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Börsentelegramm

Weizen ohne Halt, Raps steigt kräftig, Mais abwärts

von , am
05.05.2015

Die Weizenpreise haben zum Beginn der ersten Maiwoche in Europa erneut deutlich nachgegeben und konnten sich in den USA ganz knapp behaupten

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel
 
Die Weizenpreise haben zum Beginn der ersten Maiwoche in Europa erneut deutlich nachgegeben und konnten sich in den USA ganz knapp behaupten. Die Rapspreise bewegten sich nach dem heftigen Preisrutsch zum Monatswechsel am Montag mit einem eben so kräftigen Sprung nach oben. Höhere Preise notierte man zum Wochenbeginn zudem für Sojabohnen und auch für Sojaöl, während die Preise für Sojaschrot eher seitwärts pendelten. Die Maispreise setzten ihre schon eine ganze Weile anhaltende Abwärtsbewegung am Montag auf beiden Seiten des Atlantiks fort. Am Dienstag beginnt der vorbörsliche Handel in den USA erneut mit schwächeren Weizenpreisen. Auch Mais startet im vorbörslichen Handel in Chicago erneut schwächer. Dagegen bewegen sich die Sojapreise am Dienstag im vorbörslichen Handel seitwärts.
 
USA: Maisaussaat macht Riesensprung, Soja im Zeitplan
Aus den USA meldete man am Montag Abend, dass die Maisaussaat einen sehr kräftigen Sprung gemacht hat. Am Ende der letzten Woche waren 55 % der insgesamt erwarteten Fläche bestellt. Das war deutlich mehr als im langjährigen Mittel mit 38 % und erst recht mehr als als in der Vorwoche als nur 19 % oder 6,85 Mio. ha bestellt waren. In nur einer Woche haben die US-Farmer damit 36 % der gesamten Maisfläche bzw. rund 13 Mio. ha bestellt. Auch die Sojaaussaat ist in den USA vor allem im Süden des Landes vorangekommen und war Ende der letzten Woche zu 13 % abgeschlossen. Mit dieser Aussaatfläche wurde auch der langjährige Mittelwert von 9 % übertroffen und erst recht das Vorwochenergebnis von 2 %. In einer Woche haben die US-Farmer damit 11 % der Sojafläche bzw. rund 2,7 Mio. ha bestellt.
 
Zustand des US-Winterweizens verbessert
Der Zustand des Winterweizens hat sich in den USA trotz des in einigen Bundesstaaten weiterhin gemeldeten Regens nur geringfügig verbessert. Das USDA stufte am Ende der vorigen Woche 43 % der Bestände als gut oder sehr gut ein und damit 1 Prozentpunkt mehr als in den beiden Wochen zuvor (42 %). Gleichzeitig befindet sich der Weizen in deutlich besserer Verfassung als im letzten Jahr (2014) als nur 31 Prozent des Bestandes als gut oder sehr eingestuft wurden. Im mit Abstand wichtigsten Anbaustaat von Winterweizen, in Kansas, befinden sich derzeit 27 % des Weizens in den beiden besten Kategorien, im Vergleich zu  nur 17 % im vorigen Jahr zu diesem Termin.
Die Aussaat von Sommerweizen ist in den USA bereits zu 75 % abgeschlossen, im Vergleich zu 55 % in der Vorwoche und 40 % im langjährigen Mittel. Damit waren Anfang Mai 3,93 Mio. ha der insgesamt erwarteten 5,25 Mio. ha mit Sommerweizen bestellt.
 
USA: Weizenpreise noch ohne Halt
Am Dienstag Mittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel erneut 1,1 % im Minus bei 467,6 Ct je Buschel (154,3 Euro). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter rutschen die Preise am Dienstag Mittag um 1,0 % auf 493,2 Ct je Buschel (162,7 Euro) nach unten. Am gestrigen Montag (04.05) hatten sich die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago knapp behauptet. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Abschlag von 0,3 % bei 472,6 Ct je Buschel (156 Euro/t) aus dem Handel.Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter gingen die Preise am gestrigen Montag um 0,5 % auf 498,2 USD je Buschel (164,4 Euro) zurück.
 
USA: Maispreise abwärts, Sojapreise im Plus
Am Dienstag Mittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 1,1 % im Minus bei 357,2 Ct je Buschel (126,3 Euro). Am gestrigen Montag hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 0,5 % auf 361,2 Ct je Buschel (127,7 Euro/t) nachgegeben. Die Sojabohne (Julikontrakt) hat gestrigen Montag um 1,2 % auf 976,2 Ct je Buschel (322 Euro/t) zugelegt. Am Dienstag Mittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,2 % im Minus bei 974,4 Ct je Buschel (321,5 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am gestrigen Montag um 0,4 % auf 313 USD/st (309,7 Euro/t) gestiegen und bewegen sich am Dienstag 0,2 % im Minus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am gestrigen Montag um 3,3 % auf 32,63 Ct/lb (646 Euro/t) zugelegt und liegen am Dienstag Mittag 0,1 % im Plus.
 
Euro wieder im Minus; Rohöl schwankt
Der Euro hat am Montag gegenüber dem Dollar 0,5 % an Wert verloren und notierte bei 1,1145 USD und liegt am Dienstag bei 1,1133 USD je Euro und damit 0,1 % im Minus. Der Rohölpreis (WTI) ist am gestrigen Montag zurückgegangen und liegt am Dienstag wieder im Plus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Junitermin am Montag um 0,4 % auf 58,93 USD je Barrel nach. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Dienstag 0,9 % im Plus bei 59,48 USD je Barrel. Gleichzeitig hat sich der Preis für das Nordseeöl Brent am Montag mit 66,45 USD je Barrel nicht verändert. Im vorbörslichen Handel am Dienstag liegen die Brent-Preise 0,8 % im Plus bei 66,98 USD.
 
Rückgang der Weizenpreise geht weiter
Am ersten Handelstag im Mai sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt weiter zurückgegangen. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 176,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (178,0 Euro) haben die Preise um 1,0 % oder 1,75 Euro nachgegeben. Die neue Ernte (September) notierte bei 173,25 Euro und damit 3,00 Euro niedriger als am Vortag (176,25 Euro). Gleichzeitig waren die Preise für die neue Weizenernte (September) 3,0 Euro niedriger als die Preise für den auslaufenden Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (208,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 32,50 Euro niedriger. Am Dienstag Mittag liegen die Weizenpreise für den Maikontrakt am europäischen Terminmarkt erneut 0,50 Euro im Minus bei 175,75 Euro/t. Die neue Ernte (September) kostet am Dienstag Mittag 172,0 Euro und damit 1,25 Euro weniger viel wie am Montag.
 
Maispreise finden keinen Halt
Am ersten Handelstag im Mai haben die Maispreise am europäischen Terminmarkt weiter nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 155,25 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 1,75 % niedriger als am Vortag (157,0 Euro). Der Augusttermin notierte am gestrigen Montag bei 161,25 Euro und damit 2,75 Euro niedriger als am Vortag (164,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 161,75 Euro und damit 2,50 Euro weniger als am Vortag (164,25 Euro) sowie 6,50 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (196,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 41,25 Euro niedriger. Am Dienstag Mittag liegen die Maispreise für den Junikontrakt am europäischen Terminmarkt erneut 1,0 Euro im Minus bei 154,25 Euro/t. Die neue Ernte (November) kostet am Dienstag Mittag 160,75 Euro und damit ebenfalls 1,0 Euro weniger viel wie am Montag.
 
Rapspreise machen Sprung nach oben
Am ersten Handelstag im Mai haben die Rapspreise am europäischen Terminmarkt sich von ihrem Absturz erholt. Die Preise für die neue Ernte (August) stiegen um 3,0 % auf 354,0 Euro und waren damit 10,25 Euro höher als am Vortag (343,75 Euro). Der Novemberkontrakt wurde am Montag mit 355,75 Euro sogar 11,0 Euro höher gehandelt als am Vortag (344,75). Im Vergleich zum Vorjahr (348,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,0 Euro höher. Am Dienstag Mittag liegen die Rapspreise für den Augustkontrakt erneut 3,50 Euro im Plus bei 357,50 Euro/t. Der November kostet am Dienstag Mittag 359,0 Euro und damit 3,25 Euro mehr als am Montag.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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