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Börsentelegramm

Weizen ereicht 193 Euro, Raps hält 370 Euro-Marke

von , am
19.03.2015

In Europa haben die Preise für Weizen und Mais am Mittwoch leicht nachgegeben und der Raps konnte sich über der 370 Euro-Marke behaupten.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Deutlich höhere Preise bei Weizen, Mais sowie beim Sojakomplex waren die Ergebnisse des gestrigen Handelstages (Mittwoch) in Chicago. In Europa haben die Preise für Weizen und Mais am Mittwoch leicht nachgegeben und der Raps konnte sich über der 370 Euro-Marke behaupten. In Europa gaben am Mittwoch in Rotterdam die Importpreise für Sojaschrot weiter nach und auch die Importpreise für Sojaöl gingen zurück. Am Donnerstag beginnt der vorbörsliche Handel am Terminmarkt in Chicago erneut mit steigenden Preisen beim Weizen, bei Mais und bei Soja. In Europa liegen die Preise für Weizen im Plus und auch Mais und Raps starten zum Handelsbeginn im grünen Bereich. Heute Abend (MEZ) dürften die aktuellen Exportdaten der USA und der Europäer den stärksten Einfluss auf die weitere Entwicklung der Getreide- und Ölsaatenpreise an den Terminmärkten haben.
 
USA: Steigende Preise für Weizen, Soja und Mais
Am Mittwoch (18.03) sind die Weizenpreise für den Maikontrakt am Terminmarkt in Chicago um 1,44 % auf 510,6 Ct je Buschel (174,6 Euro/t) gestiegen und die Preise für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard-Red-Winter legten um 1,9 % auf 553 USD/t (189,3 Euro) zu. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im vorbörslichen Handel erneut 0,4 % im Plus bei 513 Ct je Buschel (175,6 Euro). Gleichzeitig ist der Mais in Chicago für den Maitermin am Mittwoch um 1,0 % auf 374,6 Ct je Buschel (137 Euro/t) gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago unverändert bei 374,6 Ct je Buschel (137 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) hat am Mittwoch um 1,1 % auf 965 je Buschel (330 Euro/t) zugelegt. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,2 % im Plus bei 966,4 Ct (331 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Mittwoch in Chicago um 1,0 % auf 320,8 USD/st (329 Euro/t) gestiegen und bewegten sich auch am Donnerstag Nachmittag 0,4 % im Plus. Für Sojaöl haben die Preise am Mittwoch um 1,9 % auf 30,63 Ct/lb (616 Euro/t) zugelegt und liegen am Donnerstag Nachmittag 0,2 % im Plus.
 
Rohöl nach Erholung wieder schwächer
Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch (11.03) nach dem scharfen Rückgang der Vortage kräftig gestiegen, gibt jedoch am Donnerstag Nachmittag schon wieder deutlich nach. Am US-Terminmarkt sind die WTI-Kurse für den Maitermin am Mittwoch um 3,2 % auf 46,65 USD je Barrel gestiegen. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Donnerstag Nachmittag (MEZ) jedoch wieder 3,5 % im Minus bei 45,01 USD je Barrel. Gleichzeitig stieg der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 4,5 % auf 55,91 USD je Barrel. Im elektronischen Handel am Donnerstag Nachmittag liegen die Brent-Preise jedoch wieder 2,5 % im Minus bei 54,54 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Mittwoch um 2,3 % gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel 1,4 % im Minus. Die Preise für Ethanol (Aprilkontrakt) sind am Mittwoch am US-Terminmarkt den um 2,3 % gestiegen und bewegen sich am Donnerstag Nachmittag weiter um 3,2 % nach oben. Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar um 1,3 % zugelegt und notierte bei 1,0753 USD und liegt am Donnerstag Nachmittag bei 1,068 USD je Euro und damit weitere 0,7 % im Minus.
 
Weizenpreise starten am Donnerstag fester
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (18.03) leicht zurückgegangen. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen notierte bei 192,25 Euro und damit 0,75 Euro bzw. 0,4 % niedriger als am Vortag (193,0 Euro). Die neue Ernte (September) kostete am Ende des gestrigen Handelstages 190,25 Euro und ebens so viel wie am Vortag (190,25 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) derzeit 2,00 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (205 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 12,25 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Weizen (Maikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit einem Preisaufschlag von 1,25 Euro bei 193,50 Euro/t gehandelt und die neue Ernte kostet 191,25 Euro und damit 1,0 Euro mehr.
 
Maispreise nach Korrektur wieder fest
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (18.03) zurückgegangen. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 163,75 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % niedriger als am Vortag (164,75 Euro). Der Augustkontrakt notierte bei 167,50 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (168,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 172,25 Euro und damit 0,75 Euro weniger als am Vortag (173,0 Euro) sowie 9,25 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 31,75 Euro niedriger. Am Donnerstag Nachmittag wird der Mais (Junikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit 0,50 Euro höheren Preisen bei 164,25 Euro/t gehandelt, während die neue Ernte 173,0 Euro kostet und damit 0,75 Euro mehr als am Vortag.
 
Raps hält sich über 370 Euro
Die Rapsreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (11.03) wieder über die Marke von 370 Euro gestiegen. Der Maitermin beendete den Handel bei 370,25 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,3 % % höher als am Vortag (369,25 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 358,50 Euro und damit 1,25 Euro mehr als am Vortag (357,25 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Aufschlag von 0,50 Euro bei 359,75 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 11,75 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (370,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 0,50 Euro höher. Am Donnerstag Nachmittag wird der Raps (Maikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit 0,25 Euro höheren Preisen bei 370,50 Euro/t gehandelt und die neue Ernte kostet 359,0 Euro und damit 0,50 Euro mehr.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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