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Börsentelegramm

Weizen und Raps gestiegen, Mais behauptet

von , am
24.11.2014

Für den europäischen Weizenmarkt sind die rekordhohen Exportverkäufe derzeit die wichtigste Stütze der Weizenpreise.Die Maispreise in Europa haben sich zuletzt gut behauptet. Die Rapspreise sind in der letzten Woche (am Terminmarkt) moderat gestiegen und haben am Kassamarkt etwas kräftiger zugelegt.

© agrar-press
 
Für den europäischen Weizenmarkt sind die rekordhohen Exportverkäufe derzeit die wichtigste Stütze der Weizenpreise. Demgegenüber blieben die Weizenexporte der USA auch in der letzten Woche unter den Erwartungen. Im Verlauf der letzten Woche haben die Weizenpreise in Europa jedenfalls leicht zugelegt, während die Preise für US-Weizen zurückgingen. Trotz des moderaten Preisanstiegs bleiben die Europäer jedoch (auch wegen des sehr schwachen Euros) wettbewerbsfähig, wie der jüngste Tender des größten Weizenimporteurs Ägypten zeigt. Dort kam das billigste Angebot erneut aus Frankreich.
 
Weizenpreise am Terminmarkt weiter fest
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt im Verlauf der letzten Woche leicht zugelegt und beendeten den Handel am Freitag (21.11) bei 177,75 Euro/t. Am Freitag davor (14.11) hatte der Weizen am europäischen Terminmarkt 176,50 Euro gekostet und damit 1 Euro weniger. Im Vergleich zu den Preisen vor einem Jahr (24. November 2013) kostet der Weizen am europäischen Terminmarkt derzeit rund 17 Euro bzw. 9 Prozent weniger (195 Euro). Auch für die hinteren Termine sind die Preise im Verlauf der letzten Woche leicht gestiegen. Der Märzkontrakt notierte am letzten Freitag bei 180,0 Euro und damit 0,5 Euro höher als in der Vorwoche (Vw.: 179,50) und der Maitermin ging mit 182,0 Euro aus dem Handel (Vw.: 181,75).
 
Preise für US-Weizen gibt etwas nach
In den USA haben die Weizenpreise in der letzten Woche leicht nachgegeben. Am vorigen Freitag (24.11.) beendete der Dezembertermin des Chicago-Weizens (SRW) den Handel bei 162 Euro/t (547,4 Ct/bu) und damit in US-Währung 2,4 % billiger wie in der Vorwoche (560,4 Ct). Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Chicago (SRW) am Freitag umgerechnet 164 Euro/t (553,4 Ct/bu ) und damit 1,5 Euro weniger als eine Woche zuvor (165,4 Euro). Gleichzeitig kostete der in Chicago gehandelte Weizen (SRW) rund 17 % bzw. umgerechnet etwa 40 Euro weniger am 24. November 2013 (202 Euro/t). Der US-Brotweizen der Sorte Hard Red Winter (Dezemberkontrakt) ging am Freitag (24.11) mit 179 Euro/t (604 Ct/bu) hingegen unverändert (Auswinterungsgefahr) aus dem Handel (Vw. 178 Euro).
 
Überraschend hohe Maisimporte in Europa
Die Maispreise in Europa haben sich zuletzt gut behauptet. Dagegen ging es es in den USA mit den Preisen leicht nach. Am europäischen Markt sorgte offenbar die langsame Ernte in Osteuropa und im Süden des Kontinents (Regen) für eine relativ knappe aktuelle Marktversorgung. Vor diesem Hintergrund (und der sehr guten Ernte in der Ukraine) lassen sich auch die überraschend hohen Maisimporte zum Beginn des Wirtschaftsjahres erklären. So haben die EU-Länder bis zum 18. November bereits 2,7 Mio. t Mais in Drittländern gekauft.
 
Maispreise am europäischen Terminmarkt behauptet
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise in der letzten Woche behauptet. Dabei haben die Notierungen (Januarkontrakt) um knapp 1 Euro nachgegeben. Am Freitag (24.11) kostete der Mais für den Januarkontrakt am Terminmarkt in Paris 152,25 Euro/t und damit knapp 1 Euro weniger als am Freitag der Vorwoche (Vw: 153 Euro). Der Märztermin notierte bei 155,25 Euro (Vw: 156,6 Euro) und damit 1,3 Euro preisweter wie vor einer Woche und der Junikontrakt beendet den Handel bei 158,50 Euro und damit 1,50 Euro billiger als vor einer Woche (160,0 Euro). Am Montag Vormittag (24.11) startet der Handel am europäischen Terminmarkt für den Januar mit leichten Plus von 0,50 Euro bei 152,75 Euro/t.
 
US-Maispreiseetwas schwächer
In den USA haben die Maispreise in der letzten Woche etwas nachgegeben. Der US-Mais für den Dezembertermin ging am Freitag (24.11) in Chicago mit umgerechnet 118 Euro/t (372,6 Ct/bu) aus dem Handel und damit umgerechnet etwa 2,0 Euro preiswerter wie am Freitag der Vorwoche (381,6 Ct/bu). In US-Dollar legten die Kurse um rund 2,4 % nach. Der Märzkontrakt wurde mit 122 Euro (385,2 Ct/bu) gehandelt und der Maitermin mit etwa 125 Euro (394,2 Ct/bu). Zum Wochenbeginn (24.11) liegen die Maispreise in den USA im elektronischen vorbörslichen Handel leicht im Minus.
 
Rapspreise gestiegen
Die Rapspreise sind in der letzten Woche (am Terminmarkt) moderat gestiegen und haben am Kassamarkt etwas kräftiger zugelegt. Am Montag (24.11) Mittag starten die Rapspreise mit einem leichten Plus in die neue Woche. Gleichzeitig haben die Sojapreise am US-Terminmarkt in der vorigen Woche erneut sehr heftig geschwankt, beendeten die Woche jedoch am Ende noch mit einem Plus. Die neue Woche beginnt für Soja erneut mit einem leichten Minus. Weiterhin sehr heftig waren die Preisausschläge zudem bei Sojaschrot.
 
Rapspreise am Terminmarkt höher
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt in der letzten Woche zwischen 334 Euro und 342 Euro geschwankt. Am Montag (24.10) Mittag startete der Raps zunächst mit leichten Aufschlägen bei 340,25 Euro die neuen Woche. Am Freitag (21.11.) beendete der Februartermin den Handel bei knapp 339 Euro/t und damit etwa 3 Euro höher als in der Vorwoche (Vw: 336 Euro/t) und der Mai wurde mit 340,25 Euro notiert und damit 0,5 Euro höher (Vw: 339,75 Euro).
 
Sojapreise weiter sehr volatil
Die Sojapreise haben sich in der vorigen Woche nach einem kräftigen Rückgang wieder erholt, bleiben jedoch sehr volatil. In die neue Woche starteten die Sojabohnen am Montag erneut mit leichten Minus. Der Novembertermin kostete am Freitag (21.11.) 307 Euro (1039 Ct/bu) und damit etwas mehr wie vor einer Woche mit 305 Euro/t (1036 Ct/bu). Der Januarkontrakt ging am vergangenen Freitag (21.11) mit knapp 310 Euro/t (1046 Ct/bu) aus dem Handel und der März mit 311,4 Euro (1052,6 Ct/bu). Damit haben sich vor allem die hinteren Termine etwas verteuert.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompas
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