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Börsentelegramm

Weizen unter Druck, Raps erholt sich, Mais bröckelt

von , am
01.09.2015

Am europäischen Terminmarkt haben die vorderen Weizenpreise am Montag deutlich nachgegeben.

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© Torbz/fotolia.de
 
Am europäischen Terminmarkt haben die vorderen Weizenpreise am Montag unter dem Druck der sehr guten Erntemeldungen aus Deutschland, Frankreich und vom Schwarzen Meer nachgegeben und konnten gerade noch die Marke von 160 Euro behaupten. Die Notierungen für den Mais konnten sich trotz der katastrophalen europäischen Ernteaussichten nur knapp behaupten bzw. lagen leicht im Minus. Dafür beendete der Raps den Handel erneut mit einem Preisaufschlag.
 
In den USA waren die Terminmärkte am Montag zunächst mit nachgebenden Preisen für Weizen, Soja und Mais gestartet. Im Tagesverlauf drehten die vorderen Weizenpreise dann jedoch deutlich ins Plus. Der vordere Sojakontrakt legte leicht zu und Der Mais konnte sich erneut behaupteten. Am Dienstag Vormittag starten die vorderen Weizenpreise(September) in den USA leicht im Plus, während die nachfolgenden Termine leicht im Minus liegen. Dagegen rutscht der Mais im vorbörslichen Handel für alle Termine ins Minus und auch die Sojapreise geben über alle Termin hin nach. Auch die kanadischen Canolapreise starten schwächer in den Handel.
 
Der Crop-Monitoring-Bericht des USDA vom späten Montag Abend (31.08.) zeigt eine leichte Verschlechterung beim Zustand der Maisbestände in den USA. Beim Mais wurde die Einstufung gegenüber Vorwoche um einen Prozentpunkt nach unten korrigiert. Beim Soja blieb der Zustand der Pflanzen unverändert. Beim Mais wurden noch 68 % (Vw. 69 % und Vj. 74 %) der Bestände in die beiden besten Kategorien (gut und sehr gut) eingestuft. Beim Soja erhielten 63 % (Vw. 63 % und Vj. 72 %) das beste Rating. Die Ernte von Sommerweizen war in den USA zu 88 % (Vw: 75 % und Vj. 62 %) eingebracht.
 
Der Euro hat am Montag gegenüber den USD um 0,5 % auf 1,1239 USD zugelegt. Das Rohöl WTI wurde am Montag mit 49,20 USD je Barrel gehandelt und damit 8,8 % teurer als am Vortag. Am Dienstag Vormittag geben die WTI-Preise zunächst um 3,0 % auf 47,70 USD nach.
 
Europäische Weizenpreise halten die 160 Euro-Marke
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag (31.08) für den vorderen Termin (September) deutlich und für die hinteren Termine ganz leicht nachgegeben. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei 160,25 Euro/t und damit 2,50 Euro bzw. 1,5 % niedriger als am Vortag (162,75 Euro).
 
Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Montag mit 173,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (173,25 Euro) haben die Dezemberpreise damit nur um 0,25 Euro nachgegeben. Außerdem beträgt der Abstand zwischen Dezember und Septemberweizen jetzt 12,75 Euro bzw. knapp 8 %. Das Preisniveau vom Vorjahr 185,00 Euro) verfehlen die Weizenpreise (September) am Terminmarkt um 24,75 Euro bzw. 13,4 %.
 
Europäische Maispreise bröckeln 
Am Montag (31.08) haben die vorderen Maispreise am europäischen Terminmarkt leicht nachgegeben. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 168,50 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (169,0 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 173,25 Euro und damit unverändert zum Vortag (173,25 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (167,50 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit gerade noch um 1,0 Euro bzw. 0,6 % übertroffen.
 
Raps erholen sich 
Die Rapspreise sind am Montag am europäischen Terminmarkt erneut gestiegen. Der Novemberkontrakt wurde mit 367,0 Euro gehandelt und damit zu 2,50 Euro höheren Preisen als am Vortag (364,50 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 367,75 Euro und damit ebenfalls 2,75 Euro höher als am Vortag (365,0). Damit sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 34,75 Euro bzw. 10,5 % höher als die Preise im Vorjahr (332,25 Euro).
 
USA: Weizenpreise starten am Dienstag fester
Am Montag (31.08) sind die vorderen Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago deutlich und die nachfolgenden Termine leicht gestiegen. Der vordere Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) legte um 1,2 % zu und beendete den Handel bei 482,4 Cent je Buschel (157,8 Euro/t). Der Dezember-Termin beendete den Handel nur 0,3 % höher bei 485,0 Cent je Buschel (158,6 Euro/t).
 
Das Preisniveau vom Vorjahr (600,6 Cent) wird am US-Terminmarkt um knapp 20,0 % verfehlt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel erneut 0,3 % im Plus bei 484 Cent je Buschel (158,2 Euro/t).
 
USA: Maispreise am Dienstag schwächer
Am Montag (31.08) haben sich die Maispreise am Terminmarkt in Chicago erneut behauptet. Für den Septembertermin (alte Ernte) beendeten die Maispreise den Handel 0,1 % höher bei 363,6 Cent je Buschel (127,4 Euro/t). Die neue Ernte (Dezember) notierte erneut unverändert bei 375,2 Cent je Buschel (131,6 Euro/t.
 
Das Preisniveau vom Vorjahr (398,2 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt derzeit um 8,7 % verfehlt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) beginnen die Maispreise (Septemberkontrakt) in Chicago den Handel 0,7 % schwächer bei 361,2 Cent je Buschel (126,7 Euro/t).
 
USA: Sojabohnen wenig verändert
Die Preise für Sojabohnen (Septemberkontrakt) sind am Montag (31.08) am Terminmarkt in Chicago um 0,5 % auf 897,4 Cent je Buschel (293,4 Euro/t) gestiegen. Die neue Ernte (November) notierte 0,2 % höher bei 887,4 Cent je Buschel (290,2 Euro/t).
 
Das Preisniveau vom Vorjahr (1046,6 Cent) wird am US-Terminmarkt um etwa 14,3 % verfehlt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (September) 0,3 % im Minus bei 894,6 Cent je Buschel (292,5 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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