 48,91 USD je Barrel und damit 0,25 % im Plus. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Donnerstag um 0,4 % auf 50,96 USD nachgegeben und im elektronischen vorbörslichen Handel am Freitag liegen die Preise bei 50,80 USD und damit 0,3 % im Minus.
 
Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Donnerstag (08.01) um 1,9 % zuegelgt und liegen auch am Freitag Mittag 1,7 % im Plus. Der Euro hat gegenüber dem Dollar weiter an Wert verloren und am Donnerstag um 0,57 % nachgegeben und notiert nur noch 1,179 USD. Am Freitag Vormittag (09.01) bewegte sich der Eurokurs ganz leicht um 0,2 % nach oben und liegt bei 1,181 USD/Euro.
 
Weizenpreise fallen kräftig
Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt haben sich am Donnerstag (08.01) nochmals kräftig nachgegeben und fallen auch deutlich unter die 200 Euro-Marke. Der Märzkontrakt für den Weizen am europäischen Terminmarkt ging mit 196,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (200,25 Euro) waren die Preise damit 1,75 % oder 3,50 Euro gefallen. Für die hinteren Termine war die Entwicklung ähnlich. Der Maikontrakt notierte am Donnerstag bei 197,50 Euro und damit 3,75 Euro preiswerter als am Vortag (201,75) und die nächste Ernte (September) kostete 194,75 weniger und damit 2,00 Euro weniger als am Vortag (196,75). Am heutigen Freitag starten die Weizenpreise in Chicago mit einem Minus 0,8 % dürften auch am europäischen Terminmarkt für weiteren Druck sorgen..
 
Maispreise bleiben unter Druck
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise am Donnerstag (08.01) weiter nachgegeben. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris 163,25 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % weniger als am Vortag (164,50 Euro). Der Junitermin notierte am Donnerstag bei 167,25 Euro und damit 1,00 Euro billiger als am Vortag (168,25) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 171,25 Euro und damit 1,75 Euro billiger als am Vortag (173,50 Euro). Die nächste Ernte (November) kostete 174,25 Euro und damit 0,75 Euro weniger als am Vortag (175,0 Euro). Am heutigen Freitag starten die Preise in Chicago für Mais mit einem leichten Minus und damit mit etwas schwächeren Vorgaben für den europäischen Markt.
 
Rapspreise nochmals leicht gestiegen
Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt am Donnerstag (08.01) nochmals gestiegen. Angesichts des aufkommenden Preisrucks am US-Sojamarkt werden diese Gewinne heute aber schwer zu halten sein. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 361,50 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,35 % höher als am Vortag (360,25 Euro). Der Maikontrakt wurde am Donnerstag mit 358,75,0 Euro notiert und 1,75 Euro teurer als am Vortag (357,0 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 356,25 Euro und damit 2,25 Euro mehr als am Vortag (354,0 Euro). Am heutigen Freitag starten die Sojapreise in Chicago mit einem leichten Minus so dass auch die Rapspreise am europäischen Terminmarkt etwas nachgaben dürften.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt / agrarmanger
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