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Börsentelegramm

Weizen schwächer, Ölsaaten behauptet, Öl abwärts

von , am
12.01.2015

Am Montag Abend wird der neue USDA-Report neue Eckdaten für die globalen Getreide- und Ölsaatenmärkte bringen.

© kk artworks/fotolia
 
Am Montag Abend wird der neue USDA-Report neue Eckdaten für die globalen Getreide- und Ölsaatenmärkte bringen. Diese neuen Daten dürften wesentlich darüber entscheiden, in welche Richtung sich die Märkte in den nächsten Wochen bewegen. Dabei geht es sowohl um die aktuellen Eckdaten zu den Erntemengen, den Beständen und auch zum Export der Länder der nördlichen Hemisphäre (USA, Europa, Russland) sowie) sowie die derzeit erwarteten Ernte- und Exportmengen aus Südamerika (Weizen, Mais und Soja).
 
Am Ende der vorigen Woche standen die Weizenpreise an den Terminmärkten erneut unter Druck, während die Maispreise zulegten (USA) oder sich behaupteten (Europa) und der Ölsaatenkomplex sich ebenfalls verteuerte (USA) oder zumindest behauptete (Europa). Ursachen waren neben den aktuellen Exportdaten auch die im Vorfeld des USDA-Reports veröffentlichten Schätzungen privater Analystenfirmen. Gleichzeitig geht der starke Preisverfall bei Rohöl unvermindert weiter und dürfte über den globalen Bioenergiemarkt (Ethanol, Biodiesel) wohl auch die Preise bei Ölsaaten und Getreide (negativ beeinflussen).
 
Am Freitag (09.01) gaben die Terminmarktpreise für den Weizen in Chicago um 0,6 % auf 563,6 Ct je Buschel nach. Gleichzeitig hat der Mais für den Märztermin am Freitag um 1,5 % auf 400,2 Ct je Buschel zugelegt und schaffe damit erneut den Sprung über die technisch wichtige 400 Ct-Marke. Die Sojabohne hat sich am Freitag mit 1052,2 Ct je Buschel um 0,4 % verteuert und Sojaschrot legte um 0,6 % auf 349,1 USD/st zu. Am heutigen Montag (12. Januar) starten die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel in Chicago für den Weizen 0,3 % im Plus und für Mais und für Soja pendeln die Kurse im elektronischen vorbörslichen Handel seitwärts.
 
Ölpreise wieder unter Druck, Euro behauptet
Der Rohölpreis (WTI) ist am Freitag (09.01) erneut gefallen. Am US-Terminmarkt gaveb die Kurse für den Februartermin um 0,9 % auf 48,4 USD je Barrel nach. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Montag nur noch bei 47,27 USD je Barrel und damit 2,3 % im Minus. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 1,7 % auf 50,11 USD nachgegeben und im elektronischen vorbörslichen Handel am Montag liegen die Preise nur noch bei 48,8 USD und damit 2,7 % im Minus. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Freitag (08.01) um 0,7 % zugelegt, brechen aber am Montag im elektronischen vorbörslichen Handel erneut kräftig um 2,4 % ein. Der Euro hat gegenüber dem Dollar zum Ende der Woche etwas Boden gutgemacht und am Freitag um 0,5 % zugelegt und notierte bei 1,185 USD. Am Montag Vormittag (12.01) bewegt sich der Eurokurs jedoch wieder um 0,2 % nach unten und liegt bei 1,182 USD/Euro.
 
Weizenpreise geben weiter nach
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (09.01) weiter nachgegeben. Der Märzkontrakt für den Weizen ging mit 195,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (196,75 Euro) waren die Preise damit um 0,8 % oder 1,50 Euro zurückgegangen. Für die hinteren Termine war der Preisrückgang etwas geringer. Der Maikontrakt notierte am Freitag bei 196,25 Euro und damit 1,25 Euro preiswerter als am Vortag (197,50) und die neue Ernte (September) kostete 193,75 weniger und damit 1,00 Euro weniger als am Vortag (194,75 Euro). Am heutigen Montag starten die Weizenpreise in Chicago mit einem ganz leichten Plus von 0,3 % und dürften damit am europäischen Terminmarkt eher für stabile Preise sorgen.
 
Maispreise behaupten sich
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise am Freitag (09.01) knapp behauptet. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris 162,75 Euro/t und damit 0,5 Euro bzw. 0,3 % weniger als am Vortag (163,25 Euro). Der Junitermin notierte am Freitag bei 167,25 Euro und damit unverändert zum Vortag (167,25) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 171,50 Euro und damit 10,25 Euro billiger als am Vortag (171,75 Euro). Die nächste Ernte (November) kostete 173,75 Euro und damit 0,5 Euro weniger als am Vortag (174,25 Euro). Am heutigen Montag starten die Preise in Chicago für Mais mit seitwärts und damit mit neutralen bzw. leicht schwächeren Vorgaben für den europäischen Markt.
 
Rapspreise kaum verändert
Die Rapspreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Freitag (09.01) (mit der Unterstützung vom Sojamarkt) im Wesentlichen behauptet.. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 361,250 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % niedriger als am Vortag (361,50 Euro). Der Maikontrakt wurde am Freitag mit 359,50 Euro notiert und 0,75 Euro teurer notiert als am Vortag (358,75 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 356,50 Euro und damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (356,25 Euro). Am heutigen Montag starten die Sojapreise in Chicago seitwärts, so dass auch die Rapspreise am europäischen Terminmarkt sich wenig verändern dürften.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt / agrarmanager
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