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Börsentelegramm

Weizen und Raps gestiegen, Mais und Soja schwächer

von , am
26.05.2015

An den Terminmärkten in Europa und in den USA gaben die Weizenpreise am Ende der vorigen Wochen (Freitag) nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung an den beiden Vortagen nach.

© agrar-press
 
An den Terminmärkten in Europa und in den USA gaben die Weizenpreise am Ende der vorigen Wochen (Freitag) nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung an den beiden Vortagen nach. Auch die Maispreise bewegten sich zum Wochenausklang in den USA deutlich und in Europa moderat nach unten. Dagegen konnte sich die Rapspreise trotz nachgebender Preise für Sojabohnen und Sojaöl behaupten. Am Montag war in den USA ein Feiertag (Memorial Day) und an den Terminmärkten wurde nicht gehandelt. In Deutschland war am Montag ebenfalls ein Feiertag, am europäischen Terminmarkt in Paris (Matif) wurde jedoch gehandelt. Allerdings gab es ohne die Vorgaben und Kursveränderungen aus den USA fast keine Preisbewegung im Vergleich zum Freitag.
 
Am heutigen Dienstag Vormittag (26.05) beginnt der vorbörsliche Handel in den USA zunächst mit wenig veränderten Weizenpreisen. Auch der Mais startet im vorbörslichen Handel in Chicago mit einer Seitwärtsbewegung. Gleichzeitig legen die Preise für Sojabohnen und Sojaöl leicht zu und Sojaschrot rutscht am Montag im vorbörslichen Handel ins Minus. Damit fehlen für den Handelsbeginn in Europa jedoch eindeutige Vorgaben aus Übersee, so dass der Handel ebenfalls ohne größere Preisveränderungen beginnen dürfte.
 
USA: Weizenpreise sind weiter gestiegen
Am vorigen Freitag (22.05) haben die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago nach zwei Tagen mit steigenden Preisen relativ deutlich nachgegeben. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Abschlag von 1,3 % bei 515,2 Ct je Buschel (171,42 Euro/t) aus dem Handel. Die neue Ernte (September) notierte 1,2 % niedriger bei 523,0 Ct je Buschel (174,3 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago damit nochmals um 0,8 % gestiegen. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter gaben die Preise am Freitag um 2,0 % auf 546,4 USD je Buschel (181,8 Euro) nach.
Die neue Ernte (September) notierte 1,9 % niedriger bei 557 Ct je Buschel (185,3 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Preise für den Weizen der Sorte Hard Red Winter jedoch um 2,8 % gestiegen. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel erneut 0,3 % im Plus bei 517 Ct je Buschel (172 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter steigen die Preise am Dienstag Vormittag sogar um 1,1% auf 552,4 Ct je Buschel (183,8 Euro).
 
USA: Maispreise schwächer, Sojapreise rückläufig
Am Dienstag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,4 % im Plus bei 361,2 Ct je Buschel (129 Euro). Am vorigen Freitag (22.05) hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 1,4 % auf 360,0 je Buschel (128,3 Euro/t) nachgegeben. Im Wochenvergleich haben die Maispreise in Chicago um 1,5 % nachgegeben. Die Sojabohne (Julikontrakt) hat am vorigen Freitag (22.05) um 1,5 % auf 924,2 Ct je Buschel (307,5 Euro/t) nachgegeben. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago um 3,1 % zurückgegangen. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,5 % im Plus bei 929,2 Ct je Buschel (309,2 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) blieben die Preise am vorigen Freitag unverändert bei 304,2 USD/st (303,6 Euro/t) und bewegen sich am Montag Vormittag 0,2 % im Minus. Für Sojaöl (Julikontrakt) sind die Preise am Freitag um 1,9 % auf 31,64 Ct/lb (632 Euro/t) zurückgegangen und liegen am Montag Vormittag jedoch 1,4 % im Plus.
 
Euro gibt nach, Rohölpreise fallen
Der Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar 0,8 % an Wert verloren und notierte bei 1,1043 USD und liegt am Dienstag Vormittag bei 1,0901 USD je Euro und damit nochmals 1,3 % im Minus. Im Wochenvergleich ist der Kurs des Euros gegenüber dem Dollar um 3,8 % gefallen. Der Rohölpreis (WTI) ist am vorigen Freitag zurückgegangen und liegt am Montag Vormittag erneut im Minus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Junitermin am Freitag um 1,7 % auf 59,72 USD je Barrel nach. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Dienstag Vormittag (MEZ) 0,5 % im Minus bei 59,44 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 1,8 % auf 65,37 USD je Barrel nachgegeben. Im vorbörslichen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 0,7 % im Minus bei 64,94 USD.
 
Weizenpreise im Wochenvergleich kräftig gestiegen
Am vorigen Freitag (22.05) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt nach zwei Tagen mit kräftig steigenden Preisen wieder etwas zurückgegangen. Am Montag blieben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt unverändert. Der Septembertermin (neue Ernte) notiert am Freitag (und Montag) bei 182,50 Euro/t und damit 2,50 Euro niedriger als am Vortag (185,0 Euro). Gegenüber der Vorwoche (174,50 Euro) sind die Weizenpreise an der MATIF damit um 8,0 Euro bzw. 4,6 % gestiegen. Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag (und am Montag) mit 184,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (186,0 Euro) hatten die Preise am Freitag um 1,1 % oder 2,0 Euro nachgegeben. Gegenüber der Vorwoche (176,25 Euro) haben die Weizenpreise für den Dezembertermin jedoch um 7,75 Euro bzw. 4,4 % zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr (191,25 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit nur noch 8,75 Euro niedriger.
 
Maispreise geben moderat nach
Am vorigen Freitag (22.05) und auch am Montag (25.05) haben sich die Maispreise am europäischen Terminmarkt nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel am Montag mit 153,0 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % niedriger als am Vortag (154,25 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (154,50 Euro) haben die Maispreise an der MATIF damit um 1,50 Euro bzw. 1 % niedriger. Der Augusttermin notierte am Montag bei 161,50 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (162,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Montag 165,75 Euro und damit eben so viel wie am Vortag (165,75 Euro) sowie 12,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (184,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 31,0 Euro niedriger.
 
Rapspreise im Wochenverlauf gestiegen
Die Rapspreise haben sich am vorigen Freitag und auch am Montag am europäischen Terminmarkt fast nicht verändert. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Montag mit einem Preisaufschlag von 0,1 % bei 359,25 Euro gehandelt und kostete damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (359,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (353,75 Euro) sind die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF 5,50 Euro bzw. 1,6 % höher. Der Novemberkontrakt wurde am Montag mit 361,75 Euro und damit 0,25 Euro höher gehandelt als am Vortag (361,50). Gleichzeitig kostete der Novembertermin 6,25 Euro mehr als in der Vorwoche (355,50). Im Vergleich zum Vorjahr (355,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro höher.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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