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Börsentelegramm

Weizen und Raps mit schwacher Woche, Mais behauptet

von , am
30.03.2015

Im Verlauf der letzten Woche musste der Weizen auf beiden Seiten des Atlantiks empfindliche Verluste hinnehmen.

© kk artworks/fotolia
 
Im Verlauf der vorigen Woche musste der Weizen auf beiden Seiten des Atlantiks empfindliche Verluste hinnehmen. Am Ende der vorigen Woche (Freitag) konnten die Weizenpreise (In den USA) jedoch einen Teil der Verluste wieder gutmachen. Die Wochenbilanz für Soja (USA) und Raps (Europa) war ebenfalls negativ und auch am letzten Handelstag (Freitag) standen Kurse bei den Ölsaaten unter Druck. Dagegen konnte sich die Maispreise sowohl in Europa als auch in Übersee in der vorigen Woche behaupten. Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel an den Terminmärkten in den USA mit höheren Preisen bei Weizen. Auch die Preise für Soja und Mais starten in Chicago leicht im Plus. Das dürfte zum Handelsbeginn am heutigen Montag an den europäischen Märkten ebenfalls für feste Preise sorgen.
 
Daten zur US-Aussaat beschäftigen die Märkte
Ein Grund für den kräftigen Preisrückgang beim US-Weizen in der Vorwoche waren die sehr schwachen Exportdaten der Amerikaner. Aus Wettbewerbsgründen (Exportpreise) zog der Preisrückgang in den USA auch die europäischen Weizenpreis mit nach unten, obwohl die Exporte weiterhin sehr gut laufen. Diese Woche (Dienstag) werden ganz besonders die neuen Anbaudaten aus den USA die Märkte beschäftigen und könnten durchaus zu heftigen Preisbewegungen führen. Dabei geht es um die Aussaatflächen bei Mais, Soja und Weizen für die Ernte 2015. Bereits im Vorfeld der vom USDA am Dienstag Abend veröffentlichten Anbaudaten haben die wichtigsten Analystenhäuer ihre Einschätzung abgegeben. Gegenüber dem vorigen Jahr rechnet man mit einem deutlich Rückgang des Maisanbaus (bullisch) und einem Anstieg der Sojafläche auf einen neuen Rekordstand (bärisch). Beim Weizen gegen die Analysten von einem recht deutlichen Rückgang der Aussaatfläche, speziell bei Winterweizen (bullisch) aus
 
USA: Weizenpreise mit hohen Wochenverlusten
Am vorigen Freitag (27.03) konnten sich die Weizenpreise (Maikontrakt) am Terminmarkt in Chicago etwas von ihren heftigen Verlusten der Vortage erholen. Der Maikontrakt ging mit einem Aufschlag von 1,7 % auf 507,6 Ct je Buschel (170,9 Euro/t) aus dem Handel. Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise in Chicago damit jedoch trotzdem um 4,2 % oder gut 8 USD zurückgegangen. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter legten die Preise am Freitag um 1,8 % auf 553 US/t (186,1 Euro) haben im Wochenvergleich jedoch 3 % verloren. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel erneut 0,6 % im Plus bei 510,6 Ct je Buschel (171,9 Euro).
 
USA: Maispreise behaupten sich, Soja schwächer
Die Terminmarktpreise (Maitermin) für Mais sind den USA am Freitag unverändert bei 391,0 Ct je Buschel (141 Euro/t) stehen geblieben. Im Wochenvergleich sind die Maispreise in Chicago damit sogar um 1,6 % gestiegen. Am Montag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im elektronischen seitwärts bei 391,0 Ct je Buschel (141 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) gab am Freitag 0,7 % auf 967,2 Ct je Buschel (326 Euro/t) nach. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago damit um 0,7 % zurückgegangen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,3 % im Plus bei 669,6 Ct (326 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Freitag in Chicago um 0,3 % auf 321,4 USD/st (324,6 Euro/t) zurückgegangen und bewegen sich am Montag Vormittag 0,3 % im Plus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Freitag um 1,8 % auf 30,60 Ct/lb (618 Euro/t) nachgegeben und liegen am Montag Vormittag 0,2 % im Plus.
 
Ölpreis bricht wieder ein, Euro hat sich erholt
Der Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar um 0,3 % an Wert gewonnen und notierte bei 1,0916 USD und liegt am Montag Vormittag  bei 1,0864 SD je Euro und damit 0,5 % im Minus. Im Wochenvergleich ist der Kurs des Euro jedoch um 4,1 % gestiegen. Der Rohölpreis (WTI) ist am Freitag (27.03) kräftig eingebrochen und liegt auch am Montag Vormittag deutlich im Minus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Maitermin am Freitag um 5,0 % auf 48,87 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 1,45 % im Minus bei 48,16 USD je Barrel. Gleichzeitig ging der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 4,7 % auf 56,41 USD je Barrel zurück. Im elektronischen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 0,74 % im Minus bei 55,99 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Freitag um 1,8 % nachgegeben. Am Montag Vormittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel erneut 0,64 % im Minus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Freitag am US-Terminmarkt um 0,5 % zurückgegangen und liegen am Montag Vormittag 0,1 % im Minus.
 
Weizenpreise geben empfindlich nach
Die Weizenpreise konnten sich am Freitag (20.03) am europäischen Terminmarkt in etwa auf dem Vortagsniveau behaupten. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 188,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zur Vorwoche (196,75 Euro) sind die Preise an der MATIF damit um rund 4,1 % bzw. 8,00 Euro gefallen. Im Vergleich zum Vortag (188,50 Euro) sind die Preise um 0,1 % oder 0,25 Euro höher. Gleichzeitig ist der Weizen im Wochenverlauf deutlich unter die Marke von 190-Euro gerutscht. Die neue Ernte (September) kostete am Freitag 188,0 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag (187,0 Euro) und 5,25 Euro weniger als vor einer Woche (193,25 Euro). Außerdem sind die Preise für die neue Weizenernte (September) 0,75 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (201,50 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 12,75 Euro niedriger. Am Montag dürfte der Weizen (März) am europäischen Terminmarkt den etwas festeren Vorgaben aus Chicago folgen und ebenfalls leicht zulegen.
 
Maispreise bewegen sich weiter seitwärts
Die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (27.03) leicht zugelegt. Der Junikontrakt beendete den Handel am Freitag mit 162,50 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % höher als am Vortag (162,00 Euro) und weiterhin über der Marke von 160 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche (163,75 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 0,8 % bzw. 1,25 Euro zurückgegangen. Der Augusttermin notierte am Freitag bei 169,50 Euro und damit 1,25 Euro höher als am Vortag (168,25 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 174,0 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag (173,0 Euro) sowie 11,5 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 32,50 Euro niedriger. Am Montag Vormittag könnte der Mais (März) am europäischen Terminmarkt den Vorgaben aus den USA folgen und sich seitwärts bewegen oder leicht zulegen.
 
Rapspreise kommen unter Druck
Die Rapsreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (27.03) nachgegeben. Der Maitermin beendete den Handel am Freitag bei 363,75 Euro/t und damit 3,75 Euro bzw. 1,0 % % niedriger als am Vortag (367,50 Euro) und auch unter der Marke von 370 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche (371,25 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 2,0 % bzw. 7,50 Euro gefallen. Die neue Ernte (August) kostete am Freitag 353,50 Euro und damit 2,25 Euro weniger als am Vortag (355,75 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (357,75 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 1,2 % bzw. 4,25 Euro zurückgegangen. Der Novemberkontrakt wurde 2,50 Euro niedriger als am Vortag bei 356,0 gehandelt. Außerdem kostete die neue Rapsernte (August) 10,25 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (368,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro niedriger. Am Montag Vormittag könnte der Raps (Mai) am europäischen Terminmarkt den etwas festeren Vorgaben bei Sojabohnen aus Chicago folgen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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