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Börsentelegramm

Weizen und Mais schwächer, Ölsaaten behaupten sich

von , am
13.02.2015

Weizen und Mais notierten gestern auf beiden Seiten des Atlantiks schwächer. Der Euro legte wieder etwas zu und auch der Rohölmarkt ist wieder auf Nordkurs.

Unser Marktexperte Martin Ziegekbäck analysiert jede Woche die Preisentwicklungen für Weizen, Mais und Raps an den Warenterminmärkte (Chartanalyse). © ene/shutterstock
Die Weizenexportaussichten für die EU wurden angehoben, nachdem die EU-Kommission sie bereits Ende Januar auf 30 Mio. t erhöht hatte. Das ließ sich aber angesichts der negativen Vorgaben aus den Vereinigten Staaten nicht in Kurssteigerungen umsetzten. Die Ölsaaten hingegen konnten sich behaupten und schlossen quer durch die Bank mit einem leichten Plus. Heute Morgen deutet der elektronische Nachthandel an der Börse in Chicago durchweg einen positiven Handelsstart an.
 
Weizen mit Verlusten
Die Analysten von "Strategie Grains" setzten ihre Exportprognose mit einem Plus von 3,2 Mio. t auf 32,5 Mio. t für die EU relativ deutlich nach oben. Die negativen Vorgaben vom Börse in Chicago verhinderten aber eine positive Umsetzung an der Kurstafel. Der Weizen an der Pariser Matif schloss quer über die Laufzeiten im Minus. Der vordere Märzkontrakt verlor 1,25 Euro oder 0,7 Prozent auf 184,50 Euro/t. Die neue Ernte gab 1,50 Euro oder 0,8 Prozent auf 182,50 Euro/t ab. In Chicago war man trotz guter Exportdaten, die mit 409.000 t bekanntgegeben wurden, pessimistisch und so stand der Kurs für den Märzkontrakt am Tagesende um 0,9 Prozent niedriger bei 5,2125 USD/bu.
 
Mais gibt nach
Auch der Mais konnte sich nicht von der negativen Stimmung lösen. Die Exportdaten der letzten Woche wurden mit 1 Mio. t zuzüglich 118.000 t für die nächste Saison bekanntgegeben und lagen damit deutlich über den erwarteten Maximum von 800.000 t. Damit sind bereits 75 Prozent der erwarteten Gesamtausfuhren in diesem erst zur Hälfte vollendeten Wirtschaftsjahres erfüllt. Aber um hier nicht zu viel Euphorie aufkommen zu lassen, begrenzte das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) die Stimmung mit der Aussicht eines langfristig geringeren Importbedarf der Chinesen. Der US-Mais fällt um 0,7 Prozent auf 3,83 USD/bu und in Paris beendet der Märzkontrakt den Tag um einen Euro oder 0,65 Prozent niedriger bei 152,25 Euro/t.
 
Soja mit kleinen Gewinnen
Der gesamte Sojakomplex zeigte sich gestern freundlich gestimmt. Die Exportdaten lagen mit 745.000 t deutlich über denen der Vorwoche und die Erwartungen an das Wirtschaftsjahr sind jetzt zur Halbzeit bereits zu 95 Prozent erfüllt. Die Exporte beeindrucken insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Ernte in Südamerika, denn Händler und Analysten hatten eine deutliche Käuferwanderung insbesondere der Chinesen gen Süden erwartet. Die Märzbohne legt 0,6 Prozent auf 9,8375 USD/bu drauf. Auch Sojaschrot und Sojaöl schließen mit einem leichten Plus. Das Pflanzenöl in Malaysia hat seinen bereits die ganze Woche anhaltenden Abwärtstrend gestoppt und settelt mit einem moderaten Plus.
 
Raps schließt uneinheitlich
Der Raps in Paris kann sich bedingt dem positiven Trend anschließen. Die neue Ernte legt einen Euro oder 0,3 Prozent auf 351 Euro/t zu, während der Maitermin mit einem Minus von 25 Cent auf 356,50 Euro/t eher zur Schwäche neigte. Canola in Winnipeg arbeitet sich Stück für Stück weiter nach Norden. Hier stand am Tagesende ein Plus von 0,35 Prozent auf  463 CaD/t auf der Kurstafel.
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