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Börsentelegramm

Weizen gibt deutlich nach, Schwäche bei Ölsaaten

von , am
25.03.2015

Am Dienstag gaben die Weizenpreise auf beiden Seiten des Atlantiks deutlich nach

© Mühlhausen/landpixel
 
Am Dienstag gaben die Weizenpreise auf beiden Seiten des Atlantiks deutlich nach. Grund waren die Ergebnisse aus dem aktuellen Crop-Monitoring des USDA, dass für die Märkte doch etwas überraschend den Zustand der Weizenbestände in einigen wichtigsten Anbaustaaten für Winterweizen besser bewertete als noch vor vier Wochen. In Europagaben zudem die Rapspreise im Sog der schwächeren Sojapreisen nach und der Mais konnte sich am europäischen Terminmarkt knapp behaupten.
 
Am Terminmarkt in Chicago verzeichnete der Mais hingegen ein moderates Plus und die Sojabohne und Sojaschrot beendeten den Handel im Minus. Hier dürften vor allem die erwarteten neuen Anbauveränderungen (Prospective Plantings) bei Mais und Soja in den USA den Ausschlag gegeben haben. Zudem war die Sojaernte in Brasilien nach Angaben des Getreideamtes CONAB am Wochenende zu 60 % eingebracht und drückt ebenfalls auf die Preise. Am Mittwoch Vormittag beginnt der vorbörsliche Handel an den Terminmärkten in Übersee mit Kursgewinnen bei Weizen und Mais. Für Soja, Sojaschrot und Raps/Canola (Winnipeg) liegen die Preise hingegen leicht im Minus.
 
USA: Weizen unter Druck, Mais fester, Soja schwächer
Am Dienstag (24.03) haben die Weizenpreise (Maikontrakt) am Terminmarkt in Chicago um 2,0 % auf 523,4 Ct je Buschel (178 Euro/t) nachgegeben. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter gaben die Preise am Dienstag um 1,6 % auf 565,2 US/t (192 Euro) nach. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel 0,2 % im Plus bei 524,4 Ct je Buschel (178 Euro). Die Terminmarktpreise (Maitermin) für Mais sind in den USA am Diestag um 0,8 % auf 393,2 Ct je Buschel (143 Euro/t) gestiegen. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel 0,3 % im Plus bei 394,2 Ct je Buschel (143,4 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) gab am Dienstag um 0,2 % auf 981,6 Ct je Buschel (333 Euro/t) nach. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,1 % im Minus bei 980,6 Ct (333 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Dienstag in Chicago um 0,3% auf 326,3 USD/st (332,4 Euro/t) zurückgeangen und bewegen sich am Mittwoch Vormittag seitwärts Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Dienstag um 0,13 % auf 31,11 Ct/lb (633 Euro/t) nachgegeben und liegen am Mittwoch Vormittag 0,2 % im Minus.
 
Euro behauptet sich, Rohöl weiter sehr volatil
Der Euro hat am Dienstag gegenüber dem Dollar leicht um 0,2 % an Wert verloren und notierte bei 1,093 USD und liegt am Mittwoch Vormittag jedoch wieder bei 1,0966 USD je Euro und damit 0,33 % im Plus. Der Rohölpreis (WTI) ist am Dienstag ganz leicht gestiegen und hat sich am Mittwoch Vormittag nicht verändert. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für den Maitermin am Montag um 0,13 % auf 47,51 USD je Barrel zu. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Mittwoch Vormittag (MEZ) unverändert bei bei 47,51 USD je Barrel. Der Preis für das Nordseeöl Brent hat am Dienstag indessen um 1,45 % auf 55,11 USD je Barrel nachgegeben. Im elektronischen Handel am Mittwoch liegen die Brent-Preise 0,7 % im Plus bei 55,48 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Dienstag um 1,9 % zugelegt. Am Mittwoch Vormittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel jedoch wieder 2,0 % im Minus. Die Preise für Ethanol haben am Dienstag am US-Terminmarkt um 0,13 % nachgegeben und liegen am Mittwoch Vormittag 0,73 % im Minus.
 
Weizenpreise geben deutlich nach
Die Weizenpreise sind am Dienstag (24.03) am europäischen Terminmarkt deutlich zurückgegangen. Grund war der Preisrutsch in Übersee. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging am Dienstag mit 192,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (195,50 Euro) haben die Preise um 1,5 % oder 3,00 Euro nachgegeben. Die neue Ernte (September) kostete am Dienstag noch 190,25 Euro und damit 2,75 Euro weniger als am Vortag (193,0 Euro). Gleichzeitig sind die Preise für die neue Weizenernte (September) 2,25 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (205,50 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 13,0 Euro niedriger. Am Mittwoch könnte der Weizen am europäischen Terminmarkt den etwas festeren Vorgaben aus Chicago folgen und ebenfalls leicht zulegen oder sich behaupten.
 
Maispreise halten sich weiterhin
Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Dienstag (24.03) erneut leicht nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 162,75 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3% niedriger als am Vortag (163,25 Euro). Der Augusttermin notierte am Dienstag bei 168,25 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (168,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 173,0 Euro und damit 0,25 Euro weniger als am Vortag (173,25 Euro) sowie 10,25 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,25 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 32,50 Euro niedriger. Am Mittwoch Vormittag könnte der Mais (März) am europäischen Terminmarkt den etwas festeren Vorgaben aus den USA folgen oder sich behaupten.
 
Rapspreise kommen unter Druck
Die Rapsreise haben am europäischen Terminmarkt am Dienstag (24.03) unter dem Druck der Sojapreise nachgegeben, die Marke von 370 Euro jedoch noch gehalten. Der Maitermin beendete den Handel am Dienstag bei 370,0 Euro/t und damit 1,50 Euro bzw. 0,4 % % niedriger als am Vortag (371,50 Euro). Die neue Ernte (August) kostete am Dienstag 355,0 Euro und damit 2,50 Euro weniger als am Vortag (357,50 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Abschlag von 2,25 Euro bei 358,0 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 15 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (368,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 2,0 Euro höher. Am Mittwoch Vormittag könnte der Raps (Mai) am europäischen Terminmarkt den eher neutralen Vorgaben bei Sojabohnen aus Chicago folgen und sich behaupten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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