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Börsentelegramm

Weizen und Mais steigen weiter

von , am
03.07.2015

Heute kommen aus den Vereinigten Staaten keine Vorgaben denn die CBoT ist aufgrund eines Feiertags geschlossen.

Nach dem USDA-Report starteten die euopäischen Weizenpreise mit 179 Euro je Tonne in die neue Woche. © Leonhardo Franko/fotolia
 
In Paris konnte der Weizen und auch der Mais gestern weitere kräftige Gewinne für sich verbuchen. Raps litt unter Gewinnmitnahmen und musste leichte Verluste hinnehmen. Hauptpreistreiber ist weiter die in vielen Regionen ungünstige Witterung. In Europa, Kanada und Australien ist es zu wenig Wasser, und die Amerika leiden weiter unter den heftigen Niederschlägen. Die US Börse in Chicago steht ebenfalls unter dem Einfluss der globalen Witterung. Insbesondere der Mais, aber auch die Sojabohne haben große Probleme mit dem übermäßigen Niederschlag in weiten Gebieten der USA. Der Maispreis kann daher seine Rally fortsetzten. Die Bohne, und auch der Weizen präsentiert sich in den USA uneinheitlich. Heute kommen aus den Vereinigten Staaten keine Vorgaben denn die CBoT ist aufgrund eines Feiertags geschlossen.
 
Weizen weiter fest
Der Weizen startete gestern an der Matif aufgrund der kräftigen Verluste des US Weizens am Vortag schwach, konnte sich aber im Laufe des Tages wieder erholen und der Septemberweizen beendete den Tag mit einem Plus von 4 Euro oder 2 % bei 205 Euro / t. Die derzeitige Hitzewelle in Europa gibt dem Kurs eine kräftige Unterstützung, und auch die widrigen Bedingen in anderen maßgeblichen Anbauländern lassen für die zukünftigen Ertragsschätzungen weiteren Korrekturbedarf erwarten. In den Vereinigten Staaten hat der Weizen daneben eine gute Unterstützung vom Mais, der aufgrund der heftigen Regenfällen weiter kräftig zulegen kann. Belastend für die Weizenmarkt wirken weiter die hohen Bestandsmeldung aus dem USDA Report vom Dienstag. Der Julikurs am CBoT gibt 0,3 % auf 5,85 US $ / bu nach, während der September in gleicher Größenordnung zulegt und bei 5,9075 US $ / bu settelt.
 
Maisrally läuft weiter
Der US Mais setzt seine Rally fort und der Dezembermais erreichte mit einem Plus von 1,3 % auf 4,3725 US $ / bu ein Kursniveau wie zuletzt am Ende des letzten Jahres. Die Schäden durch die heftigen Niederschläge werden nach Besichtigungen vor Ort teilweise erheblich größer als zunächst erwartet beschrieben, und auch für die kommende Woche sind weitere Niederschläge angekündigt. Die Analysten von Informa nahmen ihre Ertragserwartung von 166,4 bu / acres auf 164,4 bu / acres zurück. Weitere Unterstützung kam von den wöchentlichen Exportmeldungen. Insgesamt 833.000 t alte und neue Ernte wurden angemeldet, was am oberen Ende der Erwartungen lag. In Paris ging es für den Mais ebenfalls aufgrund der aktuellen Hitzewelle und dadurch erwartete Ertragsminderung weiter kräftig bergauf. Der Dezemberkontrakt legt 5 Euro drauf und settelt bei 195,50 Euro / t. Damit hat er in den vergangenen 2 Wochen mehr als 30 Euro/ t zugelegt.
 
Soja schließt uneinheitlich
Auch der Sojapreis hat erhebliche Unterstützung von den viel zu nassen Bedingungen. Neben der immer noch nicht beendeten Aussaat führen Überschwemmungen und zu nasse Bedingungen zu weiteren Schäden. Trotzdem wurde die Rally am Sojamarkt zunächst erst mal unterbrochen. Die schwachen Exportdaten mit Stornierungen für die alte wie auch für die neue Ernte zeigten den Börsianer die Grenzen auf. Insbesondere die deutlich unter dem Schnitt der vergangenen Jahre liegenden Anmeldungen für die kommende Saison bereitete den Börsianern Sorgen, den das bedeutet mangelnde Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Anbietern aus Südamerika. Die Augustbohne verliert 0,4 % auf 10,3825 US $ / bu, während die Novemberbohne 0,2 % auf 10,3025 US $ / bu drauflegen kann.
 
Raps leidet unter Gewinnmitnahmen
Der Raps startete gestern zunächst im positiven Bereich, litt dann allerdings unter den zeitweise schwachen Vorgaben vom Sojamarkt so wie unter Gewinnmitnahmen und hatte nach zwischenzeitlich deutlich größeren Verlusten am Tagesende ein Minus von 1,50 Euro auf 397 Euro / t zu verbuchen. Der Novemberkurs verlor 1,75 Euro hielt sich aber mit 400,75 Euro / t über der 400 er Marke. Canola in Winnipeg ereilte das gleiche Schicksal. Auch hier wurde die stramme Rally durch einen Rücksetzer von 0,6 % auf 533, 10 Ca $ / t unterbrochen.
 
Dieter Jendrziak
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