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Börsentelegramm

Weizen mit hohen Wochenverlusten, Ölsaaten im Plus

von , am
20.04.2015

Im Verlauf der vorigen Woche waren die Weizenpreise auf beiden Seiten des Atlantiks sehr kräftig eingebrochen. Die Wochenbilanz für Soja war hingegen positiv.

© krick/agrar-press
 
Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel in den USA mit etwas festeren Preisen für Weizen. Auch der Mais startet in Chicagoam Montag  im Plus und bei Soja liegen die Kurse ebenfalls im grünen Bereich. Am europäischen Terminmarkt liegen die Weizenreise zum Handelsbeginn am Montag ebenso im Plus wie der Mais und auch der Raps beginnt die neue Woche deutlich grünen Bereich. Im Verlauf der vorigen Woche waren die Weizenpreise auf beiden Seiten des Atlantiks sehr kräftig eingebrochen. Die Wochenbilanz für Soja war hingegen positiv und auch der Raps konnte in Europa letzte Woche leicht zulegen. Gleichzeitig haben sich sich die Maispreise in der vorigen Woche in den USA wenig verändert, während die Maispreise in Europa leicht zurückgingen.
 
USA: Weizenpreise (HRW) verlieren in einer Woche 9 Prozent
Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel 0,3 % im Plus bei 495,6 Ct je Buschel (168,2 Euro). Für den in Kansas gehandelte proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter legten die Preise am Montag Vormittag um 0,7 % auf 512,6 Ct je Buschel (173,6 Euro) zu. Am vorigen Freitag (17.04) hatten sich die Weizenpreise (Maikontrakt) am Terminmarkt in Chicago nach einer insgesamt sehr  schwachen Woche wieder behauptet. Der Maikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging am Freitag unverändert 494,4 Ct je Buschel (168,2 Euro/t) aus dem Handel. Im Wochenvergleich haben sich die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago jedoch  um gut 6 % nachgegeben. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter legten die Preise am vorigen Freitag um 0,2 % auf 509,2 US/t (194,5 Euro) zu. Im Wochenvergleich sind die Preise für den Hard Red Winter jedoch um knapp 9 % abgestürzt.
 
USA: Maispreise fester, Sojapreise sind gestiegen
Am Montag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,3 % im Plus bei 381,0 Ct je Buschel (139,0 Euro). Am Freitag der vorigen Woche haben die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 0,9 % auf 379,6 Ct je Buschel (138,4 Euro/t) zugelegt. Im Wochenvergleich sind die Maispreise in Chicago damit um 1,2 % gestiegen. Die Sojabohne (Maikontrakt) hat am Freitag um 0,3 % auf 968,5 Ct je Buschel (329,6 Euro/t) ganz leicht zugelegt. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago allerdings um 1,9 % gestiegen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,4 % im Plus bei 972,4 Ct (331 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Freitag in Chicago um 0,8 % auf 315 USD/st (321,5 Euro/t) gestiegen und bewegen sich am Montag Vormittag 0,4 % im Plus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Freitag um 0,8 % auf 31,52 Ct/lb (648 Euro/t) nachgegeben und liegen am Montag Vormittag 0,6 % im Plus.
 
Euro im Wochenverlauf gestiegen
Der Euro hat sich am Freitag gegenüber dem Dollar behauptet und notierte bei 1,080 USD und liegt am Montag Vormittag bei 1,077 USD je Euro und damit 0,2 % im Minus. Im Wochenvergleich ist der Kurs des Euro damit um 1,9 % gestiegen. Der Rohölpreis (WTI) ist am Freitag zurückgegangen und liegt am Montag Vormittag wieder im Plus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Maitermin am Freitag um 1,4 % auf 57,32 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 0,8 % im Plus bei 57,77 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 0,8 % auf 63,45 USD je Barrel nachgegeben. Im elektronischen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 0,5 % im Plus bei 63,74 USD.
 
Weizenpreise mit hohen Wochenverlusten
Am Montag Vormittag folgen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt den freundlichen Vorgaben aus Chicago und legen um etwa 1,0 Euro auf 183,75 Euro/t zu. Die neue Ernte (September) kostete am Montag Vormittag 184,50 Euro und damit 0,50 Euro mehr als am Vortag (184,0 Euro). Am vorigen Freitag hatten die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt nach einer sehr schwachen Woche nochmals leicht nachgegebenen. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 182,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zur Vorwoche (190,25 Euro) sind die Preise an der MATIF damit um rund 4,0 % bzw. 7,50 Euro zurückgegangen. Im Vergleich zum Vortag (183,25 Euro) hatten die Preise um 0,3 % oder 0,50 Euro nachgegeben. Die neue Ernte (September) kostete am Freitag 184,0 Euro und damit 0,50 Euro weniger als am Vortag (184,50 Euro) und 7,75 Euro weniger als vor einer Woche (191,75 Euro). Gleichzeitig waren die Preise für die neue Weizenernte (September) 1,25 Euro höher als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (203 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 20,25 Euro niedriger.
 
Maispreise zum Wochenbeginn im Plus
Am Montag Vormittag notiert der Mais (Juni) am europäischen Terminmarkt 1,50 Euro höher bei 164,25 Euro Gleichzeitig kostet die neue Ernte 171,50 Euro und damit 1,25 Euro weniger. Am vorigen Freitag haben die Maispreise am europäischen Terminmarkt nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel am Freitag mit 162,75 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % niedriger als am Vortag (164,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (164,25 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 1,0 % bzw. 1,50 Euro zurückgegangen. Der Augusttermin notierte am Freitag bei 169,25 Euro und damit 0,75 Euro niedriger als am Vortag (170,25 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 171,50 Euro und damit 1,24 Euro weniger als am Vortag (172,75 Euro) sowie 8,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 32,75 Euro niedriger.
 
Rapspreise zeigen sich sehr fest
Am Montag Vormittag legen die Rapspreise am am europäischen Terminmarkt um 1,25 auf 375,25 Euro zu und die neue Ernte kostet 1,25 Euro mehr und damit 362,50 Euro. Am vorigen Freitag waren die Rapspreise am europäischen Terminmarkt gestiegen. Der Maitermin beendete den Handel am Freitag bei 374,0 Euro/t und damit 2,50 Euro bzw. 0,7 % höher als am Vortag (371,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (369,75 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 1,1 % bzw. 4,25 Euro gestiegen. Die neue Ernte (August) kostete am Freitag 361,25 Euro und damit 2,25 Euro mehr als am Vortag (359,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (359,50 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 0,5 % bzw. 1,75 Euro gestiegen. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag 2,0 Euro höher als am Vortag bei 363,75 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 12,25 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (367,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,25 Euro höher.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
 
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